Alle Artikel mit dem Schlagwort: Imina

Tabuthema? Panikattacken

Sie rauben dir den Atem, treffen dich in unpassenden Situationen, halten die Zeit an und nehmen dich gefangen. Du hast das Gefühl, ganz allein damit zu sein, doch das bist du nicht. Heute erzählen Luka, Johanna und Imina von ihren Erfahrungen mit Panikattacken und geben Dir am Ende Tipps und Affirmationen mit auf deinen eigenen Weg. Luka Ich hatte erst einmal eine richtige Panikattacke und die ist auch noch gar nicht so lange her. Trotzdem kann ich mich nicht genau daran erinnern, wie alles ablief. Mir ging es zu dieser Zeit sehr schlecht, es war dunkel und kalt draußen, ich war allein in einer fremden Stadt. Meine Gedanken kreisten tagelang nur um ein Thema und irgendwann spitzte sich alles zu. Ich saß an meinem Schreibtisch und hatte mir gerade etwas zu Essen gemacht. Ich war allein und hatte eigentlich genügend Dinge, die erledigt werden mussten. Trotzdem saß ich einfach nur da. Wirklich etwas gegessen habe ich auch nicht. Meine Gedanken kreisten ständig nur um eine Sache und ich war innerlich sehr gestresst. Ich wollte an …

Die verdrehen, was ich bin

“I am not what I think I am, and I am not what you think I am. I am what I think you think I am.“ Charles Horton Cooley I. Als ich dich das erste Mal traf und als du da so saßt, habe ich keine schwitzigen Hände bekommen. Meine Herzfrequenz blieb konstant. Was danach lustig war weil ich zitterte jedes Mal sobald ich dich wieder sah. Aber damals, in diesem Moment, war ich ein unbeschriebenes Blatt Papier. Und ich fühlte mich ausgeglichen als ich in deine Augen sah und du mir Geschichten aus meinem liebsten, noch nicht gehörten Märchenbuch erzählt hast. Ich sage nicht, andere Nächte waren nicht auch voller Momente – aber diese war unkompliziert. Nur lag ich zu oft nachts wach und hoffte, dass du es tust. Und selbst eine Nachricht zu tippen fiel mir schwer. Vielleicht hätte ich dir auch ganz klassisch einen Brief schreiben können. Nur wusst’ ich nicht, wie. Mit immateriellen Wörtern war in vielen Schriftzügen und Farben mein Blatt bereits voll: Von dem was du und ich – …

Vorbilder und Trugbilder

Wir alle haben sie. Wir alle haben verschiedene Vorbilder. Manchmal wollen wir uns vielleicht gar nicht so recht eingestehen, dass wir eine bestimmte Person bewundern. Wir kleistern unsere Wände voll und können gerade anhand des Internets fast jeden Schritt einer bestimmten Person verfolgen. Wir versetzen uns in die hinein, die wir bewundern, und wollen zumindest ein bisschen so sein wie sie.  Gibt es gute und schlechte Vorbilder? Wie hat sich dieses Phänomen in den letzten Jahren verändert? Wie sehr brauchen wir Vorbilder, um uns selbst zu finden?In dieser mehrteiligen Reihe setzen wir uns mit genau diesem Thema auseinander. Denn Vorbilder sind das, was wir daraus machen. Ein bisschen so sein wie sie … In meinen Augen sind Vorbilder Menschen, die ich aufgrund dessen, was sie erreichen oder was sie sagen, bewundere. Menschen, die mich anspornen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und das zu ändern, was mir nicht gefällt. Die mir das Gefühl geben, dass sowas überhaupt möglich ist. Oft ist es auch so, dass uns selbst gar nicht so bewusst ist, wie …

Abenteuer

Abenteuer – von Cara Da hängt es verheißungsvoll über uns. Dieses Wort, das garstige Bedrohung und süße Versprechung in einem ist. Das uns entweder hechten lässt, zu begreifen, was es bedeutet. Zu leben, was es uns beibringen kann. Oder das uns ducken lässt, aus Angst vor dem potentiellen Sturm und macht, dass wir noch etwas weiter in den sicheren Hafen einfahren.  Beide Male erleben wir dieses Wort, das doch zuletzt nicht mehr als seine Buchstaben ist, beinahe als Gottheit. Einmal offenbart sie uns Leben und Leidenschaft. Das andere Mal verkündet sie Unheil und will uns schätzen machen, was wir haben. Doch die Wahrheit ist: Das arme, zarte Worte ist der Assoziation, die wir ihm anheften nicht schuldig. Ein Abenteuer ist, was immer wir als solches bezeichnen mögen. Ein Abenteuer ist, was auch immer wir eines sein lassen. Und entspricht das nicht genau der Idee der Freiheit, die wir in diesem Wort sehen? Die Tatsache, dass seine Definition ebenso in Bewegung ist wie unser Leben und von nichts anderem abhängt als von uns selbst. Du und ich als wir – …

Wir sind nicht allein

Wir sind nicht allein (denn wir, wir sind zu zweit) – von Mira warum redest du nicht von jetzt sondern späterwarum nicht vom hier sondern lieberüber morgen statt heute und warum nicht mit leuten die dir was bedeuten? und wenn wir mal darüber nachdenken,dann wäre da nichts. nichts an das wir uns klammern, an das wir glauben könnten,was wir begründen könnten.dann wären da nur wir zwei.dein blick auf mir und meiner auf dir.und dein lachen ohne sorgeund deine falten,rechts am auge. ich habe dir mal gesagt,nur die menschen, die glücklich sind haben sie,erinnerst du dich? ich glaube du bist glücklichund weil du es bist, bin ich es auchdann wäre da nichts, nur wir zwei und das reicht.wenn ich abends mit dir draußen sitz,möchte ich nirgends anders sein. dann höre ich dich leise summen, zu einem lied,zu dem keiner von uns beiden den text kann, aber ich singe mit dir und spüre, wie gleich wir uns doch sind.mit fehlern und problemen, die wir beide uns oft selbst verschaffen.  du bist wie das licht,das mir helligkeit spendet,wenn ich sie selbst verloren habe. Zerbrochene, heile Welten – von Charlotte Lehmann Mit meinen …

Best Of 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir haben uns die Zeit genommen, alle Beiträge nochmal Revue passieren zu lassen & unsere liebsten Worte, Zeilen und Gedanken herauszuschreiben. Entstanden ist eine Sammlung all dessen, was TIERINDIR besonders macht. Gedanken, die wir teilen und so voneinander lernen und uns gegenseitig inspirieren. Worte, die wir am liebsten in die Welt hinausschreien wollen, weil sie so wichtig sind. Im heutigen Blogpost haben wir ein paar unserer ganz persönlichen Lieblingszitate herausgeschrieben. Danke für Euer Vertrauen, für all Eure Gedanken und lieben Worte. Ihr seid das Herz von TIERINDIR & unsere allergrößte Inspiration. Wir sind so gespannt auf 2019 und können es kaum erwarten, in ein neues Jahr zu starten. _ Analogbilder von Nora & Luka. Konzept & Gestaltung von Imina.

Tabuthema? Masturbation

Als ich 11 Jahre alt war, habe ich das erste mal masturbiert. Damals kannte ich wahrscheinlich noch nicht einmal dieses Wort. Ich habe mich einfach “da unten” angefasst und es fühlte sich gut an. Wenn ich rubbelte, dann bekam ich ein gutes Gefühl, was durch meinen ganzen Körper zu fließen schien. Einen Höhepunkt gab es damals allerdings noch nicht. Über Orgasmen fand ich erst später heraus. Zufälle. Es waren Zufälle: Dass ich erfuhr, wie ich es mir selbst besorge, war ein reiner Glücksfall. Schade eigentlich. Denn hätte ich gewusst, dass es so gut wie alle machen, hätte ich mich nicht so komisch beschämt deswegen gefühlt. Hätte mich vielleicht mit anderen Freundinnen, Freunden und meinen Eltern darüber ausgetauscht. Hätte Neues gelernt und es mir noch besser selbst machen können. Hätte früher einen Höhepunkt erlebt. Natürlich wussten alle damals irgendwie, dass es das gibt. Jungs machen das. Männer. Und manche schauen dabei Pornos. Aber Mädchen? Frauen? Darüber wurde nicht geredet, davon wusste man nichts, das war ein absolutes Tabu. Ein Tabu, das in die Irre führt. Denn …

Hinter der glitzernden Weihnachtsfassade

Weihnachten – das Fest der Liebe, der Erleuchtung, der Gemütlichkeit. Und was man sonst noch so kennt.  Obwohl so viele Menschen gern Last Christmas hören, Plätzchen backen und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt schlürfen, gibt es mindestens genauso viele, denen dieses Fest herzlich egal ist: Menschen, die trauern, Menschen, die es aus religiösen Gründen oder aus Prinzip nicht feiern, und denen trotzdem jedes Jahr ab Mitte November mit der Weihnachtskeule ins Gesicht geschlagen wird. Ich habe mich eigentlich jedes Jahr riesig auf Weihnachten gefreut und auf jeden Fall zur Fraktion Lebkuchen-und-Weihnachtsmusik-ab-September gehört. Nur, weil sich dieses Jahr alles für mich geändert hat, beginne ich dieses Fest erstmalig zu hinterfragen und mir auch die andere Seite anzuschauen. „Also meine Familie und ich sind jüdisch. Feiern deswegen kein Weihnachten, sondern Hannukah, aber das auch nicht wirklich, außer dass wir Kerzen anzünden. Die Tage vom 24.-26. Dezember sind immer stinknormal bei uns, was ich manchmal ein bisschen schade finde weil ich auch mal Lust hätte auf so ein riesiges Essen mit der ganzen Familie und Klößen, Bescherung und so …

Ich bin (niemals) gut genug.

Niemals gut genug & was Musik mir bedeutet Meistens kann ich, wenn ich unterwegs bin, in der Bahn sitze oder durch die Stadt laufe, keine Musik hören. Es ist mir zu viel, zu laut, es nervt mich. In Geschäften würde ich am liebsten alle Lautsprecher, aus denen Charts dröhnen so lange anschreien, bis jemand sie ausmacht. Ich liebe Musik unglaublich unfassbar unschlagbar. Aber nach 8 Stunden Musik machen, wahrnehmen und hören – jeden Tag, 7 Mal die Woche – genieße ich jede Minute Ruhe. Für dich ist Musik vielleicht ein Ruhepol, ein Ausgleich, es macht Spaß, sie zu hören und ist einfach schön. In meinem Leben gab es viele Momente, da hätte ich meine Geige am liebsten auf den Boden geschmissen und meine Geigenlehrerin angeschrien, warum ich jetzt zum zehnten Mal diese eine Stelle wiederholen soll; wenn sie immer noch nicht gut genug intoniert war, dann kann ich es anscheinend einfach nicht! Einmal habe ich meinen wertvollen Bogen tatsächlich vor Wut auf mich selbst, da ein paar Takte einfach nie so geklungen haben wie in …

Oktober Lieblinge

Der Oktober war für mich ein Monat voller Reisen, Nachdenken über meine Arbeit und das, was ich erreichen möchte, viele Gefühle, viel Aus-der-Komfortzone-gehen, neue Leute kennenlernen und mich auf ganz neue Situationen einlassen. Ich bin gewachsen, habe aber auch viel geweint und mich an schöne Zeiten erinnert. Diese Dinge haben mich begleitet.                 Die Pastell-Marker von Stabilo begleiten mich seit Anfang Oktober. Die Farben sind etwas ganz anderes als herkömmliche Neon-Marker. Außerdem lassen sich Skizzen und Notizen, die ich mit den Pastell-Markern erstellt habe, gut einscannen, da herkömmliche Scanner ja leider keine Neon-Farben scannen können. Ich war mit ihnen ganz viel kreativ unterwegs diesen Monat, da ich das Gefühl habe, dass neue Stifte immer motivieren, kreativ zu sein und sich neu auszuprobieren.         Die Mama meiner Mitbewohnerin hat eine Lampe aussortiert, die jetzt unseren Flur ziert. Sie gibt mir die ultimativen 70s-Vibes und taucht den Raum in ein warmes Rot.       Meine JBL-Box. Ich liebe sie jeden Monat. Sie besitzt einen Akku, der …