Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nora

Wie ein Schlag

Ich habe diese Woche gemerkt, wie schnell alles auf einmal anders sein kann. Und ich habe Glück gehabt. Bin mit einem Schock weggekommen. Der hat mir aber – mal wieder – gezeigt: das Leben ist fragil, die Menschen in deinem Leben sind fragil und vor allem ist deren Gesundheit kein garantiertes Programm. Gesundheit ist vergänglich. Gesundheit ist einen Tag da und kann den nächsten Tag weg sein. Wir lernen, mit „Ungesundheit“ zu leben. Wir lernen aber auch, mit Gesundheit zu leben. Beide Stadien zu akzeptieren, hinzunehmen. Sollten wir nicht. Gemerkt habe ich: da sollte es keine Stagnation geben. Keinen Halt. Es geht immer noch besser. Es geht immer sicherer. Es geht nie perfekt. Aber immer geht was. Also auch wenn es nervig ist: ich möchte lieber ein Mal zu viel meinen Liebsten Druck machen, die eine odere andere Lebensweise zu überdenken. Schlimmer wäre, sich irgendwann eingestehen zu müssen, man hätte nicht genug getan. Das ist der eine Punkt. Der andere? Dass sämliche Seligkeit mit einem Mal weggefegt werden kann, wenn die Gesundheit eben nicht mehr …

Wo bleibt die Menschlichkeit?

In einer Welt, in der Fortschritt so großgeschrieben wird und die so modern zu sein scheint, herrscht doch so viel Ungerechtigkeit. Eine Welt, die als emanzipiert angesehen wird, doch wo Frauenfeindlichkeit noch so präsent ist. So viele unrechte und unmenschliche Taten, die jeden Tag aufs Neue passieren, die einen an der Menschlichkeit zweifeln lassen. Auch wenn wir im 21. Jahrhundert leben, haben wir noch so viel vor uns. Warum Unterschiede zwischen Menschen machen, wenn wir doch alle gleich sind? Warum unterscheiden zwischen Mann und Frau, zwischen dunkel- und hellhäutig, zwischen heterosexuellen, bisexuellen oder homosexuellen? Wir sind alle gleich auf die Welt gekommen, dementsprechend haben wir den gleichen Wert und genauso sollten wir auch behandelt werden. Menschen, die aufgrund des Genders oder der Sexualität Unterschiede machen, sind hier eindeutig fehl am Platz. Manche Menschen in dieser Gesellschaft versuchen uns vorzugeben, wie wir denken und wie wir andere behandeln sollten. Wem welche Machtposition zuzuteilen ist und wer vermeintlich mehr zu sagen hat. Stellen sich selbst als etwas besseres dar, obwohl wir doch alle gleichwertig sind. Doch wir sind …

Best Of 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir haben uns die Zeit genommen, alle Beiträge nochmal Revue passieren zu lassen & unsere liebsten Worte, Zeilen und Gedanken herauszuschreiben. Entstanden ist eine Sammlung all dessen, was TIERINDIR besonders macht. Gedanken, die wir teilen und so voneinander lernen und uns gegenseitig inspirieren. Worte, die wir am liebsten in die Welt hinausschreien wollen, weil sie so wichtig sind. Im heutigen Blogpost haben wir ein paar unserer ganz persönlichen Lieblingszitate herausgeschrieben. Danke für Euer Vertrauen, für all Eure Gedanken und lieben Worte. Ihr seid das Herz von TIERINDIR & unsere allergrößte Inspiration. Wir sind so gespannt auf 2019 und können es kaum erwarten, in ein neues Jahr zu starten. _ Analogbilder von Nora & Luka. Konzept & Gestaltung von Imina.

Tabuthema? Masturbation

Als ich 11 Jahre alt war, habe ich das erste mal masturbiert. Damals kannte ich wahrscheinlich noch nicht einmal dieses Wort. Ich habe mich einfach “da unten” angefasst und es fühlte sich gut an. Wenn ich rubbelte, dann bekam ich ein gutes Gefühl, was durch meinen ganzen Körper zu fließen schien. Einen Höhepunkt gab es damals allerdings noch nicht. Über Orgasmen fand ich erst später heraus. Zufälle. Es waren Zufälle: Dass ich erfuhr, wie ich es mir selbst besorge, war ein reiner Glücksfall. Schade eigentlich. Denn hätte ich gewusst, dass es so gut wie alle machen, hätte ich mich nicht so komisch beschämt deswegen gefühlt. Hätte mich vielleicht mit anderen Freundinnen, Freunden und meinen Eltern darüber ausgetauscht. Hätte Neues gelernt und es mir noch besser selbst machen können. Hätte früher einen Höhepunkt erlebt. Natürlich wussten alle damals irgendwie, dass es das gibt. Jungs machen das. Männer. Und manche schauen dabei Pornos. Aber Mädchen? Frauen? Darüber wurde nicht geredet, davon wusste man nichts, das war ein absolutes Tabu. Ein Tabu, das in die Irre führt. Denn …

Schließ aus, was dir nicht guttut

Wir Menschen haben Angst vor’m Loslassen. Wir haben Angst vor Neuem. Wir haben Angst, aus unserer Komfortzone herauszutreten. Und so leben wir lieber in Situationen oder mit Menschen oder Gefühlen, die uns nicht gut tun, als dass wir proaktiv dagegen vorgehen. Wie schwer fällt es uns, die Schule zu wechseln? Wie schwer fällt es uns, Freundschaften zu kündigen? Wie schwer fällt es uns, Schluss zu machen? “Zu” ist die Antwort. Zu schwer. Denn wenn du alles probiert hast, wenn du viel Zeit ins Land hast gehen lassen, wenn es wirklich nichts mehr gibt, was die Sache irgendwie besser machen könnte – dann weg damit. Raus damit. Tschüss. Arrivederci. Die Eliminierung ist aber nicht das Schlimme. Das ist ein relativ einfacher Schritt. Das Schwierige ist das Davor und das Danach. Wir malen uns alles viel dramatischer aus, als es eigentlich ist. Denken immer, es wird alles noch katastrophaler. So sind wir Menschen eben. Aber in den meisten Fällen wird es besser. Das Leben wendet sich, wird anders, wird einfacher. Dein Herz leichter. Da ist plötzlich Platz …

Eure Fragen/ unsere Antworten

Wann und wie habt ihr euch kennengelernt? Das Schicksal hat uns vor etwa einem Jahr zusammengebracht. Wir haben uns unabhängig voneinander kennengelernt – über YouTube. Imina und Luka haben auf eines von Noras Videos reagiert, in dem sie über ihren Traum, einmal ein Magazin rauszubringen, geredet hat. Was wollt ihr noch erreichen? Was wird noch kommen? Wir wollen noch viel erreichen. Das größte Ziel ist wohl, das Printmagazin auf den Markt zu bringen. Davor und danach gibt es aber noch ganz viele kleine Schritte und Aufgaben, die erledigt werden müssen. Wir können uns so viel vorstellen, unsere Fantasie, bezüglich dessen, was man aus TIERINDIR hervorbringen kann, ist endlos. Verdient ihr damit Geld? Nein, wir verdienen daran nichts. Alles, was ihr seht und lest kommt von Herzen, aus unserer Freizeit – einfach, weil wir es gern machen. Es ist Liebhaberei. Verdienen können wir über Werbung und Kooperation, sowie unseren Online-Shop oder sogar Workshops. Das ist aber alles Zukunftsmusik. TIERINDIR in drei Worten? Nora: Veränderung Luka: Möglichkeiten Imina: Austausch Wo seht ihr euch in zehn Jahren? Wo in …

Reden ist Gold

Für die längste Zeit meines Lebens war ich ein stilles Mädchen. Habe ich lieber geschluckt, als etwas zu sagen. Oder etwas zu entgegnen; meinen Standpunkt zu verteidigen. Und ich wäre wahrscheinlich auch still geblieben und hätte weiter in mich hinein geschrien, wenn ich nicht an den Punkt gekommen wäre, an dem es hieß: Du hast nichts mehr zu verlieren. Solche Wendepunkte können augenöffnend sein. Sie sind in jedem Fall befreiend. Auf einmal sind Dinge, über die ich mir immer Gedanken gemacht habe, nichtig geworden. Es war mir egal, was von mir gedacht oder gehalten wurde, denn entweder, es kommt jetzt zum großen Aufschrei oder eben nicht. Ganz nach dem Motto: Es kann eh nichts mehr passieren, was die Lage verschlimmern würde. Es kann entweder so bleiben, sich manifestieren – oder besser werden. Und wie es besser wurde. Indem ich meinen Mund aufgemacht habe – und damit meinen Kopf, mein Herz, meine Seele – wurde ich erst wirklich als diejenige wahrgenommen, die ich bin. Eine Person mit Gefühlen, Ängsten, Nöten. Eine, die nicht alles hin nimmt …