Alle Artikel mit dem Schlagwort: du

Zwischen Selbstliebe und Angst

Ich bin ein unbesiegbares Ein-Frau-Team.Nein danke, ich brauche deine Hilfe nicht. Ich schaffe das schon. Allein. Seit ich denken kann, treibe ich mich selbst an, immer weiter. Groß träumen, bloß raus aus der Komfortzone, Ziele verfolgen und erreichen. Ich will mehr, nehme mir mehr, und die Belohnung ist nicht etwa die Anerkennung anderer, sondern mein eigener Stolz. Ich bin süchtig danach.Meine Erinnerungen geben mir Sicherheit; sie sind die Säulen meines Selbstwertgefühls. Meine Liebe mir selbst gegenüber war noch nie bedingungslos. Sie war immer abhängig davon, welche Kämpfe ich gekämpft und Herausforderungen ich gemeistert habe. Sie war immer gleichermaßen abhängig von den Geschichten, die ich zu erzählen habe, und den Träumen, die ich noch verwirklichen will. Ich bin ein unbesiegbares Ein-Frau-Team. Und dann bist da plötzlich du.Erst bin ich wie immer stolz. Stolz, jemanden wie dich in meinem Leben zu haben, aber noch viel stolzer, dass jemand wie du mich zurück mag.Doch plötzlich merke ich, wie du einen größeren Teil in meinem Herzen einnimmst, als der Stolz es jemals in meiner Brust getan hat.Ich merke, dass …

Du und ich in Wir

Wieso vermisse ich dieses wir wenn du und ich nie wir waren Ich und du waren wir Ich und du waren du und ich Wir selbst Auf einmal wir selbst Aber es gab nie ein wir Du und ich Zusammen wir Aber nie das wir was ich mir gewünscht habe Ich wollte für alle wir sein Nicht nur für uns zwei wir Sondern für alle Wir für uns war nicht genug Auch wenn es nicht ausgesprochen warFür uns waren wir wir Nur für alle anderen waren du und ich du und ich Alle sagten du und ich sollen wir werden Doch da war diese AngstDiese Angst heißt wir Du und ich hatten Angst du und ich in wir zu verlieren Dass du und ich uns ein anderes wir klauen Weil du und ich uns nicht sicher waren Weil du und ich als wir nicht genug waren Jetzt träume ich von dir Und von dem wir was du und ich hätten sein können Was wir hätten sein können Wenn da nicht dieses wir über uns gewesen …

Nach Dir suchen

Manchmal denke ich, ich finde Dich nie, als wärst Du bloß ein Traumbild, das ich erschaffen habe, um mein Leben lang nach Dir zu suchen. Überall schaue ich nach Dir, in der ganzen Stadt suche ich nur nach Dir. In jedem unbekannten Gesicht meine ich Dich zu erkennen, in jedem Lächeln fühle ich deine Nähe. Ich sitze in der Bahn. Häuser und Menschen, Geschichten und Schicksale ziehen an mir vorbei. Das Mädchen neben mir hört so laut Musik, dass ich mitsingen könnte, wenn ich wollte und der Mann mir schräg gegenüber wirft ihr einen genervten Blick zu, bevor er wieder in sein Buch schaut. Ich flüchte mich in meine Gedanken, denke an Dich. Wo bist Du nur? Wo soll ich Dich finden? Suche ich Dich vielleicht am komplett falschen Ort? Als ich nach draußen schaue und in der Fensterscheibe meine Reflexion sehe, glaube ich Dich zu erkennen. Doch dann bin ich mir nicht mehr sicher, vielleicht habe ich mich getäuscht. Die Bahn hält, ich muss aussteigen und stehe inmitten von Lärm und Leben. Diese Suche erscheint …

Schön hier, oder?

Mir tropft der Regen auf die Haut und ich bleib’ sitzen, weil’s so schön ist, hier mit dir und weil du alles bist, was ich brauch’. Du bist das, das Beste, das Schönste, das Wertvollste. Das, in meinem Leben. Still schweigend  neben dir, lachend und weinend, nur mit dir, immer wieder und für immer. Du. Ich will dich nicht suchen, ich will dich einfach finden, ich will mich nicht alleine fühlen, weil ich ohne dich nicht ich bin. Bald sind wir alt, also lass’ uns jetzt, nur für diese zeit, einfach so bleiben wie wir sind, damit wir später wissen, dass wir waren, wie wir immer wollten. Es gibt keinen Ort an den du gehst, ohne dass ich bei dir bin. – Mira liebt Sonnenuntergänge, Tee, das Meer, tolle Konzerte und Sommerabende. Sie macht gerne Fotos von allem und jedem und schreibt ihre Gedanken in kleinen Gedichten und Texten nieder.

Hannah – Wer wir sind

Die Tatsache, dass Hannah krank ist, kenne ich länger als Hannah selbst. Doch über den Verlauf dieses Leids und überhaupt irgendwelche Details, wusste ich nichts – bis heute. Erinnerungen, wann irgendetwas anfing, sind schwierig. Es fing um 2013 an – ich wollte perfekt sein. Wenn ich andere Menschen gesehen habe, die glücklich wirkten und auch in ihrer Familie glücklich waren, dann dachte ich: dieses Glück muss man irgendwie erreichen können. Und ich habe begonnen, mich in vieles rein zu zwängen und alles zu machen, was man von mir verlangt hat – ob ich wollte oder nicht. Meine Vorsätze für das Jahr 2014 waren dann Dinge wie „Keine dummen Fragen stellen“, „Nur sprechen, wenn man dazu aufgefordert wird“ und „Nein ist keine Antwort“. Ich wollte einfach zufriedener werden; ich wollte abends ins Bett gehen und mir sagen können: „Heute war es gut.“ Doch „gut“ hat mir schnell nicht mehr gereicht. Ich habe eine Stoffwechselstörung, wegen der ich sehr auf meine Ernährung achten muss. Lief da einmal was falsch, war das für mich gleich wieder eine Verunsicherung. …

Ich mag, dass ich ich bin

Wer ist Ich? Was macht Ich aus? Wie ist Ich so? Wer mag Ich und wer mag Ich nicht? Ist es überhaupt wichtig, wer Ich mag? Wie soll Ich damit umgehen, wenn nicht alle Ich mögen? Aber muss Ich sich nicht nur selber mögen, sich selbst gefallen? Warum muss Ich überhaupt irgendwas? Was ist Ich? Manchmal ist Ich alles. Die Menschen, die Ich begleiten, die Dinge, die Ich liebt, die Bilder, die Ich tagtäglich sieht, die Gerüche, die Ich riecht, die Melodien, die Ich hört. Die Luft, die Menschen, der Mond, der Schmutz, das Wasser, die Krümel, die Sprache, das Licht. Ich macht alles aus. Manchmal aber auch nichts. Weil Ich nichts braucht, weil Ich so ist, wie keiner war, also macht Ich sich selbst aus. Und keine Antwort kann Ich ersetzen. Kein Traum, kein Talent, kein Thema verdient es, für Ich zu stehen. Ich kann niemals nur ein Traum, ein Gesicht, eine Aura, ein Geständnis sein. Und trotzdem kann ich sagen: Ich mag, dass ich ich bin.   – Artwork von Imina und Text …

Trau dich, du zu sein

Jeder macht sich in irgendeiner Phase des Lebens Gedanken darüber, wie attraktiv und interessant man eigentlich auf andere wirkt. Und mit diesen Gedanken geht meistens die Frage einher, wie man dies steigern kann. Auf den ersten und zweiten Blick könnte man meinen, man erreiche eine Steigerung der eigenen Attraktivität nur, in dem man schöne Klamotten trägt oder ins Fitness Studio geht. Dieser Eindruck wird tagtäglich in fast jeder Werbung und überall in den Medien erzeugt und genährt.      Doch eigentlich dreht sich bei dieser Sache alles um einen selber und um die eigenen Gedanken. Wenn man in ein Fitness Studio gehen möchte, um sich dann im eigenen Körper wohler zu fühlen, ist das sehr schön. Aber was dich in diesem Fall attraktiver macht, ist zu 99% darauf zurückzuführen, dass Du dich damit wohler fühlst. Denn genau das strahlst Du dann auch aus und das kommt an. Nicht irgendein angeblich perfekter Körper oder definierte Muskeln. Auch auf die Werbung und die Medienwelt heutzutage ist zurückzuführen, dass viele Menschen so aussehen wie andere Menschen. Das ist sehr schade, …