Alle Artikel in: Inspiration

Auf einen Tee mit Frida #aufeinentee

Manchmal tut es verdammt gut, über den Tellerrand hinauszuschauen und junge Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zumindest ein bisschen besser kennenzulernen. Alle zwei Monate fragen wir hier einen jungen Menschen nach seinen Träumen, Zweifeln und Leidenschaften. Heute wollen wir von Frida wissen, wer sie ist und wofür sie brennt. Wer bist du? Ich bin Frida Stittrich. Ich bin die 18-jährige Frida, die manchmal auf die 5-jährige Frida hört. Ich bin jemand, die in drei verschiedenen Städten gelebt und insgesamt fünf Schulen besucht hat. Das wird sicher für manche viel, für andere wenig sein. Ich bin ein Stadtkind, das sich immer gewünscht hat, auf dem Land zu leben und dem sein kleiner Bruder jetzt aber manchmal leidtut, da er ländlicher aufwachsen wird als sie. Ich bin eine leicht ambivalente Persönlichkeit, die hohe Erwartungen an sich selbst und an den Rest der Welt stellt. Ich bin die, die gerne Zähne putzt und seit Neuestem sich auch gerne mal vor der Kamera ausprobiert (ich mein damit nicht das Zähneputzen, sondern den Fakt, dass ich schaupiele). Wofür brennst du? Das …

Homoduett

Schutztape ums Herzaus Stolz, Solidarität, Selbstwertin rot-orange-gelb-grün-indigo-blau-violettLiebe+Liebe ein Homoduett mich zu verortenauf einem Spektrumvon Liebe bis Liebebin ich offen für morgenGefühle, solide oder dochnicht? Reste von Angst so zu sein, wie Mensch ist aber eigentlich freiinterpretiert, privilegiert, ichdenn die Gewalt trifft zwar nicht michaber ein anderes Gesicht Wortverwendung: Kampfweil es trotz theoretischer Möglichkeitin der Praxis struggle bleibtund Cis und Hetero Normenam Ende doch Unterdrückung formen der Minorität,die anders liebt, lebtunfreiwilliger Privilegien-Verzicht der Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit widersprichtund dazu führt, dass ein Mensch voller HassFLINTA auf offener Straße ersticht wie kann Menschhassen wer sich liebtMensch-Ethnie-Religion-Mosaikbedroht von Feindseligkeit, Antipathieund Gewalt in Kultur und Politik ich hoffe, dass du weißt, dass Liebe, wo sie hinfällt auch ganz gern mal bleibt egal was du davon hältstwas für Urteile du fällst. ist gar nicht viel was wir verlangenbloß Freiheit-sichergestelltin einer liebe-vollen und hass-freien Welt und mehr zusammen Hass<Liebe – Elena, 22, veröffentlichte mit 18 ihr erstes Buch, worauf eine 4 Jahre-lange Schreibpause folgte. In dieser Zeit treibt es sie spätestens alle 7 Monate an einen anderen Ort, ständig auf der Suche …

Die ersten zwei Monate zu zweit – #Mut(ich)

Vor etwa zwei Monaten haben mein Freund und ich den Entschluss gefasst, zusammenzuziehen. Haben alle Zweifel über Bord geworfen und gemeinsam entschieden, es einfach mal zu probieren – obwohl wir zu dem Zeitpunkt „erst“ ein halbes Jahr zusammen gewesen sind.  In dieser Kolumne soll es darum gehen, wie die beiden Monate so waren, wie wir jetzt über die Entscheidung denken, ob wir es bereuen oder ob wir wieder diesen Entschluss fassen würden.. Und um es vorweg zu nehmen: Ja! Jeden Tag wieder.  Vielleicht können wir jemanden mit unseren Learnings inspirieren oder dazu anstiften, sich von den Meinungen anderer abzulösen bzw. auf sich selbst zu hören – was immer das auch für euch bedeuten mag. So weit – so gut.  Der Umzug Der Umzug selbst, und auch die beiden Wochen davor und danach, waren natürlich anstrengend. Wir sind aus zwei Haushalten zusammengezogen und haben beide auch bei unseren Eltern noch Gegenstände aufbewahrt, die auch mit ins neue Heim einziehen sollten. Man kann sich also vorstellen, dass es eine Menge Zeug zu packen und Zeit zum sich organisieren …

Kreativ auf Kommando #heiterbiswolkig

Für mich ist schon seit vielen Jahren klar, dass ich in einem künstlerischen Beruf arbeiten und meine Liebe zum Zeichnen zum Beruf machen möchte. Mein ganzes Studium arbeitet darauf hin und manchmal werde ich sogar schon dafür bezahlt. Und trotzdem stehe ich immer wieder vor dem Problem, dass es manchmal schwer ist auf Abruf zu kreativ zu arbeiten. Besonders wenn Deadlines näherrücken und die eigenen Erwartungen etwas Großartiges zu schaffen immer größer werden, scheint es unmöglich, wieder zurück in einen Flow zu kommen. Und was mache ich, wenn das passiert? Eines kann ich mit absoluter Sicherheit sagen: Zu warten dass die Inspiration kommt, hat mir noch nie geholfen. „Inspiration exists, but it has to find you working“, hat Picasso ja auch schon gesagt. Und da ist wirklich etwas dran. Außerdem merke ich, dass mir das Schaffen immer dann am schwersten fällt, wenn ich es mir schwer mache. Wenn ich überdenke wo ich nicht weiter komme, mir Stress wegen Deadlines mache und meine Erwartungen an mich zu unrealistisch sind. Und dann hilft es nur einen Schritt …

Auf einen Tee mit Tim #aufeinentee

Manchmal tut es verdammt gut, über den Tellerrand hinauszuschauen und junge Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zumindest ein bisschen besser kennenzulernen. Alle zwei Monate fragen wir hier einen jungen Menschen nach seinen Träumen, Zweifeln und Leidenschaften. Heute wollen wir von Tim wissen, wer er ist und wofür er brennt. Wer bist du? Ich heiße Tim, bin 23 Jahre alt und segle seit zweieinhalb Jahren mit meinem besten Kumpel um die Welt. Mein Alltag besteht daraus, neue Orte und Sachen kennenzulernen und mit neuen Situationen und Herausforderungen zurechtzukommen. Wofür brennst du? “Brennen” ist denke ich für meine Leidenschaft der falsche Ausdruck. Aber meinen Serotonin-Höhepunkt habe ich in 20 Meter Tiefe unter der Wasseroberfläche. Dann, wenn alles still ist, man das Gefühl hat, zu schweben und der Herzschlag leise und heruntergefahren ist. Es ist ein Ort, an dem ich mich wohl fühle und ich ein Teil dieser wilden und lebendigen Natur sein kann. Hast du einen Traum? Mein Traum ist es, in 40 Jahren auf meiner Veranda zu sitzen, auf mein Gemüsebeet zu schauen und zu wissen, dass …

Kreativität im Lockdown finden

Als im Oktober letzten Jahres langsam der zweite Lockdown einsetzte, hätte ich niemals gedacht, dass dieser für mich eine Quelle der Inspiration werden würde. Vielmehr war er am Anfang von Sorgen und Ängsten geprägt. Mir war bewusst, dass dieser Lockdown den Winter begleiten würde und man sich nicht wie im ersten Lockdown immerhin auf den Sommer und warme Tage freuen konnte. Dazu kamen die hohen, stetig- ansteigenden Infektionszahlen, die mir mehr ins Gewissen redeten als zuvor, weswegen ich mich in meinen Kontakten wieder mehr einschränkte. Das verstärkte das Gefühl der Isolation und zum Teil auch der Einsamkeit, welches sich im Winter sowieso manchmal einschleicht. Bereits gegen Ende des Sommers hatte ich angefangen, mir über den kommenden Winter Gedanken zu machen, weil ich nicht nochmal so einen Winter wie davor, erleben wollte. In dem Jahr hatte ich gerade die Schule beendet und nicht wissend, was ich machen oder werden wollte, war ich einige Zeit in der Welt und der Trübheit des Winters verloren. Als Maßnahme bewarb ich mich daher kurzfristig doch noch auf einen Studienplatz und …

Mit meinem Partner Zusammenziehen – noch zu früh? #Mut(Ich)

In diesem Text geht es darum, ob es den einen perfekten Zeitpunkt gibt, um mit Partner:innen zusammenzuziehen. Gibt es ein zu früh? Ist die Herausforderung geringer, wenn die Beziehung bereits die Zeit x erreicht hat? Oder bleibt die Umstellung gleich, unabhängig von der Dauer der Beziehung? Aktuell steht bei mir eine große Veränderung an. Eine Veränderung, die in meinem Umfeld viele Fragen aufgeworfen hat, die angezweifelt wurde und für die ich mich rechtfertigen soll, zumindest wenn es nach manchen Menschen geht.Nachdem ich das letzte Jahr gemeinsam mit meiner besten Freundin in einer wunderschönen Altbauwohnung in Lübeck verbracht habe, ziehe ich nun mit meinem Freund zusammen. Und das nach einem halben Jahr Beziehung.  Meinungen über Meinungen  Während es sich für uns richtig anfühlt und wir uns einfach nur riesig darauf freuen, haben Freund:innen und Familie sehr unterschiedlich reagiert. Die Reaktionen gingen von „Oh wie schön, wir freuen uns für euch“, über „Was ist denn mit der aktuellen Wohnung?“ bis hin zu „Ist das nicht zu früh?“. Obwohl es eine Entscheidung ist, die für uns beide bereits fest stand, hat …

Auf einen Tee mit Carla #aufeinentee

Manchmal tut es verdammt gut, über den Tellerrand hinauszuschauen und junge Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zumindest ein bisschen besser kennenzulernen. Alle zwei Monate fragen wir hier einen jungen Menschen nach seinen Träumen, Zweifeln und Leidenschaften. Heute wollen wir von Carla wissen, wer sie ist und wofür sie brennt. Wer bist du? Ich bin Carla, 22 Jahre alt und wohne in Jena. Ich habe ein paar Semester studiert, hauptsächlich Kommunikationswissenschaft, Psychologie und etwas Soziologie. Gerade widme ich mich mehr dem Nähen und WAELDE, meiner nachhaltigen Kleidungsmarke.  Wofür brennst du? Momentan beschäftige mich intensiv mit der Modeindustrie: Mit fairer Produktion, und nachhaltigen Materialien, angemessenem Konsum, dem Eindruck, den Kleidung macht, wenn man sie trägt und der Kunst, die sie sein kann.  Hast du einen Traum? Ja, nicht nur einen :). Ich träume zum Beispiel von weniger Diskriminierung und weniger Leid für alle, die von Diskriminierungen betroffen sind. Eine Gesellschaft, die inklusiv ist und die Belange aller ernst nimmt, ist zB. ein Traum, für den es sich zu kämpfen lohnt. Woran zweifelst du? Dass etwas im Leben je …

Das, was ich nicht sagen kann /12

In diesem Format trage ich Gefühle, Skizzen und nicht fertig Gedachtes zusammen und versuche, neue Bezüge zu finden. Inzwischen gibt es 11 weitere Teile, die ich euch alle hier verlinke. Was geht in euch vor? Nehmt ihr Gefühle im Moment auch intensiver wahr als sonst? Teil 1, Teil 2, Teil 3,Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11 ___ Worte, Collagen und Gestaltung von Imina.

Best of 2020

Wow, was für ein Jahr!Wir lassen in diesem Beitrag noch einmal Revue passieren und haben für Euch noch einmal ein paar Highlights zusammengestellt. Alle Bilder sind auf den jeweiligen Beitrag verlinkt, damit ihr ihn gleich nachlesen könnt, falls ihr ihn verpasst haben solltet. Danke für ein weiteres Jahr voller Beiträge, Inspiration und Hinterfragung. Danke auch an unsere Autor*innen & Gestalter*innen – ohne Euch können wir uns TIERINDIR überhaupt nicht mehr vorstellen! Wir können es kaum erwarten, mit Euch zusammen ins neue Jahr zu starten und freuen uns schon darauf, Euch bald mehr zum zweiten Printmagazin erzählen zu können! Danke!Imina, Luka und Nora – Beitragsbild: Anton Thiel