Alle Artikel mit dem Schlagwort: inneres

Schmerzgrenze

STAATSGRENZEN SPRACHGRENZEN ARMUTSGRENZEN ALTERSGRENZEN SCHMERZGRENZEN Sie begrenzen mich, aber ich bin grenzenlos. Mein Körper, meine Seele, eine Karte, die bisher nur meinen Umriss zeigt. Keine Binnengrenzen. Kein „bis hierhin und nicht weiter.“ Keine Grenzsoldaten, die akribisch jeden kontrollieren, der auf meiner Seele sein beschissenes Badehandtuch ausbreiten will. Mit der Zeit werden sie kommen, sie, die Landvermesser, die Kolonialherren, welche die Grenzen mit dem Lineal zu ziehen versuchen und dabei die ganzen Feinheiten meiner Seele, meines Körpers übersehen. Oder nicht sehen wollen. Ihre Grenzen werden mein Korsett. Mit ihnen kann ich vor den Augen der Gesellschaft aufrecht stehen. Es wird eine Weile dauern, bis ich merke, dass ich nicht mehr richtig atmen kann. Zunächst wird mein Atem immer flacher werden. Keine zu hastige Bewegung, alles ist kontrolliert. Wenn sie schauen dann lächele ich. Jedes Mal ein Kraftakt. Mit jedem flachen Atemzug, immer zu wenig Sauerstoff, immer viel zu kurz, wächst in mir das Verlangen nach Freiheit. Freiheit kann einem niemand schenken. Freiheit muss man sich selbst erschaffen. Das weiß ich jetzt, aber früher, da wusste ich …

Die Bühne des Unbewussten

Träume sind verrückt. Meistens kann ich mich nach dem Aufwachen nur noch wage an meinen Traum erinnern und nach wenigen Minuten scheint das Geträumte ganz aus meinem Gedächtnis zu verschwinden. Dennoch bleibt oft ein einnehmendes oder komisches Gefühl, was mich noch den restlichen Tag begleitet. Und manchmal fällt mir plötzlich, mitten am Tag, wieder ein kleiner Ausschnitt aus meinen Traum ein, der dann aber überhaupt keinen Sinn ergibt und total unlogisch erscheint. Träume halt. Die universale Sprache der Nacht Träume sind wie eine zweite, universale Sprache, die wir alle sprechen. Sie kam zu allen Zeiten in der menschlichen Geschichte und in allen Kulturen vor. Die Traumsprache von Michael Jackson, der Queen und dir und mir ist fast ganz genau dieselbe. Und obwohl wir meistens vergessen, was wir geträumt haben und deshalb meinen, wir hätten nicht geträumt, träumen wir doch jede Nacht. In unseren Träumen sprechen wir also eine Art Nachtsprache. Es ist, als ob wir Französisch nur in der Nacht sprechen würden und am Tag kein Wort verstünden. Außerdem sind Träume sehr symbolisch. Das bedeutet, …

Verteilt mehr Komplimente, auch an euch selbst

“Ich bin nicht schön und damit habe ich mich abgefunden”, sagte sie. “Traurig”, dachte und sagte ich. Sie erklärte, dass es für sie okay sei und ich versuchte herauszufinden, warum sie sich selber nicht als schön betrachtete. Ein Gespräch, dass mich zum Nachdenken angeregt hat. Ab wann sieht ein Mensch sich selber denn als schön an?  Um die Frage gleich zu beantworten: Wahrscheinlich, wenn die eigenen Vorstellungen der Definition von Schönheit erfüllt sind. Das Problem an diesen Definitionen ist jedoch, dass sie sich meist an anderen orientieren. Es ist eine unvergleichbare Skala. Ein Koch würde niemals die Mengenangabe Gramm für eine Flüssigkeit nehmen. Es passt nicht zusammen.Es wäre irrsinnig. Flüssigkeit mit Liter, ich mit ich. Also warum benutzen wir solch unpassende Skalen an uns selbst? Es wäre doch viel logischer, wenn man sich selber Ziele setzt und diese verfolgt. Es kann nur besser werden. Doch klassische Logik ist nicht im Sinne des Menschen. Sie ist zu einfach, zu unkompliziert.  Seit einer sehr langen Zeit habe ich heute gesagt bekommen, dass ich schön sei. In meiner Kind- und …