Alle Artikel mit dem Schlagwort: konsum

Alle Jahre wieder – und wenn nicht?

Als ich vor ein paar Wochen durch die licht- und dekorationsüberflutete Stadt lief, vorrüber an Weihnachtsbuden, Eisbahn und durchgestylten Schaufenstern, kam mir eine Frage: Was hat Weihnachten überhaupt noch für eine Bedeutung für uns? Warum jedes Jahr aufs neue ein Zeitabschnitt, in dem eine Fassade aus dem Nichts auftaucht und für ein paar Wochen so tut, als ob? Was gibt uns diese Zeit eigentlich? Dass nicht jeder Weihnachten feiert, dürfte klar sein; egal ob aus religiösen oder anderen persönlichen Gründen. Jedoch können wir uns alle, egal ob wir Weihnachten feiern oder nicht, schlecht gegen die Flut von vorweihnachtlichen Konsumgütern, übertriebener Dekoration und Gedudel im Radio wehren. Die Weihnachtszeit ist in meinen Augen nur noch die Zeit von Konsum und Profit. Uns allen ist klar, warum Weihnachten eigentlich gefeiert wird. Aber was sich daraus entwickelt hat, ist irgendwie seltsam. Ich frage mich immer, warum es gerade die Weihnachtszeit ist, die so von der Allgemeinheit zelebriert und kommerzialisiert wird. Warum ist es beispielsweise nicht Ostern? So viele Fragen, auf die ich keine Antwort weiß. Unser schon angesprochenes …

Hinter der glitzernden Weihnachtsfassade

Weihnachten – das Fest der Liebe, der Erleuchtung, der Gemütlichkeit. Und was man sonst noch so kennt.  Obwohl so viele Menschen gern Last Christmas hören, Plätzchen backen und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt schlürfen, gibt es mindestens genauso viele, denen dieses Fest herzlich egal ist: Menschen, die trauern, Menschen, die es aus religiösen Gründen oder aus Prinzip nicht feiern, und denen trotzdem jedes Jahr ab Mitte November mit der Weihnachtskeule ins Gesicht geschlagen wird. Ich habe mich eigentlich jedes Jahr riesig auf Weihnachten gefreut und auf jeden Fall zur Fraktion Lebkuchen-und-Weihnachtsmusik-ab-September gehört. Nur, weil sich dieses Jahr alles für mich geändert hat, beginne ich dieses Fest erstmalig zu hinterfragen und mir auch die andere Seite anzuschauen. „Also meine Familie und ich sind jüdisch. Feiern deswegen kein Weihnachten, sondern Hannukah, aber das auch nicht wirklich, außer dass wir Kerzen anzünden. Die Tage vom 24.-26. Dezember sind immer stinknormal bei uns, was ich manchmal ein bisschen schade finde weil ich auch mal Lust hätte auf so ein riesiges Essen mit der ganzen Familie und Klößen, Bescherung und so …

Was ist Dir deine Zeit wert?

Gestern morgen bin ich um 7.30 von selbst aufgewacht. Mein Fenster hatte ich die Nacht über offen gelassen, weshalb die Morgensonne vom gegenüberliegenden Haus reflektierte und mein Zimmer in ein rötliches Licht tauchte. Kurz überlegte ich, mich wieder umzudrehen und einfach weiterzuschlafen. Aber das schöne Licht ging mir nicht mehr aus dem Kopf, weshalb ich mir Jeans und Pulli anzog, mein Handy ganz bewusst liegen ließ und nur mein Notizbuch und eine Wasserflasche einsteckte. Aus dieser spontanen Aktion wurde ein einstündiger Spaziergang, bei dem ich das Verschwinden des Morgennebels beobachten, die kühle Luft einatmen und viel nachdenken konnte. Aber das beste daran war: Ich war allein mit meinen Gedanken. Hörte nur meine Schritte. Und mir wurde zum ersten Mal bewusst, wie selten das vorkommt. Ich dachte daran, dass ich früher abends eine Stunde lang fernsehen durfte. Den Rest des Tages habe ich mich mit mir selbst beschäftigt, gemalt, gezeichnet, gelesen. Als ich dann ein bisschen älter war, durfte ich dann auch mal zwei Stunden am Tag Sims spielen. Aber wie schnell sind zwei Stunden um, …

minimalismus mai

Ende April hat uns eine Leserin, Emelie, auf ein Projekt aufmerksam gemacht, das eine Freundin von ihr ins Leben gerufen hat. Es handelt sich um das Thema Minimalismus und es geht darum, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, Dinge zu verändern und eventuell sogar Lösungsansätze zu finden. Uns hat das ganze sehr beeindruckt, weshalb wir euch im letzten Livestream im Rahmen einer Verlosung gebeten haben, uns etwas Kreatives ebendiesem Thema einzureichen. Als Einstieg in den minimalismus mai auf TIERINDIR haben wir hier Gastgedanken von Emelie und Nele-Luise zusammengetragen. Minimalismus scheint momentan ziemlich im Trend zu sein. Auch ich habe mich mit diesem Thema beschäftigt und habe mich in letzter Zeit sehr häufig gefragt, was mich glücklich macht. minimalismus mai bedeutet, dass an jedem Tag im Mai irgendetwas geändert wird, was mit Maximalismus, dem Gegenteil von Minimalismus, zu tun hat. Also arbeiten wir darauf hin, minimalistischer zu werden. Das muss nicht heißen, dass danach jede Person Minimalist ist oder sein soll; das soll lediglich bedeuten, dass wir darüber nachdenken sollten, welche Ausmaße der Konsum in unserer Welt …