Alle Artikel mit dem Schlagwort: Beziehung

Liebe auf Distanz #Zeitgeist*in

Dreihundertachtundvierzig. Kilometer trennten uns für knapp eineinhalb Jahre. Und damit hatten wir es noch relativ leicht. Es gibt Fernbeziehungen, die weit über die Grenzen Europas hinaus reichen und auch viel länger bestehen müssen. Doch eines haben sie anfangs alle gemeinsam: Unsicherheit und ganz viele entstehende Fragen. Kann das denn überhaupt funktionieren, wenn wir uns nur ein einziges Mal im Monat sehen? Und dann ist unsere Zeit doch auch noch begrenzt, wie soll das gehen? Der Versuch. So lag ich nachts im grellen Licht des Handydisplays im Bett und recherchierte über eine Beziehungsform, die ich zuvor nur aus verzweifelten Posts auf Twitter kannte. Mit einem etwas mulmigen Gefühl tippte ich das Wort „Fernbeziehung“ in die Suchleiste. Ich weiß noch, dass all die Ergebnisse, die mir gar lieblos entgegengeschleudert wurden, mich nur noch mehr zweifeln ließen. Hätte ich auf die vielen Aussagen der Autoren und Blogger vertraut, so wäre ich auch heute noch der Meinung, dass Fernbeziehungen ohnehin zum Scheitern verurteilt sind, dass beide Parteien immer nur leiden und auch wenn man es schafft, die Beziehung spätestens …

Du und ich in Wir

Wieso vermisse ich dieses wir wenn du und ich nie wir waren Ich und du waren wir Ich und du waren du und ich Wir selbst Auf einmal wir selbst Aber es gab nie ein wir Du und ich Zusammen wir Aber nie das wir was ich mir gewünscht habe Ich wollte für alle wir sein Nicht nur für uns zwei wir Sondern für alle Wir für uns war nicht genug Auch wenn es nicht ausgesprochen warFür uns waren wir wir Nur für alle anderen waren du und ich du und ich Alle sagten du und ich sollen wir werden Doch da war diese AngstDiese Angst heißt wir Du und ich hatten Angst du und ich in wir zu verlieren Dass du und ich uns ein anderes wir klauen Weil du und ich uns nicht sicher waren Weil du und ich als wir nicht genug waren Jetzt träume ich von dir Und von dem wir was du und ich hätten sein können Was wir hätten sein können Wenn da nicht dieses wir über uns gewesen …

Ein bisschen weniger Ich

Ich frage mich: Wäre ich so schön wie sie – wärst du auch ohne Worte verschwunden,hättest mich am Tiefpunkt meiner Gedanken gefunden und dann irgendwann einfach fallengelassen?Hättest du dich dann vielleicht überwunden, mir zu sagen, was du fühlst? Sag mir, wäre ich hübscher, nochmal 20kg leichter, 5cm größer und meine Haare 30cm länger, sag mir, wärst du geblieben?Hättest du vielleicht genau dann angefangen, mich zu lieben, hättest mir vielleicht einmal mehr geschrieben und mich beschützt vor diesen dreisten Dieben? Diebe, die mir mein eigentliches Ich entreißen,die meine Gedanken immer und immer wieder durcheinander schmeißen, wodurch meine wahre Identität droht zu entgleisen.Die und auch Du, ihr versucht mir etwas zu nehmen, was ich, wenn ich ehrlich bin, niemals besessen habe.Versteckt hinter einer hohen Fassade steht ein Mädchen, dass nach außen so unglaublich stark und nach innen so verletzt ist. Sag mir, wäre ich anders oder normal, wärst du dann noch hier?Wäre ich ein bisschen weniger Ich und ein bisschen mehr wie ihr, würde ein bisschen weniger laut lachen und wäre etwas weniger frech zu Dir?Wärst du …

Nicht länger ein Verzicht

Grade, möchte ich mal alleine sein Mal mit mir sein Bei mir sein Und da mal verweilen, In dem Zustand, mein Herz mit niemandem zu teilen Denn manchmal, Fühlt es sich an als Würde ich sinkenUnd dabei ganz langsam ertrinken, Weil ich da bin und du nicht Und das Vertrauen in mir dann manchmal bricht Ich hab gedacht, Vielleicht änderst du mal deine Sicht Und in meinem Leben gibt es dann mehr Licht, eines Tages wach ich auf und bin dir wichtig, denn das sind Töchter ihren Vätern doch, richtig ? Aber unsere Geschichte sieht anders aus Und deinetwegen versteck ich mich in diesem Haus, In dem niemand an mich rankommen kann Irgendwo da, wo ich auch nicht versagen kann Wärst du da gewesen, Wär’ ich anders drauf Vielleicht ruhiger und bedacht, Aber du hast über mich noch so viel Macht Und ich bin rasend und so Wütend Wütend auf mich selberUnd auf so vieles um mich rum Wütend auf die WeltSo sehr, dass ich ihn ihr verstumm Ich hab gedacht, Ich hätte dich hinter …

Schön hier, oder?

Mir tropft der Regen auf die Haut und ich bleib’ sitzen, weil’s so schön ist, hier mit dir und weil du alles bist, was ich brauch’. Du bist das, das Beste, das Schönste, das Wertvollste. Das, in meinem Leben. Still schweigend  neben dir, lachend und weinend, nur mit dir, immer wieder und für immer. Du. Ich will dich nicht suchen, ich will dich einfach finden, ich will mich nicht alleine fühlen, weil ich ohne dich nicht ich bin. Bald sind wir alt, also lass’ uns jetzt, nur für diese zeit, einfach so bleiben wie wir sind, damit wir später wissen, dass wir waren, wie wir immer wollten. Es gibt keinen Ort an den du gehst, ohne dass ich bei dir bin. – Mira liebt Sonnenuntergänge, Tee, das Meer, tolle Konzerte und Sommerabende. Sie macht gerne Fotos von allem und jedem und schreibt ihre Gedanken in kleinen Gedichten und Texten nieder.

Was du liebst, lass frei

„Was du liebst, lass frei, kommt es zurück zu dir, ist es für immer dein“ – denke ich, während deine Hand mir entgleitet und ich die Deine noch fester drücke, sie packe, sie ganz eng umklammere. Du sagst, du magst mich, so wie ich bin – wäre ich nur ein bisschen anders. Du sagst, du magst meine Art – wäre ich nur nicht ganz so verklemmt. Du sagst, du magst meinen Körper – wären da nur ein paar mehr Muskeln an meinem Bauch. Du sagst, du magst meine Klamotten – wären sie nur ein bisschen lässiger. Du magst mich, aber du stellst mich in Frage. Alles an mir, und ich kann dir keine Antwort geben. Denn ich bin, wie ich bin und bevor ich dich kannte, fand ich das auch alles ganz okay so. Doch du  stellst mich in Frage und ich kenne die Antwort nicht. Habe deine Frage verpasst und das Einzige, was mir bleibt, ist meine Frage, warum ich deine Hand noch fester packe, während du viel lieber gehen und eine andere Hand …

Rückfall

Zwei Wochen lang läuft es problemlos, täglich besser. Natürlich denke ich an Dich. Aber es ist leicht und schön. Ich kann ohne Dich leben. Wir werden uns schon wieder sehen. Vielleicht gratuliere ich Dir zum Geburtstag (von wegen vielleicht – die Nachricht an Dich habe ich schon längt entworfen). Aber so lange, lebe ich mein schönes Leben. Genieße Berlin, treffe Freunde, höre Musik, lese Bücher, bin draußen, mache einen Tango-Kurs, flirte und verliebe mich. Dabei kann ich dich ja im Stillen weiter lieben, aber eben glücklich sein ohne Dich. Dann schleicht es sich wieder an. Es beginnt damit, dass ich von Dir träume. Wie treffen uns zufällig wieder, Du bist distanziert. Ich wachse also morgens auf mit dem dumpfen Schmerz dieses Traums von Dir. Nun bist du wieder ganz in meinem Kopf, in meinem Körper. Kontrollverlust. Und es schmerzt. Ich bin total unter Druck, komme da nicht raus. Schaue zwanghaft auf deine Nummer in meinem Handy, male mir alle möglichen Gespräche aus. Ich vermisse Dich so sehr. Ich will Dir schreiben, dich sprechen, dich sehen, …