Alle Artikel in: Inspiration

Niemandem zur Last fallen #Mut(Ich)

Lange Zeit habe ich niemandem mehr vertraut. War mir selbst am nächsten wenn es darum ging, Entscheidungen abzuwägen oder auch Vergangenes aufzuarbeiten. Nicht, weil ich nicht gern jemanden gehabt hätte, sondern weil ich niemandem meine Lasten aufbürden wollte. Habe den Personen die Chance genommen, für mich da zu sein, die Hilfe, die ich angeboten bekommen habe, nicht angenommen und stattdessen alles mit mir selbst ausgemacht. Gelogene Wahrheiten Ich hätte gerne jemanden gehabt, der da ist, mir zeigt, dass ich nicht alleine bin. Konnte die Gesellschaft anderer aber gleichzeitig auch nicht ertragen. Hab mir über die Jahre selbst Wahrheiten antrainiert, an denen ich festgehalten habe, an die ich mehr geglaubt habe, als alle Worte der anderen je aufwiegen könnten. „Du bist eine Last“, „Du bist anderen zu viel“, „So bleibt niemand bei dir“, „Du willst die anderen nicht belasten“, „Sie verdienen es nicht, sich Sorgen zu machen“ sind nur einige Gedankengänge, an die ich festgehalten, nein, an die ich mich gekrallt habe. Weil ich es nicht ertragen konnte und wollte, dass ich jemandem etwas bedeute und …

Verloren gegangene Worte

Dann richtet sich das dumpfe Gefühl wieder gut ein. Rutsch meinen Mund runter, macht sich breit in meinem Bauch. Legt sich auf meine Lieblingscouch und übernimmt die Fernbedienung. Ich bin an so vielen Stellen offen Die Wachstumsschmerzen lassen nach dem ersten Wachsen nicht nach.Kommen immer wieder in Schüben und fühlen sich so endlos an. Und niemand scheint darüber zu reden.Ich möchte die Stellen nicht länger neu zusammen kleben.Meine Vase ist zerbrochen und ich kann sie nicht wieder, wie früher, einfach zusammen kleben. Es braucht ein neues Normal.Und wir müssen das alle lernen. Nicht nur bei anderen sagen, es ist okay. Jeder darf schwach sein. Auch wir selbst. Wir sind alle irgendwo gebrochen.Und vielleicht muss man auch einmal komplett brechen.Damit es gesund verheilt.Und endlich richtig zusammen wächst. Meine Hände greifen von alleine nach Geländern, Blättern, Händen. Wollen mir immer wieder zeigen, so fühlt sich das Leben an. Was würde ich dir erzählen, wenn ich könnte? Vom Rhababerkuchen? Von meinem neuen Schreibtisch? Meinen Blumen? Von der Leere, die nie still ist? Von den Küssen? Der Krankheit? Der …

Auf einen Tee mit Lukas #aufeinentee

Manchmal tut es verdammt gut, über den Tellerrand hinauszuschauen und junge Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zumindest ein bisschen besser kennenzulernen. Alle zwei Monate fragen wir hier einen jungen Menschen nach seinen Träumen, Zweifeln und Leidenschaften. Heute wollen wir von Lukas wissen, wer er ist und wofür er brennt. Wer bist du? Hey, ich heiße Lukas, bin sechzehn Jahre alt und wohne irgendwo in NRW.Ich gehe zurzeit in die elfte Klasse, bereite mich so langsam auf mein Abitur vor und plane gerade mein Leben nach der Schulzeit.In meiner Freizeit bin ich ganz viel kreativ, schreibe selbst für TIERINDIR und arbeite an vielen Projekten, die ich irgendwann mal veröffentlichen möchte. Wofür brennst du? Ich brenne für meine Interessen und Vorstellungen. Diese zu verfolgen und dadurch auch sich selbst zu verwirklichen. Auf Hass und Diskriminierung reagiere ich sehr allergisch. Deswegen ist es mir sehr wichtig, gegen alle Formen von Diskriminierung zu kämpfen. Mir ist es sehr wichtig, dass jede*r die gleichen Chancen hat bzw. dass alle Menschen gleichgestellt sind in ihren Privilegien.Außerdem brenne ich total für umweltbewusstes Leben, …

Untergänge in Gold

Teil I Gehen immer unweigerlich zwei Menschen an etwas zugrunde? Kann ich auch allein an uns zugrunde gehen?Wo kann ich dich lassen, wenn du doch immer wieder zu mir zurückkehrst?Liebe ich es nicht insgeheim, von dir heimgesucht zu werden? Teil II Teil III Du lässt mir keine Ruhe. Du steckst in jedem Glas Weißwein. Und immer, wenn ich dich sehe, beschleicht mich der Gedanke, dass ich niemals so richtig glücklich sein kann wenn ich nicht weiß, wie es sich anfühlt, wenn du nachts neben mir liegst. Manchmal wäre ich gern wie sie alleWeil sie es leicht habenWeil sie nicht suchen und trotzdem findenund dann hinnehmenund dabei bleiben. Teil IV Die Sonnencreme brennt in meinem Auge. Du zählst die Himbeeren in deinem Obsttörtchen und ich zähle die Kalorien in deinem Obsttörtchenweil ich nicht über das Wesentliche nachdenken will. _ Eigentlich ein Teil meiner “Das, was ich nicht sagen kann”-Reihe. Nur habe ich mehr Worte als Bilder gefunden.Teil 1, Teil 2, Teil 3,Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11 Beitrag von Imina.

Wie Du zum Organisationstalent wirst

Nachdem ich einige Jahre verschiedenste Dinge und Aufgaben auf meinen Schultern jonglierte, heißt es für mich: Organisation ist das halbe Leben. Denn seit ich meinen Zeitplan intensiv strukturiere, jeder Bereich, in dem ich tätig bin, seine eigene Farbe hat und ich mir täglich kleine To-Do-Listen schreibe, bin ich auf einmal jemand, der Spaß am Arbeiten hat. Weil nicht überfordert. In diesem Text möchte ich euch einige Hacks verraten, damit auch ihr mehr Organisation in euer Leben bringen könnt. 1. Die Farben meines Lebens Die Farben meines Lebens sind grün, blau, rosa, gelb und lila. Sie stehen für Privates, Uni, Business, TIERINDIR und den Social-Media-Führerschein, mein neues Projekt. Diese ziehen sich durch verschiedenste Anwendungen, auf die ich gleich noch weiter eingehe. Ich habe diese Farben als Textmarker. Damit markiere ich in meinem Notizbuch. Sie finden sich in meinem Kalender wieder. In Organisations-Apps. Und so weiß ich sofort, was zu welchem Bereich gehört. 2. Der digitale Kalender Glaubt mir, ich habe sehr an meinen Printkalendern gehangen. Doch die Vorteile eines digitalen Kalenders, der sich auf deinem Computer …

Reden ist eine Entscheidung #Mut(Ich)

Oft habe ich das Gefühl, über nicht genug Wissen zu verfügen, um auf bestimmte Themen aufmerksam zu machen.Meine Meinung äußern zu dürfen, auch wenn ich nicht alles weiß. Dabei gibt es – egal in welcher Zeit wir uns gerade auch befinden – immer Themen und Diskussionen, über die es sich zu reden lohnt und die es notwendig machen, dass man sich traut, seine Gedanken zu teilen. Ich würde selbst von mir behaupten eine wissbegierige und lernbereite Person zu sein, die viel Neugier besitzt und sich der Masse und Vielschichtigkeit von Problemen und Themen bewusst ist. Dennoch ist mir auch bewusst, dass es unheimlich viel gibt, von dem ich nichts weiß – oder zumindest nicht ausreichend – um eine hörenswerte Meinung artikulieren zu können. Dachte ich. Denn umso mehr mir bewusst geworden ist, wie viele Themen ich nie werde tiefgründig erkunden können, sei es aus Mangel an Zeit, subjektiven Erfahrungen etc., desto mehr merke ich, wie wichtig ist es, zu reden. Sich zu trauen, auszuformulieren, was einen beschäftigt und sich zu positionieren. Natürlich gibt es Themen, …

Lächelnde Augen

In dieser Zeit, in der Nachrichten von einem Virus, dessen Name zum Teil eine Zahl ist, uns bis in den Schlaf begleiten, in dieser Zeit, in der Zahlen von Neuinfektionen, angsteinflößenden Zukunftsvisionen, Bilder von Menschen mit Masken in elendig langen Supermarktschlangen, oder gefangen in ihren eigenen vier Wänden, tagtägliche Beobachtungen und Eindrücke sind, vergesse ich schon mal, dass gerade eigentlich die Zeit im Jahr ist, in der nicht nur Blumen, sondern auch mein Herz zu blühen beginnt.  Es ist die Zeit, in der mein ganzer Körper bis in die Fingerspitzen kribbelt, wenn ich morgens ganz früh aus der Haustür trete, den Blick gen Baumkronen gerichtet, wo die Vögel ihre Lieder singen, die Luft noch kühl und klar, wie das Mittelmeer, als ich vergangenen Herbst dort war, die vollkommene Stille, der Geruch von morgentaufeuchtem Gras und Sonnencreme vom Vortag, das Vertrauen in den Tag und dass gut wird, was gerade ist, dass alles ganz und gar gut wird.  Es ist die Zeit, in der mein Lächeln ein ständiger Begleiter von mir und meinem Ausdruck wird, in der …

Auf einen Tee mit Paula #aufeinentee

Manchmal tut es verdammt gut, über den Tellerrand hinauszuschauen und junge Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zumindest ein bisschen besser kennenzulernen. Alle zwei Monate fragen wir hier einen jungen Menschen nach seinen Träumen, Zweifeln und Leidenschaften. Heute wollen wir von Paula wissen, wer sie ist und wofür sie brennt. Wer bist du? Mein Name ist Paula. Ich bin vierzehn Jahre alt und komme aus Düsseldorf. Nach den Sommerferien komme ich in die zehnte Klasse. In meiner Freizeit spiele ich Feldhockey und mache leidenschaftlich gerne Musik. Außerdem spiele ich in zwei Bands. Wofür brennst du? Für Musik! Wenn ich Musik mache, ist alles andere einfach egal und ich habe Spaß. Das Gefühl, auf einer Bühne zu stehen und, wenn auch nur einer Person, irgendwie einen schöneren Tag zu bereiten oder jemanden zu berühren, ist einfach schön. Oft verbinde ich auch gewisse Lieder mitErinnerungen oder Personen. Denn mit Musik können auch die unbedeutendsten Momente irgendwie besonders und bedeutsam werden. Viel genauer kann ich dieses Gefühl, wenn ich Musik mache/höre, einfach nicht beschreiben. Hast du einen Traum? Ich möchte …

Was ich zu sagen lerne /9

Manchmal frage ich mich, ob ich einfach schweigen sollte. Einfach wieder schweigen sollte. Ich äußere mich noch gar nicht lang. Nicht in diesen Situationen. Es ist ein neues Selbstvertrauen. Ich ergreife nun öfter das Wort. Aber ich bekomme Gegenwind, wenn ich sage, was ich denke. Vielleicht behalte ich meine Worte dann einfach bei mir. Bis da jemand ist, der sie an sich nehmen will. Bilder und Worte von Nora (und 1x von Cro, Song “Baum”). Mehr von “Was ich zu sagen lerne”.