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Wir haben verlernt, uns zu langweilen

Ich bemerke es meistens erst, wenn es sowieso schon zu spät ist und ich mich selbst dabei ertappen muss, dass ich die ersten 10 Minuten meines Tages auf den Bildschirm meines Smartphones gestarrt habe. Welche Bilder alle an mir vorbeigeflogen sind und wem ich Likes gegeben habe, habe ich mir nicht gemerkt. Es ist mir eigentlich auch total egal. Morgens ist es das Erste, was ich tue. Und abends, kurz bevor mir die Augen zufallen, ist es das Letzte.  Seit einigen Wochen beobachte ich mich nun selbst und ich finde es unfassbar erschreckend, wie viel Zeit ich an meinem Handy verbringe. Am meisten jedoch auf Instagram. Meine Benachrichtigungen für diese App habe ich schon seit längerer Zeit ausgestellt. Außerdem folge ich nur noch Menschen, die mir wirklich gut tun und mich positiv beeinflussen. Meine ich zumindest. Trotzdem fällt es mir schwer, direkt nach dem Aufwachen das vermeintlich glückliche Leben unzähliger Menschen ins Gesicht gedrückt zu bekommen. Natürlich beeinflusst es mich, wenn ich sehe, wie voll der Terminkalender von Daria Daria heute ist, bevor ich überhaupt …