Alle Artikel mit dem Schlagwort: Du & Ich

Nur du #heiterbiswolkig

Nur du. Wieso brauchst du Bestätigung? Und wieso glaubst du, sie von anderen bekommen zu müssen? Wofür willst du dich bestätigt fühlen? Vielleicht dafür, dass du eine tolle Freund*in bist, oder dafür, dass du großartig kochen kannst?Dass du dich immer ein bisschen mehr anstrengst, als von dir erwartet wird, oder dass du viel über Musik weißt und dein Wissen gern teilst? Ich finde es faszinierend, dass die meisten von uns danach streben, Bestätigung von anderen zu erfahren, wo doch viel naheliegender ist, diese in uns selbst zu finden. Du selbst bist der einzige Mensch, der dich in und auswendig kennt.Der von allen versteckten Leidenschaften, nervösen Angewohnheiten, nie abgeschickten Liebesbriefen und heimlichen Gedanken weiß. Du bist der einzige Mensch, der dich in all deinen Facetten kennt und somit auch der einzige, der dich vollkommen, so wie du bist, annehmen kann. Wieso also erwartest du Bestätigung anderer, um dich gut oder ganz zu fühlen? Natürlich ist es schön, von anderen angenommen und dafür gemocht zu werden, wie man ist und was man kann. Aber das, was du …

Weihnachten mit Freunden

Weihnachtszeit ist Familienzeit. Das Fest der Liebe. Wieso fangen wir dann nicht an, Weihnachten auch mit unseren Freunden und Liebsten zu feiern? Lasst uns doch all unsere lieben, nahestehenden Menschen, ganz egal ob jung oder alt, bei uns versammeln und ein paar schöne gemeinsame Stunden verbringen! Wie Ihr diese Zeit am besten gestalten könnt, erzählen wir Euch jetzt! Spiele spielen Es ist eine wunderbare Idee, sich ein Kartenspiel mit interessanten, vielleicht auch etwas tiefgründigeren Fragen über das Leben zuzulegen, zum Beispiel das Spiel von WERENOTREALLYSTRANGERS. Du kannst dir auch einfach selbst ein paar Fragen heraussuchen und sie auf kleine Zettelchen schreiben. Vielleicht erzählt ihr euch von Dingen, die ihr noch nicht voneinander wusstest oder es entstehen interessante Gespräche. Übrigens ist das auch ein guter Tipp für Menschen, die sich untereinander noch nicht so gut kennen. Falls jemand von euch ein Tarot-Kartenset hat, könnt ihr auch damit Karten für das neue Jahr legen. Im Second-Hand-Laden findet ihr auch viele gebrauchte Brettspiele zum Ausprobieren! Übernachtungsparty! Wann habt ihr das letzte Mal einen richtigen Sleepover gemacht? So mit …

Frühstück ohne Oma

Dieser Gastgedanken-Text ist als Antwort auf das Interview “Frühstück mit Oma” entstanden. Der Tee in der Tasse vor mir dampft. Die Tasse hat ein Rosenmuster, wie so vieles im Besitz meiner Oma. Es ist nur eine Tasse Tee, nicht zwei, denn ich bin alleine in meiner WG.  Auf TIERINDIR ist vor Kurzem ein Text von Imina erschienen, ein Interview mit ihrer Großmutter. Beim Lesen bedauerte ich sehr, diese Möglichkeit eines guten und differenzierten Gesprächs mit meiner Oma nicht zu haben. Die hatte ich leider auch schon nur bedingt, als meine Oma noch lebte.  Der Text machte mich traurig: So oft denke ich an meine Oma und wünsche mir, ihr etwas erzählen oder mich mit ihr austauschen zu können. Das sind meistens kleine Dinge: Ich male Blumen an die Wand in meinem Zimmer und würde sie ihr gern zeigen; ich sehe ein Café, das ich gern mit ihr besuchen würde; ich lese ein Buch das ihr gefallen könnte … Manchmal sind es auch Momente, in denen ich erwarte, sie müsse gleich um die Ecke biegen und einen …

Ich bin mir selbst genug

Vor kurzem habe ich mit einer Freundin über das „Wir selbst sein“ gesprochen – und inwiefern wir in letzter Zeit gelernt haben, wir selbst zu sein – ohne sich abhängig von einer anderen Person, ob freundschaftlich oder darüber hinaus, zu fühlen. Und wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann ist es genau das. Ich kann gar nicht aufzählen, wie oft ich die Sätze „Meine beste Freundin kennt mich besser als ich selbst“ oder „Jede Blondine braucht eine Brünette“ gehört habe. Ich weiß nur, dass sie mir dauernd eingebläut wurden – und immer, wenn ich aus der Schule kam und allein zuhause saß, bin ich fast verrückt geworden, weil ich nicht allein sein wollte. Gerade in der Mittelstufe war das besonders schlimm: Meine Freundinnen und ich konnten kaum eine Minute ohne einander verbringen, haben zusammen gekichert, uns Zettelchen geschrieben, im Unterricht nicht aufgepasst sondern getuschelt. Es gab nichts wichtigeres als unsere Freundschaft. Und immer, wenn zwei Freundinnen etwas ohne mich, unternommen haben, bin ich fast ausgerastet vor Eifersucht. Aber warum eigentlich? Aus Angst, etwas …

Richtige, echte Freunde

Seit Wochen sehe ich diesen Tag in meinem Kalender: 1. Oktober. Ein rotes Kreuz habe ich gemalt mit einem dicken Filzstift, den, den ich schon seit der Grundschule besitze, der, der eigentlich nicht mehr richtig schreibt, den ich trotzdem nie weggeschmissen habe. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, denke ich, jetzt, wo ich ausziehe, wo ich alles hinter mir lassen kann. Raus aus der Kleinstadt, rein ins – ja – wohin eigentlich. Ich ziehe um, zum Studieren. Eigentlich nicht so furchtbar weit weg, rede ich mir ein, in den Momenten, wo mir alles zu viel wird. Ich weiß ja, dass das jedes Jahr tausende von jungen Menschen machen, doch dieses Datum, das mir jeden Tag aus dem Kalender über meinem Bett entgegen springt, ist irgendwie angsteinflößend. Die größte Angst macht mir bei der ganzen Sache ja gar nicht das Studieren, nicht mal die Wohnungssuche, obwohl ich immer noch keine WG im Wirr-war des völlig überlasteten Wohnungsmarktes zu Semesterbeginn gefunden habe. Was mir die größten Sorgen bereitet, ist, ob ich Freunde finden werde. So richtige, echte …