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Du, ich und vielleicht ein bisschen Fernweh

Mit offenen Augen lieg ich ganz still auf diesem Stück Gänseblümchenwiese. Alles um mich rum sieht aus, wie eine Tapete. Hier ist viel noch so fremd, aber über mir erstreckt sich dieser unwahrscheinlich große Himmel und ich denke heimlich, wie schön sich Wolken stapeln. Ich bin unterwegs, auf Reisen, weg von zuhaus und kann dir plötzlich gar nicht mehr sagen, welcher Tag heute ist. Ich kann dir nicht sagen, wieviel Uhr es ist, weil Zeit auf einmal so unwichtig wird. Es gibt keine Pläne, keine Zukunft, nicht mal ein Morgen. Tage verfliegen auf einmal, wenn Zeit egal ist und vielleicht wird mir klar, was Leben heißt. Mein Kopf hört auf, alles gedanklich zu zerteilen, viel verliert seine Bedeutung und das was bleibt, wirkt dann so wesentlich. Ich kann dir gar nicht sagen, wer ich eigentlich bin, weil ich so viel sehe, lerne, versuche, dass ich mich am liebsten neu erfinden würde. Und ich kann dir auch nicht sagen, warum ich dafür weit, weit weg musste. Ach und weißt du was ich da denke, auf diesem …