Alle Artikel mit dem Schlagwort: Eine Ode an

Eine Ode ans Single sein

Ich bin Single. Ich bin gern Single. Und nein, mir fehlt auch nichts in meinem Leben. Egal, ob im Familienkreis, unter Freunden oder auf Parties. In Filmen ist das Happy-End nur komplett, wenn beide am Ende zusammenfinden oder zumindest zusammen verrecken. Wenn ich Songs aufzählen sollte, die von Liebe handeln, fallen mir sofort mindestens 10 ein, bei anderen Themen müsste ich echt überlegen. Ich bin dauernd mit dem Single sein konfrontiert: „Wie sieht’s denn eigentlich bei dir aus, hast du da wen?“ oder „Ach weißt du, ich wünsche dir mal einen richtig netten Freund!“Dabei ist diese ganze Sache für mich gar kein so großes Thema und ich verstehe nicht, warum sich bei vielen Leuten scheinbar alles immer um Beziehungen dreht. Der Freundeskreis ist gespalten in Paare und Singles. Manchmal verschwören sich die Singles gegen die Paare, weil die nerven. Manchmal schließen die Paare die Singles aus, weil sie auf „Doppel-Dates“ gehen. Manche Paare können nichts ohne einander machen, andere haben völlig verschiedene Freundeskreise. Ich kenne einige Menschen, die scheinbar gar nicht Single sein können weil …

Eine Ode an Tumblr

Neulich dachte Nora darüber nach, was sie eigentlich zu dem Menschen gemacht hat, der sie jetzt ist. Und sie kam auf eine gewisse Website … DER Ort Die prägendste Zeit für meine Entwicklung waren neben meiner frühen Kindheit sicher meine Teenager-Jahre, zwischen 12 und 17, als sich alles, aber auch wirklich alles, noch geformt hat. Umgeformt, neu geformt, anders geformt. Mit allem, was ich konsumiert habe. Gesehen, gelesen, gehört. Irgendwann – es muss gewesen sein, als ich um die 12 Jahre alt war, damals noch im Ballettinternat – habe ich mir einen Tumblr-Account erstellt. Es war DER Ort, wenn man großer Fan von Künstler*innen war (Demi Lovato, Miley Cyrus, Selena Gomez, Taylor Swift,…) und abertausende Bilder und Edits, also bearbeitete Bilder, von ihnen sehen und bewundern wollte. Stundenlang war ich auf Tumblr. Das heißt, solang ich im Internat Internet hatte (zwei Stunden am Tag). Ich definierte mich über diese Künstlerinnen, die meine Vorbilder waren. Ich dachte den ganzen Tag über sie nach und schrieb abends über sie mit fremden Menschen vom anderen Ende der Welt. …

Eine Ode an die Heimat

Das mit meiner Heimat, das war mir nie so klar. Also schon: In meinem Dorf bin ich groß geworden, hab auf den Straßen gespielt, Banden gegründet, auf den Feldern gezeltet und dabei den Sternenhimmel bewundert. Hab im Sommer in dem kleinen Bach gebadet, bin in meiner Jugend etwas angetrunken durch die Straßen getorkelt, habe mit meiner Oma Pudding gekocht und mit meinem Opa Mühle gespielt. Doch das alles war für mich schon immer selbstverständlich. Jeden Tag Freunde treffen, Geschwister sehen, mich mit meiner Familie umgeben. Das schien zwar alles perfekt, doch nach dem Abi wollte ich einfach nur raus – in die Ferne, weite Welt, neue Leute kennen lernen, meinen Horizont erweitern – das Übliche eben. Was mich schließlich davon abhielt war die Angst, dass sich in meinem Dorf, in dem ich halt schon 18 Jahre gelebt hatte, irgendwas verändern könnte und es dann nicht mehr so war wie vorher. So vertraut, geliebt, gewohnt. Und doch so unterschätzt.  Als ich dann aber ein Jahr später gezwungenermaßen wegziehen musste – zwar nur in die nächste Universitätsstadt, …

Eine Ode ans Kindsein

Das geht raus an alle Kinder, die so schnell wie möglich Teenager und an alle Teenager, die so schnell wie möglich Erwachsene werden wollen.Führt euch den Zauber der Kindheit vor Augen.  Er verlässt euch schneller, als euch später lieb ist – und ist dann unwiderruflich. Streift ihn nicht schon mit aller Kraft freiwillig früher ab.Ich weiß nicht, ob das Leben ohne ihn je wieder so leicht wird. Weißt du noch, als sich die Welt vom Nachbarhaus bis zum Bäcker erstreckte und ein geheimnisvolles Abenteuer war, in das wir uns jeden Tag mit Freude hineinstürzten – furchtlos? Weißt du noch, als die Angst in Realitäten verankert war und nicht Eventualitäten? Weißt du noch, als wir die Gabe hatten, jeden Tag das zu erleben, was uns in den Sinn kam – zwei Mal an einem Tag in den Urlaub fahren, zaubern können und fliegen lernen, Bibliothekarin werden und als das keine Freude mehr gemacht hat Tierärztin. Weißt du noch, als wir nie daran gezweifelt haben alles schaffen zu können, alles sein zu können, uns jeden Tag neu …

Eine Ode an Klokabinen

… und damit meine ich nicht die Toilette, dieses stuhlähnliche Etwas an sich. Nein, ich meine diese kleine oder auch mal größere Kabine, diesen einen Raum, in dem man mal kurz für sich sein kann. Oder auch länger. Ich hatte in meinem Leben beides: das kurze Luftholen während zwei Türen weiter gerade 2x-4y gerechnet wurde. Und das Pausenbrotkrümel auf dem Boden verteilen, während man draußen das gemeinschaftliche Lachen der anderen, der, denen man entfliehen möchte, hört. Immer war mir das Klo ein Ort zum Luft holen. Das stille Örtchen war genau dieses für mich: Ein Platz für meine Gedanken, ohne den ganzen Trubel und die Lautstärke der anderen Menschen. In der Klokabine konnte ich irgendwie … ich sein. Mal durchatmen. Mich wieder richten. Innerlich und äußerlich. Und loslassen. Weinen, schluchzen, schlafen auch. Die Fassade konnte bröckeln. Kann. An meiner Liebe für diesen Ort hat sich nichts geändert. Über die Jahre ist sie sogar gewachsen und hat noch eine ganz andere Wichtigkeit angenommen: Klokabinen sind auch ein Ort für Austausch – je nachdem, wo du bist. …

Eine Ode an den Sommer

Eine kleine Liebeserklärung an die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres. Ich habe euch auch ein kleines Sommer Mixtape auf Spotify zusammengestellt, mit dem es sich super in der Sonne liegen, zum See radeln oder den Sonnenuntergang anschauen lässt! Den Link findet ihr in der Sidebar. Genießt die Zeit!   _ Bilder, Illustrationen & Bearbeitung von Imina. Mehr “Eine Ode an…” Beiträge Du möchtest selbst eine Ode an etwas oder jemanden aussprechen? Dann schick sie an uns!

Eine Ode an Festivals

Wenn man an Festivals denkt, kommen mir sofort Dixiklos und Dosenravioli in den Sinn. Und Dauerregen, absoluter Kontrollverlust und unbequeme Betten. Wer sich freiwillig so etwas antut, ist doch komplett verrückt, könnte man meinen Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die Festivals mit Sommer, Sonne und sehr viel Freude verbinden. Wochenenden, die man mit den besten Freunden verbringt. Tanzen, singen, lachen und unendlich viel Glitzer. Und Polaroidbilder. Das sind dann die Personen, die auch unbedingt mal auf das Coachella wollen und für jeden Tag auf dem Festival gleich drei Outfits einplanen, damit sie auch genug Bilder auf Instagram posten können. Die gute Mischung macht’s. Was man einfach mal ganz klar sagen muss: Auf Festivals herrscht immer Weltuntergangsatmosphäre. Spätestens ab dem zweiten Tag läuft alles aus dem Ruder. Das ist gerade das Schöne. Denn alle sitzen im selben Boot und wollen zusammen Spaß haben. Es ist irgendwie schön, fast besser als jeder Urlaub, sich einfach gehen zu lassen und einfach mal alle Regeln, die man an sich persönlich stellt, zu brechen. Es ist okay, zwei …