Alle Artikel in: Körper & Bewusstsein

Tabuthema? Panikattacken

Sie rauben dir den Atem, treffen dich in unpassenden Situationen, halten die Zeit an und nehmen dich gefangen. Du hast das Gefühl, ganz allein damit zu sein, doch das bist du nicht. Heute erzählen Luka, Johanna und Imina von ihren Erfahrungen mit Panikattacken und geben Dir am Ende Tipps und Affirmationen mit auf deinen eigenen Weg. Luka Ich hatte erst einmal eine richtige Panikattacke und die ist auch noch gar nicht so lange her. Trotzdem kann ich mich nicht genau daran erinnern, wie alles ablief. Mir ging es zu dieser Zeit sehr schlecht, es war dunkel und kalt draußen, ich war allein in einer fremden Stadt. Meine Gedanken kreisten tagelang nur um ein Thema und irgendwann spitzte sich alles zu. Ich saß an meinem Schreibtisch und hatte mir gerade etwas zu Essen gemacht. Ich war allein und hatte eigentlich genügend Dinge, die erledigt werden mussten. Trotzdem saß ich einfach nur da. Wirklich etwas gegessen habe ich auch nicht. Meine Gedanken kreisten ständig nur um eine Sache und ich war innerlich sehr gestresst. Ich wollte an …

Iss doch mal mehr

Über das Thema Körper und Schönheitsideale kann man viel im Internet lesen. Von Zahlreichen Bloggern wird auf Instagram gepredigt, dass ihr euch so lieben sollt wie ihr seid und dass jeder Körper ist perfekt. Wenn’s doch so einfach wäre. Der Körper spielt in unsere Gesellschaft eine große Rolle, der Körper ist das Erste, was man von einem Menschen wahrnimmt. Wenn auch unbewusst – bei uns im Kopf entsteht das Bild einer Person auf Grund der äußeren Erscheinung. Ich frage mich oft, was Menschen denken, wenn sie mich in meinem Körper sehen. Schwach? Zerbrechlich?  Und warum sind wir eigentlich nie zufrieden mit unserem eigenen Körper, warum versuchen wir ständig ihn zu optimieren oder abzunehmen?  Ich glaube nicht, dass dies nur an den Einflüssen der Sozialen Netzwerke liegt, obwohl diese mit Sicherheit nicht gerade positiv dazu beitragen, dass wir ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl entwickeln! Wir fangen automatisch damit an, uns mit den ”perfekten“ Körpern auf Instagram zu vergleichen und sind dann frustriert, weil wir einen nicht so großen Spalt zwischen den Oberschenkel haben, oder einen nicht so flachen Bauch. …

Irgendwie dazwischen

Irgendwie ist genau jetzt diese Zeit dazwischen. Das Weihnachtsfest ist gerade vorbei und wir warten sehnsüchtig auf das neue Jahr. Die Zeit zwischen den Jahren, wenn das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch nicht da ist. Manchmal hat man so eine Zeit nicht nur zwischen Weihnachten und Silvester, sondern auch in anderen Lebensphasen. Es ist ein Gefühl, das keiner gerne hat. Irgendwie dazwischen. Irgendetwas in unserem Leben stimmt nicht mehr. Da ist diese innere Leere und das Gefühl, dass unser Leben unrund läuft. Vielleicht meinen wir, es hinge mit dem schlechten Wetter zusammen, mit dem/der Freund/in, mit dem/der man erst neulich einen Streit hatte oder mit uns, die vermeintlich nie zufrieden sein können. Vielleicht wissen wir aber auch ganz genau woran es liegt. Vielleicht steht man unmittelbar vor dem Schulabschluss und weiß nicht so recht, wie es weiter gehen soll. Oder man hat das Studium abgebrochen, sich gerade von dem Freund oder der Freundin getrennt oder vielleicht hat sogar ein lieber Mensch ganz unser Leben verlassen. Es ist diese Schwellenzeit. Zwischenzeit. Jene Zeit, …

Tabuthema? Masturbation

Als ich 11 Jahre alt war, habe ich das erste mal masturbiert. Damals kannte ich wahrscheinlich noch nicht einmal dieses Wort. Ich habe mich einfach “da unten” angefasst und es fühlte sich gut an. Wenn ich rubbelte, dann bekam ich ein gutes Gefühl, was durch meinen ganzen Körper zu fließen schien. Einen Höhepunkt gab es damals allerdings noch nicht. Über Orgasmen fand ich erst später heraus. Zufälle. Es waren Zufälle: Dass ich erfuhr, wie ich es mir selbst besorge, war ein reiner Glücksfall. Schade eigentlich. Denn hätte ich gewusst, dass es so gut wie alle machen, hätte ich mich nicht so komisch beschämt deswegen gefühlt. Hätte mich vielleicht mit anderen Freundinnen, Freunden und meinen Eltern darüber ausgetauscht. Hätte Neues gelernt und es mir noch besser selbst machen können. Hätte früher einen Höhepunkt erlebt. Natürlich wussten alle damals irgendwie, dass es das gibt. Jungs machen das. Männer. Und manche schauen dabei Pornos. Aber Mädchen? Frauen? Darüber wurde nicht geredet, davon wusste man nichts, das war ein absolutes Tabu. Ein Tabu, das in die Irre führt. Denn …

Stoffbinden nähen – Nachhaltige Menstruation

Seid ihr auf der Suche nach nachhaltigen und gesünderen Alternativen für Tampons und Binden? Wenn ja, dann seid ihr hier genau richtig. Wenn nein, dann solltet ihr euch auf die Suche begeben! Die Umwelt, aber auch eure Gesundheit, sollte es euch wert sein. Also bleibt am Besten gleich hier und lest weiter. Vor schon einer ganzen Weile wurde hier auf dem Blog ein Artikel zur Menstruation veröffentlicht, in dem unter anderem auch Produkte für die weibliche Monatshygiene vorgestellt wurden. Eine Sache hat aber gefehlt. Nämlich waschbare Stoffbinden. Meiner Meinung nach sind sie für alle, denen die Menstruationstasse nicht ganz geheuer ist, eine echte Alternative zu den nicht besonders nachhaltigen und gesunden Tampons und Einwegbinden. Ich finde die Stoffbinden nämlich wirklich cool! Darum versuche ich euch heute davon zu überzeugen, dass waschbare Binden überhaupt nicht ekelig sind, ganz unkompliziert benutzt werden können, nicht unbedingt teuer in der Anschaffung und Herstellung sind und auch noch für gute Laune während der Menstruation sorgen können. Aber probiert’s einfach mal selber aus. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Aber …

Winterblues

Heute ging die Sonne um 15:56 unter. Die Tage werden kürzer. Es ist dunkel und kalt. Egal ob Schule, Uni oder Arbeit – wir kommen im Dunklen und wir gehen im Dunklen. Und, wir fühlen uns alle antriebslos, unmotiviert und perspektivlos. Winterblues eben.  Aber oft ist es eben nicht nur ein Winterblues, sondern eine Winterdepression, oder auch eine saisonal-affektive Störung, die in den Herbst- und Wintermonaten auftritt. Als Ursache werden Störungen des biologischen Tagesrhythmus angenommen, sodass man seinen Winterblues nicht einfach so hinnehmen, sondern aktiv etwas dagegen tun sollte. Das beste Mittel gegen Depression ist Aktion und gegen Ängstlichkeit ist es die Perspektive.  Bewegung ist das Wichtigste, was dein Körper jetzt braucht. Es muss nicht unbedingt Sport sein, sondern auch schon die Veränderung deiner Körperhaltung bringt dir sehr viel. Veränderst du die Art, wie du deinen Körper hälst, veränderst du die Biochemie in deinem Körper und somit deine Gedanken und Gefühle. Du setzt Glückshormone frei und löst stagnierte Energien. Man öffnet seinen Körper und macht sich frei für neue Perspektiven und Gedanken.  Motion creates Emotion …

Mutprobe? Eine Therapie beginnen

Wenn man sich ein Bein bricht, dann geht man zum Arzt. Wenn die Seele schmerzt oder alles plötzlich ausweglos erscheint, dann auch! Diesen Schritt zu gehen ist für die meisten aber erstmal eine ganz schön große Überwindung. Wenn man dann doch all seinen Mut zusammen nimmt und sich auf die Suche nach einem geeigneten Arzt macht, wird es einem leider nicht so leicht gemacht. Einen guten Therapeuten zu finden – das ist gar nicht so einfach. Aber die Suche lohnt sich, es geht schließlich um Dich und deine Gesundheit. Deswegen haben wir einige Erfahrungsberichte und Tipps zusammen getragen, die euch die Suche nach einem Therapieplatz erleichtern sollen. F. Als sich in meinem Leben herauskristallisierte, dass manche meiner Probleme tiergehender und schwerwiegender waren, als dass ich sie alleine hätte meistern können, musste ich mir Hilfe suchen. Und natürlich sind Eltern und Freunde, vielleicht vor allem zu Beginn, dabei eine Stütze. Wobei sie besonders das sind: Eine Stütze. Eltern, Freunde, nah stehende Menschen können nicht heilen. Und das schreibe ich so drastisch, weil wir häufig zu hohe …

Ungewollte Traurigkeit

Manchmal ist sie eben plötzlich da, diese ungewollte Traurigkeit. Sie kommt aus dem Nichts, einfach so. Manchmal hat sie ihre Gründe, manchmal nicht. Der Kopf ist dann gefüllt mit schlechten und negativen Gedanken, böse Stimmen überall, vor allem jetzt, wenn die dunkle Jahreszeit wieder beginnt. Es soll heute aber nicht darum gehen, warum wir traurig sind oder welche Ursachen die Phasen haben. Heute soll es darum gehen, was du in diesen akuten Phasen der Traurigkeit machen kannst, um dir selbst zu helfen. Symptome beruhigen und ablenken, sozusagen. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass es am wichtigsten und vor allem auch am hilfreichsten ist, die Ursache deiner Traurigkeit zu finden und gegebenenfalls auch behandeln zu lassen.       Musik zu hören kann wahre Wunder bewirken. Vielleicht keine traurige Musik, keine, die dich an schlechte Zeiten erinnert. Mir fällt es manchmal sogar schwer, Musik zu hören, die mich an schöne, schon längst vergangene Zeiten erinnert, weil ich dann oft sehr melancholisch werde. Vielleicht hörst du einfach eine TIERINDIR-Playlist, oder so. Irgendetwas Schönes und Neutrales. …

Don’t do drugs – nein ehrlich, ist gefährlich

Ich lebe in Berlin, die Größe der Pupillen zu verändern scheint hier das normalste der Welt zu sein. In der Technoszene sowieso.  Im Club einem mit Schaumbläschen vom Boden lieber erstmal keinen Arzt zur Verfügung zu stellen, um keinen Imageschaden davon zu tragen, normal, verständlich. Ironie. Mal ehrlich, ich habe wirklich Angst, dass mir mal etwas passiert und ich im Club verrecke. Nicht jeder muss sich Chemie durch den Körper jagen, um umzukippen, es geht nicht immer alles glatt und für den einen oder anderen kommt jede Hilfe zu spät. Das kleine Etwas, das viele hypen, das brandgefährlich ist, auf dem jeder, auch beim ersten Konsum, hängen bleiben kann, die abhängig machen, die nicht cool sind. Das Etwas der illegalen Drogen. Für deren Konsum jeder seinen Grund haben mag, Glückwunsch. Und wir, die sich mit den legalen Drogen begnügen, machen alles richtig? Denkste. Absoluter Blödsinn, wir sind kein Stück besser. Dass Alkohol und Nikotin legal sind, macht die beiden nicht weniger ungefährlich. Das Bewusstsein für Alkohol und seine Gefahren ist bei so vielen nach wie vor …

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1670 kcal

  1670 Kalorien. Soviel soll ich, laut einer App, die ich vor Jahren mal installiert habe, am Tag zu mir nehmen, nachdem ich Gewicht, Größe und Geburtsdatum eingegeben habe. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie peinlich es mir war, diese ZAHL dort mit 16 hinzuschreiben und mich auf einmal dazu verpflichtet zu fühlen, dieser neuen ZAHL nun mein Leben zu verschreiben und sie über alles aufzuklären, was ich so aß. 1670 Kilokalorien, 6987280 Kilojoule, beträgt mein Grundumsatz. Das ist die Energie, die mein Körper braucht, um zu funktionieren. Und das im absoluten Ruhezustand. Das heißt: Ich brauche diese Energie, damit mein Herz schlägt, damit meine Organe funktionieren. Damit ich leben kann und mein Körper gesund bleibt. Hier ist nicht mit einberechnet, wenn ich jeden morgen 7 km Fahrrad zur Uni fahre. Oder nachmittags eine Stunde Sport mache. Oder ob ich im Bett liegen bleibe und mich nur zweimal heraus bequeme.   Die App berechnet außerdem nicht, was für Kalorien ich zu mir nehme. Sie entscheidet nicht zwischen einem Duplo oder einer Banane – kalorientechnisch …