Alle Artikel mit dem Schlagwort: Imina

Feminismus – wer hat was davon?

Ariana Grande singt “God is a woman”, unsere Kanzlerin ist eine Frau, Frauen besetzen IT-Lobare und Finanzbörsen. Immer mehr wird der Vorschein erweckt: Feminismus, das können wir. Statt Kinder, Küche, Kirche, wollen immer mehr Frauen an die Spitze – das heißt, heute wird nach “Karriere und aufsteigen” gerufen. Doch welche Frauen sind es, die wir im Fernseher sehen, die uns zeigen wollen, dass wir einen feministischen Erfolg erleben? An wen denken wir, wenn wir an Frauen denken? Und: Welche Frauen werden sichtbar gemacht, welche verdeckt? Der globalisierte Neoliberalismus erfindet seinen eigenen Feminismus und seine eigenen Feministinnen Mit dem Einschalten des Fernsehers sehen wir Frauen, die vermeintlich ganz oben stehen. Frauen, die im Reichtum leben und das politische Geschehen mitbestimmen. Aber diese Frauen sehen nicht aus wie ich; sie sind mehrheitlich weiß und gehören der aufsteigenden Mittelschicht an. Es sind diese “Alpha Frauen”, die wir sehen dürfen. Frauen, die miteinander konkurrieren und die in erster Linie erwerbstätige Konsumentinnen sein sollen. Christa Wichterich kommentierte 2007 in der taz: “Der globalisierte Neoliberalismus erfindet seinen eigenen Feminismus und seine …

Unsere Lieblinge des Sommers

Die Blätter fallen vom Baum, wir holen die dicken Schals aus den hintersten Ecken unserer Schränke und verstauen dort stattdessen nun die Badesachen. Der Sommer endet und wir zeigen Euch heute, was uns über die Zeit begleitet hat. Imina: Diesen Sommer bin ich nicht verreist. Deshalb war es schön, jeden Tag zumindest mit dem Fahrrad an den See zu fahren und ins Wasser springen zu können. Auch im Freibad bin ich fast jeden Tag geschwommen. Ich habe bemerkt, dass ich das Schwimmen gern ganzjährig in meinen Alltag integrieren möchte, weshalb ich mir jetzt eine Dauerkarte für’s Hallenbad gekauft habe. Luka: Ich war während des Sommers zwar auf keiner großen Reise, bin aber trotzdem viel unterwegs gewesen. Baden im See, lesen im Park, Filme im Open Air Kino und Wein trinken am Ufer. Außerdem konnte ich mit dem Sommerticket der Deutschen Bahn viel und vor allem für wenig Geld ganz entspannt durch Deutschland reisen und habe viele Freunde besucht. Was ich wirklich immer dabei hatte war meine Lunchbox und eine Wasserflasche. Da ich eigentlich überall die …

30 Tage Zeichnen!

Der Sommer ist dahin. Das merke ich vor allem, wenn ich jetzt morgens das Fenster öffne und mir beißend kalte Luft anstatt einer warmen Brise ins Gesicht schlägt. Oder wenn ich mich dann doch gegen die Birkenstocks und für meine Sneakers entscheide, bevor ich aus dem Haus gehe. Mich vom Sommer zu verabschieden ist für mich immer besonders schwer. Ich habe das Gefühl, im Sommer die meisten schönen Dinge zu erleben, an die ich mich auch Jahre später noch mit einem Lächeln erinnere. Aber gleichzeitig ist das Ende des Sommers für viele eine Erleichtung – endlich nicht mehr schwitzen. Endlich wieder aufs Sofa kuscheln, heiße Schokolade trinken und Stunden auf Netflix verbringen, ohne sich schlecht zu fühlen, draußen irgendwas wichtiges zu verpassen. In einer Zeit des Umschwungs finde ich es besonders wichtig, Gedanken festzuhalten und Sommer-Erinnerungen einen Platz zu geben. Deshalb habe ich heute die zweite 30-Tage-Challenge für euch. Ich habe mir 30 Fragen oder Anregungen ausgedacht, auf die ihr mit Bilder, Illustrationen oder Texten antworten könnt. Es geht eigentlich darum, Dinge wahrzunehmen, die um uns herum …

Wegfahren – ins Unbekannte

Das Abi ist in der Tasche. Ich stehe an diesem Bahnhof und warte auf den Zug, der mich an das nächste Ziel bringt. Obwohl ich schon weiß, wohin es geht, habe ich trotzdem das Gefühl, eine falsche Entscheidung zu treffen. Ich stehe am Gleis, Züge fahren an mir vorbei und der Wind zieht mich mit. Ich sehe, was alles sein könnte und was doch nicht ist (und vielleicht niemals sein wird). Alle Züge stehen mir zur Auswahl. Jeder einzelne könnte mich an einen neuen Ort bringen. Direkt mit den Studium anfangen? Nimm’ den ICE nach Oldenburg um dort zu studieren. Einen Freiwilligendienst machen? Fahr’ mit dem RE an den Bodensee runter. Ins Ausland gehen und jobben? Lauf’ aus dem Bahnhof raus und fahr mit dem Shuttle an den Flughafen.  Alles könnte sein und ich muss mich festlegen. Klar kann ich von einem anderem Bahnhof oder Flughafen aus jederzeit wieder zurückkommen oder von dort aus woanders hin. Und ganz tief in mir weiß ich auch, dass das so sein wird. Ich bin kein Mensch der an …

Lieblinge im Juli

Ein heißer, anstrengender, spaßiger Monat neigt sich dem Ende zu, in dem ich sehr viel gearbeitet und sehr viel gelernt habe, mit neuen Situationen umgehen und Dinge akzeptieren musste, die nicht zu ändern sind. Ich glaube, der Juli war definitiv einer meiner liebsten Monate in diesem Jahr! Heute erzähle ich euch ein bisschen von den Dingen, die mich begleitet haben. Im Juli habe ich sehr viel Zeit in der Uni und mit der Konzeption unserer diesjährigen Ausstellung verbracht. Deshalb ist mein erster Favorit auf jeden Fall, dass alles so geklappt hat wie es klappen sollte, alles hängen geblieben ist und ich sehr viel gelernt habe. Die harte Arbeit hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Vielleicht wisst ihr es schon, aber ich habe eine riesige Schwäche für Musik aus den 1980er Jahren. Über den Monat hat mich diese 80s-Playlist begleitet, die ich zusammen mit einer Freundin für unsere Bar erstellt habe. Sie kam bei allen gut an und erinnert mich jetzt an eine wunderschöne Zeit. Ihr könnt sie hier finden & mal reinhören! Da es im …

Gedichtsammlung

Fühlermädchen – von Fabia zögernd hält sie ihrem Leben die Hand entgegensetzt einen Schritt in die Sonnefühlt, wie die Sonnenstrahlen die Angst besiegenein Windhauch streift ihren Körper, den sie beginnt zu liebenihre nackten Füße beginnen zu der leisen Melodie ihrer Seele zu tanzenund mit jeder Drehung schließt sie ihr neues Leben mehr in ihr neugieriges Herz. Autobahnblume – von Jülide  Eine Autobahnblume, das bin ich,Den Wind im Gesicht, dann wieder im Nacken,Kühl, windig.Bis die Sonne mich rettet.Jeder fährt an mir vorbei und sieht mich nicht an,Nur bei Stau, denkt sich,Wie fühlt sich die Pflanze, oder doch Blume?Nicht einmal meinen Namen wissen diese Menschen.Wie würde es mir gehen, hier so einsam und verlassen Tut ihr das gut?Gefällt es ihr vielleicht sogar?Stellte sich der PKW–Fahrer diese Fragen Und manche wären gerne ichund manche bemitleiden meine Einsamkeit.Aber das ist gut so,vielleicht ist es meine  MissionDich, Ihn, Euch zum Denken  anzustacheln. Loslassen – von Fabia Sommertraumgespinste mit dir in meinem Kopf werden von den Sonnenstrahlen des nächsten Morgenwachgeküsstund während ich das Alleinseinübekitzelt die Sonnemein Gesicht  Blüten in Meereswellen – von Charlotte Die Berührung. Die Berührung seiner Hand …

Das, was ich nicht sagen kann /8

In den letzten Wochen war ziemlich viel los – in mir und um mich. Vieles davon ist in meinem Notizbuch gelandet, vieles davon ist sehr persönlich, aber ein paar Gedanken und Skizzen wollte ich trotzdem mit euch teilen.Teil 1, Teil 2, Teil 3,Teil 4, Teil 5, Teil 6 + Teil 7 _ Bilder, Texte und Illustrationen von Imina.

Durchschnittlich sein

Wenn ich morgens aufstehe, bin ich meist ausgeschlafen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich, wie der*die Durchschnittsbürger*in ➚, 8,29 Stunden Schlaf bekomme. Ich putze mir dann durchschnittlich lang die Zähne (3-4 Minuten), frühstücke eine durchschnittliche Portion Haferflocken mit Obst. In der Uni bin ich eine durchschnittliche Studentin mit durchschnittlichen Leistungen. Ich denke, ich bin wahrscheinlich ‘ne ganz Nette mit der man mal ein Pläuschchen hält, aber keine sonderlich Beliebte – Durchschnitt eben. Wenn ich von der Uni komme, kaufe ich eine durchschnittliche Menge Obst & Gemüse, koche irgendwas zu Abend, was durchschnittlich gut schmeckt und gehe zu einer durchschnittlichen Zeit ins Bett. Ist das schlecht?Und was sagt das über mich? Der Duden erklärt das Wort „Durchschnitt“ als „aus mehreren vergleichbaren Größen errechneter Mittelwert in Bezug auf Quantität oder Qualität“, als Mittelmaß oder Querschnitt ➚. Und während ich das lese, habe ich schon das Gefühl, dass mein Mopf diese Begriffe irgendwie negativ konnotiert. Mittelmaß: Nichts besonderes, aber auch nichts schlechtes. Irgendwie ganz okay, aber irgendwie auch nicht befriedigend. In der Menge mitschwimmen, aber nicht herausstechen. In …