Alle Artikel mit dem Schlagwort: realität

Von der Problematik des Menschseins

1 WAS MAN HALT SO MACHT Es ist 2019 und man lebt so vor sich hin. Man hört Musik, Musik, Musik, man postet Bilder auf Instagram, man geht feiern, man kifft, man tanzt, man arbeitet für kleines Geld, man studiert so nebenbei, man zweifelt – mal heimlich, mal lauter. Man jagt der Liebe hinterher, man regt sich über andere auf, man regt sich über sich selber auf, man sieht die Klimakatastrophe, aber ändert nichts an seinem Konsumverhalten: morgen, morgen, nur nicht heute! Man übernimmt Wörter und spuckt sie in falschen Kontexten wieder aus, man nennt Frauen „Fotzen“, das kann man – Achtung Reim – nämlich so gut auf die Straße rotzen, aber wer wird schon „Pimmel“ genannt? Eigentlich ja ein witziges Wort. Man nennt sehr weibliche, gefühlvolle Dinge/Menschen/Sätze „schwul“ und sanfte Popballaden sind „Mädchenmusik“. Man will alles dafür geben, erwachsen zu sein, aber bekommt nur SPRITE im Ouzoglas und Verantwortung übernimmt man nur ungern. Und Angst hat man auch. Angst, „ich“ zu sagen, anstatt „man“. Angst sich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen zu können …

“zu groß” träumen

Für unser Interview mit Edition F wurde mir die Frage gestellt, ob man überhaupt zu groß träumen könne. In meiner Beschreibung auf der Über Uns Seite steht nämlich, dass ich meist zu groß träume. Diese große Frage ganz knapp zu beantworten ist mir unglaublich schwer gefallen. Denn zuerst finde ich ganz schnell die Antwort: Nein! Niemals! Doch beim weiteren Nachdenken wird mir klar, dass auch diese Frage genauso gut bejaht werden kann. Einmal einen Fallschirmsprung machen, mit der zukünftigen Familie in einem Haus am Meer leben, endlos glücklich sein oder Schauspieler*in werden –  das können alles Dinge sein, die ganz oben auf unserer (heimlichen) Wunschliste stehen. Träume, die wir anstreben, Träume, die unseren sehnlichsten Wunsch verkörpern, Träume, die aufzeigen, was uns wirklich im Leben wichtig ist. Sie können eine riesige Motivation sein, sich in der Schule anzustrengen und den Berufsweg einzuschlagen, der dich deinem Traum näher bringt. Oder das Geld anzusparen, dass es für die Erfüllung des Traums braucht. Oder die Geduld zu haben, die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Ein Traum fühlt sich …

Maybe one day

Vor ein paar Wochen habe ich etwas gelesen, was mich irgendwie berührt hat. Screenshot. Insta Story. Dann habe ich Euch nach Eurem eigenen “maybe one day” gefragt – einem Wunsch, der vielleicht irgendwann in Erfüllung gehen wird – und bekam unglaublich viele Antworten. Dass etwas jetzt noch nicht Realität ist, heißt nicht, dass es niemals Realität werden wird. Lasst uns alle daran arbeiten, dass wir 2018 unserem persönlichen “maybe one day” ein Stück näher kommen! Idee von Nora. Texte von Euch. Fotos & Bearbeitung von Imina.