Alle Artikel in: Liebe & Triebe

Endlich ankommen

Und nun, sitzen wir hier und genießen, genießen uns und die Welt scheint so entfernt, so weit entfernt. Sitzen hier, als gäbe es kein morgen mehr, kein morgen, das uns wieder in die Welt zurückholt. Sitzen hier, so sorgenfrei, so gelassen, so erleichtert. Und dann brechen wir wieder auf, doch es bleibt, dieses neue Gefühl der Zufriedenheit, welches wir mehr brauchten denn je. Und nun sind wir glücklich, glücklicher denn je und haben das Gefühl, endlich angekommen zu sein. – Die schönen Worte sind von Bianka. Sie ist 18 und geht noch zur Schule, verbringt ihre Freizeit sehr gern mit Freunden, aber auch mal allein mit einem guten Buch.

Schön hier, oder?

Mir tropft der Regen auf die Haut und ich bleib’ sitzen, weil’s so schön ist, hier mit dir und weil du alles bist, was ich brauch’. Du bist das, das Beste, das Schönste, das Wertvollste. Das, in meinem Leben. Still schweigend  neben dir, lachend und weinend, nur mit dir, immer wieder und für immer. Du. Ich will dich nicht suchen, ich will dich einfach finden, ich will mich nicht alleine fühlen, weil ich ohne dich nicht ich bin. Bald sind wir alt, also lass’ uns jetzt, nur für diese zeit, einfach so bleiben wie wir sind, damit wir später wissen, dass wir waren, wie wir immer wollten. Es gibt keinen Ort an den du gehst, ohne dass ich bei dir bin. – Mira liebt Sonnenuntergänge, Tee, das Meer, tolle Konzerte und Sommerabende. Sie macht gerne Fotos von allem und jedem und schreibt ihre Gedanken in kleinen Gedichten und Texten nieder.

Wenn dein Crush nicht zurückschreibt

Gibt es einen Grund, traurig zu sein, wenn die Person einfach nicht antwortet? Was sagt dein Kopf? Was dein Herz? Eigentlich sagen mir beide Parteien, dass ich ihm nicht schreiben soll. Und im nächsten Moment erwische ich mich erneut, wie ich ihm dann doch schreibe. Ich wollte doch Abstand, ich wollte doch, dass er sich meldet, dass er mir zeigt, wie wichtig ich ihm doch bin. Warum können wir nicht einfach von heute auf morgen mit diesen Themen, mit dieser Person, die wahrscheinlich nichtmal ansatzweise dasselbe empfindet, abschließen? Viel zu viele Fragen ohne klare Antworten, die sich gerade in meinem Kopf ansammeln. Ich frage mich, warum er sich nicht mehr meldet und suche im Endeffekt den Fehler bei mir selbst. Aber ist es das, was wir wollen?Die Fehler immer wieder bei uns suchen? Weil es erneut mit der Partnersuche nicht funktioniert hat, obwohl wir uns jeden Tag einreden, dass wir stark sind und vor allem, dass wir gut genug sind! Wir haben uns gerade mit der Welt und der derzeitigen Situation angefreundet und plötzlich stehen …

Müssen wir uns wirklich nicht mehr outen?

Ich sitze in meinem Bett, es ist zwei Uhr nachts und ich versuche eine Pro- und Contra-Liste zu schreiben, nachdem ich 3 Stunden lang Selbsttests im Internet gemacht habe. Bin ich lesbisch? Oder doch heterosexuell? Ich habe keine Ahnung. Seit dem mir das erste Mal mit 11 der Gedanke gekommen ist, dass ich vielleicht Frauen gut finden könnte, habe ich mich viel entwickelt und vor allem pures Gefühlschaos durchlebt. Mädchen, Jungs, Junge und Mädchen, Mädchen und Junge, Mädchen mit Mädchen und Junge mit Junge. Ich habe mich dafür geschämt, war mir unsicher, war mir sicher, hab geweint, wollte mich verstecken, mit Leuten darüber reden. „Hey, vielleicht finde ich auch Mädchen gut.”„Ach, wenn dann, dann stehe ich ja auf Mädchen. Ärsche sind toll.“„Aber ich meine, vielleicht bin ich lesbisch.“„Das ist normal, geht aber auch wieder weg.“ Also gut, vielleicht bin ich lesbisch oder doch bi oder am Besten verdränge ich das Ganze einfach. Kann das nämlich gerade echt nicht gebrauchen. Ich will doch so gerne normal sein und dazu gehören. Bis ich 10 Jahre alt war …

Tabuthema? Stay safe!

Im heutigen Beitrag soll es um eine ganz bestimmte Sache gehen, mit der sich viel zu wenig beschäftigt wird und über die selbst lesbische/bisexuelle Frauen nicht unbedingt (genug) Bescheid wissen: Verhütung! Denn ja, auch wenn das HIV-Risiko niedrig ist, könnt ihr euch mit Hepatitis, Herpes (beides schon übrigens allein durch Küsse!), Tripper, Pilze und bakterielle Vaginose infizieren. Aber kein Grund zur Sorge, denn wenn ihr euch vorher genügend informiert und schützt, sind eurem Liebesleben keine Grenze gesetzt. Kleiner Disclaimer: Wir sprechen hier nur über den Sex zwischen zwei Frauen*. Natürlich gilt all das auch für die, die sich nicht als Frau definieren, aber über weibliche Geschlechtsteile verfügen. Genauso wie heterosexuellen Paare, die Oralverkehr betreiben! Das Wichtigste: Sprecht miteinander & klärt die Fronten. Seid vor allem ehrlich zueinander. Wenn sich nicht ausschließen lässt, dass eine von euch beiden eine sexuell übertragbare Krankheit hat, gilt als erstes: Lasst euch testen! Das ist nicht peinlich, sondern ganz wichtig. Beim Oralverkehr können Scheidensekrete oder Menstruationsblut den HIV-Virus enthalten & über den Speichel übertragen werden. Während der Menstruation schützt ihr euch vor …

Tinder, Casual Sex & die echte Liebe

Vor einigen Tagen bekam ich die Frage „Hast du Tinder?“ von niemand geringerem als meinem Vater gestellt. Als ich leise bejahte, schickte er mir direkt einen in furchtbarer Qualität abfotografierten Artikel aus irgendeinem Magazin, welches vermutlich am Flughafen oder in der Bahn kostenlos herumlag, mit den Worten „Lies doch mal“. Anhand des Titels „Wie wir vor lauter Casual Sex die echte Liebe verlernen“, konnte ich schon vermuten was auf mich zu kam, aber – na gut, seinen Wunsch wollte ich ihm trotzdem erfüllen. Mit der Einstellung, irgendein schlecht bezahlter Ü50-Journalist, der gerade eine weitere Ehekrise durchlebt und den Text in Wut auf die heutige unabhängige Jugend zusammengeschustert hatte, habe ich also angefangen, zu lesen.Relativ schnell musste ich dann doch stocken: Fragen wie „Macht eine monogame Liebe in diesen unsteten Zeiten noch Sinn?“ oder „Mein wievieltes Tinder-Date war das eigentlich diese Woche?“ wurden aufgeworfen. Leugnen, dass ich mir beide Fragen bereits das ein oder andere Mal, wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung, gestellt habe, werde ich nicht. Der Artikel wurde fortgesetzt, indem gemutmaßt wird, dass heutzutage zu …

Abenteuer

Abenteuer – von Cara Da hängt es verheißungsvoll über uns. Dieses Wort, das garstige Bedrohung und süße Versprechung in einem ist. Das uns entweder hechten lässt, zu begreifen, was es bedeutet. Zu leben, was es uns beibringen kann. Oder das uns ducken lässt, aus Angst vor dem potentiellen Sturm und macht, dass wir noch etwas weiter in den sicheren Hafen einfahren.  Beide Male erleben wir dieses Wort, das doch zuletzt nicht mehr als seine Buchstaben ist, beinahe als Gottheit. Einmal offenbart sie uns Leben und Leidenschaft. Das andere Mal verkündet sie Unheil und will uns schätzen machen, was wir haben. Doch die Wahrheit ist: Das arme, zarte Worte ist der Assoziation, die wir ihm anheften nicht schuldig. Ein Abenteuer ist, was immer wir als solches bezeichnen mögen. Ein Abenteuer ist, was auch immer wir eines sein lassen. Und entspricht das nicht genau der Idee der Freiheit, die wir in diesem Wort sehen? Die Tatsache, dass seine Definition ebenso in Bewegung ist wie unser Leben und von nichts anderem abhängt als von uns selbst. Du und ich als wir – …

Tabuthema? Masturbation

Als ich 11 Jahre alt war, habe ich das erste mal masturbiert. Damals kannte ich wahrscheinlich noch nicht einmal dieses Wort. Ich habe mich einfach “da unten” angefasst und es fühlte sich gut an. Wenn ich rubbelte, dann bekam ich ein gutes Gefühl, was durch meinen ganzen Körper zu fließen schien. Einen Höhepunkt gab es damals allerdings noch nicht. Über Orgasmen fand ich erst später heraus. Zufälle. Es waren Zufälle: Dass ich erfuhr, wie ich es mir selbst besorge, war ein reiner Glücksfall. Schade eigentlich. Denn hätte ich gewusst, dass es so gut wie alle machen, hätte ich mich nicht so komisch beschämt deswegen gefühlt. Hätte mich vielleicht mit anderen Freundinnen, Freunden und meinen Eltern darüber ausgetauscht. Hätte Neues gelernt und es mir noch besser selbst machen können. Hätte früher einen Höhepunkt erlebt. Natürlich wussten alle damals irgendwie, dass es das gibt. Jungs machen das. Männer. Und manche schauen dabei Pornos. Aber Mädchen? Frauen? Darüber wurde nicht geredet, davon wusste man nichts, das war ein absolutes Tabu. Ein Tabu, das in die Irre führt. Denn …

Was du liebst, lass frei

„Was du liebst, lass frei, kommt es zurück zu dir, ist es für immer dein“ – denke ich, während deine Hand mir entgleitet und ich die Deine noch fester drücke, sie packe, sie ganz eng umklammere. Du sagst, du magst mich, so wie ich bin – wäre ich nur ein bisschen anders. Du sagst, du magst meine Art – wäre ich nur nicht ganz so verklemmt. Du sagst, du magst meinen Körper – wären da nur ein paar mehr Muskeln an meinem Bauch. Du sagst, du magst meine Klamotten – wären sie nur ein bisschen lässiger. Du magst mich, aber du stellst mich in Frage. Alles an mir, und ich kann dir keine Antwort geben. Denn ich bin, wie ich bin und bevor ich dich kannte, fand ich das auch alles ganz okay so. Doch du  stellst mich in Frage und ich kenne die Antwort nicht. Habe deine Frage verpasst und das Einzige, was mir bleibt, ist meine Frage, warum ich deine Hand noch fester packe, während du viel lieber gehen und eine andere Hand …