Alle Artikel mit dem Schlagwort: Selbstliebe

Auszeit, Ichzeit

Meistens verfliegt die Zeit, gerade unter der Woche, wie im Flug: Schule, Uni oder Arbeit nehmen den Großteil unseres Tages ein und sind oft so kräftezehrend, dass wir abends nicht viel mehr schaffen als schnell etwas zu essen und ins Bett zu fallen. Doch gerade wenn es so viel drunter und drüber geht, wenn kaum eine freie Minute in Aussicht scheint, ist es besonders wichtig, einen Gang zurückzuschalten und sich einfach auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich selbst etwas Gutes zu tun. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich mir eine solche Pause aber einfach nicht gönne. Immer weiter mache, weil es immer noch etwas zutun gibt, weil man nie gar nichts zu tun hat, sondern immer irgendwas, wenn auch ganz unten, auf der To-Do-Liste lauert und erledigt werden will. Sehr oft sehe ich nicht ein, warum ich mir jetzt eine Pause geben soll und oft bezweifle ich, dass ich sie verdiene.  Wenn man sich jedoch wenig um sich selbst kümmert, kommt man irgendwann an einen Punkt, von dem aus es nicht weitergeht oder keine Besserung in …

Nicht Carrie, sondern Nora.

Neulich saß ich in der Bahn und dachte nach. Irgendwie kam ich dann darauf, dass ich meine ganze Jugend und heute auch immer noch versuche, wie jemand anderes zu sein oder einfach anders zu sein. Und vor allem: älter. Ich orientiere mich immer an der Zukunft. Ich mag die Situation oder den Zustand im Hier & Jetzt nicht genug, um damit zufrieden zu sein. Um mit mir und dem, was ich bin, vollends zufrieden zu sein. Es ist normal, dass man als Kind erste Berufswünsche entwickelt. Ich wollte mal Lehrerin, mal Fleischerin, mal Putzfrau und dann Tänzerin werden. Jetzt studiere ich was mit Medien und mein Berufswunsch – der ist eigentlich das zu machen, was ich jetzt mache, nur noch Geld mit zu verdienen. Trotzdem habe ich mit 14 Sex and the City geschaut, wollte in New York leben und Autorin sein. Habe Carrie nachgeeifert. Wollte nicht die ganzen Männer, sondern einfach nur ihr Leben, ihren Lifestyle, ihre Wohnung, ihre Freunde, ihre Klamotten, ihren Job. Wollte mal so werden, wie sie. Und das ist nur …

Wie ich Frieden mit meinem Po schloss

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte von meinem Hinterteil. Wenn ich eine Sache an meinem Körper ändern könnte, dann hätte ich gern einen größeren, gleichmäßigen und definierten Po. Ich schaue gern auf Pos. Ich finde Pos sind etwas wunderschönes. Ich beneide Mädchen und Frauen, die einen tollen Hintern haben. Und ich selber … naja. Klein und nicht fein könnte man sagen. Er entspricht eben nicht ganz meinen Idealvorstellungen. Vor allem hat er auf der einen Seite eine Falte. Und ich arbeite schon Jahre daran, diese Falte wegzubekommen. Schaue mich fast täglich im Spiegel an, probiere Posen aus, bei denen man sie nicht sieht, fühle, quetsche, versuche zu ignorieren. Ich mag meinen Po nicht. Er nimmt mir das Selbstbewusstsein und das Wohlbefinden in meinem Körper. Und das seit Jahren. Booty-Workouts, Squats während ich Zähne putze und Yoga haben nichts geändert. Ich hab mal drei Monate Ballett getanzt. Ja, da ist er etwas fülliger geworden. Aber die Falte ist geblieben. Diese blöde Falte. Und so sehr ich auch immer wieder self love predige und selbst …

Iss den verdammten Kuchen und genieß dein Leben!

Wie viel Zeit wir in unserem Leben damit verschwenden, uns um Dinge Sorgen zu machen die, meiner Meinung nach, eigentlich keine Aufmerksamkeit verdient haben. Das Leben ist zu kurz und es gibt so viel schönere Dinge mit denen wir uns beschäftigen können als zum Beispiel: Diäten. „Ach, ich hab so viel gegessen, jetzt muss ich aber wieder mal Diät machen.“ „Das kann ich nicht essen, das hat zu viele Kalorien.“ „Ich habe mich ganz schön gehen lassen, ich muss weniger essen!“ „Hast du abgenommen? Du siehst toll aus!“ „Das solltest du nicht essen.“ „Glaubst du nicht du hattest schon genug?“ Das ist nur ein kleiner Teil der Sätze, mit denen ich aufgewachsen bin. Jeden Tag. Ob in meiner Familie, bei Freunden, in Filmen, Serien, Werbungen. Wir merken gar nicht mehr, dass wir diese Dinge sagen und wie abgefuckt sie eigentlich sind. Der Diätwahn ist überall. Wirklich überall – und es kotzt mich richtig an. Ich bin sicher nicht die Einzige – Doch fühlt man sich ziemlich allein, wenn man glaubt, dass das, was auf deiner Waage …

Tabuthema? Dein Erstes Mal

Sehr oft erreichen uns Fragen, Wünsche und Bitten rund um das Thema “Das erste Mal”. Und obwohl wir denken, dass alle immer alles wissen, fällt uns auf, wieviel Klärungsbedarf (und Gesprächsstoff!) dieses Thema bietet – dass vieles unklar bleibt und viele junge Menschen verunsichert sind. Ein perfektes Rezept für das erste Mal haben wir natürlich nicht. Dennoch können wir Euch mit diesem Post vielleicht die ein oder andere Sorge nehmen und Euch entspannter an das Thema herangehen lassen.   Punkt Eins: Dancin’ in Circles, feels good to be lonely An diesen ersten Punkt hast du sicherlich auch schon gedacht – trotzdem kann man es eigentlich nicht oft genug sagen. Es klingt einfach und offensichtlich, aber: Bevor du dich auf eine andere Person einlässt und mit ihr intim wirst – probier es dich selbst aus! Es gibt keine bessere Methode, um sich und seinen Körper besser kennenzulernen, als wenn man einfach selbst, im wahrsten Sinne des Wortes, Hand anlegt. Leider leben wir in einer Zeit, in der vor allem weibliche Masturbation immer noch ein Tabuthema darstellt. …

Ein Plädoyer für die Selbstliebe

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie sehr es in unserem Denken veranlagt ist, dass man eine*n Partner*in, eine Person an seiner Seite braucht, um glücklich und etwas wert zu sein. Wenn jemand frisch getrennt oder schon jahrelang Single ist, bekommt der oder diejenige häufig: “Ach du findest schon noch den/die Richtige“ zu hören. Versteht mich nicht falsch, ich liebe dieses Gefühlschaos des Verliebtsein oder die stille, bedingungslose Vertrautheit nach hunderten, gemeinsam verbrachten Tagen und Nächten, aber meint ihr nicht auch, dass es ein bisschen gefährlich ist, den Wert eines Menschen darauf zu reduzieren, ob er sie*er in einer Partnerschaft lebt oder nicht? Das Wichtigste, was ich für mich in diesem Jahr festgestellt habe, ist, dass man mit sich selbst im Reinen ist. Ich habe mich nach drei Jahren von meinem Freund getrennt, weil ich gemerkt habe, dass ich ihn zwar vielleicht noch liebe, aber mich nicht mehr ausstehen kann, wenn ich mit ihm zusammen bin. Seitdem ich also Single bin habe ich so viel über mich und über das Leben allgemein gelernt: Niemand hat …