Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ruhe

Wortgetänzle

Vor zwei Jahren hatte ich die Ehre, den ersten Gastgedankenbeitrag zu gestalten. Zwei Jahre später bin ich umgezogen, habe angefangen zu studieren. Ein ganz neues Leben hat für mich begonnen mit neuen Aufgaben, neuen Schwierigkeiten, aber auch neuen Freunden, neuem Mut und neuer Kraft, die ich mir selbst erarbeitet habe und natürlich auch mit vielen neuen Gedankenschnipseln und voll geschriebenen Notizbüchern. Heute teile ich davon wieder gerne welche mit euch. /                                                                                                                                                                                 Die schönsten Worte wurden noch nicht gefunden.                                                                                                                        Ich bestimme meine Öffnungszeiten.Meine Angebote und meine Preise.Wen ich mitnehme auf meine Reiseund von wem und was ich Urlaub brauche.Wann ich rauche und was ich feiere, worauf ich saufe.              Noch schüchtern wird vorsichtig der Sekt geköpft.Es schäumt,ein Schwall an guten Gefühlen will sich einfach nicht mehr vom Korken der Coolness zurückhalten lassen. Noch bedächtlich werden die Gläser, noch halb voll gemacht.Würde innegehalten werden, könnte der Sekt, und dessen prickeln gehört werden.Halbtrocken, halb ernstfallen die trockenen Worte geschmeidig aus den Mündern.Lallend, prickelt jeder Schluckund schmecktnach mehr.                                                                                                                                                                                                                                      Ich möchte manche Gefühle nie abstreifen, wie die …

Eine Ode an Klokabinen

… und damit meine ich nicht die Toilette, dieses stuhlähnliche Etwas an sich. Nein, ich meine diese kleine oder auch mal größere Kabine, diesen einen Raum, in dem man mal kurz für sich sein kann. Oder auch länger. Ich hatte in meinem Leben beides: das kurze Luftholen während zwei Türen weiter gerade 2x-4y gerechnet wurde. Und das Pausenbrotkrümel auf dem Boden verteilen, während man draußen das gemeinschaftliche Lachen der anderen, der, denen man entfliehen möchte, hört. Immer war mir das Klo ein Ort zum Luft holen. Das stille Örtchen war genau dieses für mich: Ein Platz für meine Gedanken, ohne den ganzen Trubel und die Lautstärke der anderen Menschen. In der Klokabine konnte ich irgendwie … ich sein. Mal durchatmen. Mich wieder richten. Innerlich und äußerlich. Und loslassen. Weinen, schluchzen, schlafen auch. Die Fassade konnte bröckeln. Kann. An meiner Liebe für diesen Ort hat sich nichts geändert. Über die Jahre ist sie sogar gewachsen und hat noch eine ganz andere Wichtigkeit angenommen: Klokabinen sind auch ein Ort für Austausch – je nachdem, wo du bist. …