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Auf einen Tee mit Samuel #aufeinentee

Manchmal tut es verdammt gut, über den Tellerrand hinauszuschauen und junge Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zumindest ein bisschen besser kennenzulernen. Alle zwei Monate fragen wir hier einen jungen Menschen nach seinen Träumen, Zweifeln und Leidenschaften. Heute wollen wir von Samuel wissen, wer er ist und wofür er brennt. Wer bist du? Mein Name ist Samuel, ich bin 22 Jahre alt und studiere Design. Laut Meyers-Briggs bin ich ein INFP-Persönlichkeitstyp, und laut meiner Instagram-Bio außerdem ein mittelmäßig guter Langstreckenläufer, Nussmus-Connoisseur, und Oxfordkomma-Enthusiast. Das beschreibt meiner Meinung nach den Großteil meines Lebens und meiner Persönlichkeit ganz gut. Wofür brennst du? Mein erster Impuls war diese Frage einfach mit meiner Arbeit zu beantworten. Tatsächlich stimmt das so aber nicht ganz. Ich wollte vielmehr nur schon immer eine bessere Version meiner selbst sein, und projizierte diesen Ehrgeiz dann darauf. Alles was ich mache dient insofern als Ventil dafür. Wahrscheinlich romantisiere ich die Idee des »dying for your art« aber auch ein wenig zu sehr. Millenial Martyrdom eben. Hast du einen Traum? Ich wäre irgendwann gerne absolut glücklich (dazu später mehr). Wie …

Quarantäne Favoriten

Besonders jetzt zu dieser Zeit finde ich es schön, Blumen und generell viel Grün in meiner Wohnung zu haben. Es macht das Isoliertsein gleich ein wenig leichter. Auch vertrocknete Blumen können sehr ästhetisch sein! Also ruhig ein bisschen länger stehen lassen, das macht gar nichts. Neben Blumen sind Zimmerpflanzen und Kräuter schöne Erdlinge, um die man sich zur Zeit gut kümmern kann. Ich habe mir einen kleinen grünen Daumen angeeignet und freue mich riesig, jeden Tag zu sehen, wie mein Salbei wächst. Meine Hände sind schon ganz ausgetrocknet vom vielen Waschen und Desinfizieren. In dieser Zeit ist deshalb eine Handcreme unfassbar wichtig für mich geworden! Damit ich meine Hände weiterhin gern eincreme und es vor allem nicht vergesse, habe ich mir eine Creme ausgesucht, die unheimlich gut riecht und sie direkt neben der Seife auf dem Waschbecken deponiert. Außerdem habe ich auch immer eine für unterwegs dabei! Obwohl ich viel raus gehe und Spaziergänge mache, belastet mich das viele Drinnen-Hocken und die wenige frische Luft doch sehr. Zu oft fällt mir die Decke auf den …

Glücklich schwelgend (mit Wehmut) #Reisegedanken

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Vielleicht auch nicht ganz gut im Moment, so immer drinnen und wer weiß wie lang noch. Ich, für meinen Teil, fange langsam an zu verstehen, wie gut ich es eigentlich sonst so hab. Ich denk über ganz vieles nach, was jetzt nicht mehr geht. Gar nicht unbedingt auf eine traurige Art, eher glücklich schwelgend (mit Wehmut). Und sehr, sehr glücklich bin ich dann doch unterwegs. Geht jetzt nicht mehr, ich hoffe irgendwann dann wieder. Ich dachte, vielleicht erzähl’ ich dir ein bisschen von meinen glücklichen Momenten und du erinnerst dich an deine. Müssen auch nichts mit unterwegs zu tun haben! Barfuß durch den angewärmten Sand zu laufen! Der Text ist von Hannah. Im Moment lebt sie ein Leben zwischen Schule und Ungewiss und genießt das meistens sehr. Wer sie ist, will sie eigentlich gerade herausfinden, aber irgendwie ändert sich das eh ständig und immerzu. Reisen ist ihre kleine Liebe! Jeden zweiten Monat schreibt sie deshalb in ihrer Kolumne über ferne Orte, fremde Plätze, über ihre Gedanken und Gefühle …

Einfach anfangen ist gar nicht so einfach

*Dieser Text teilt meiner Gedanken bezüglich meiner Kreativität und Produktivität im Allgemeinen, aber auch während der Corona-Pandemie. Ich fühle mich oft nicht gut und unproduktiv und versuche in diesem Text zu erklären, wie ich dagegen vorgehen kann. Trotzdem möchte ich auch nochmal erwähnen, dass wir alle gerade rein gar nichts müssen. Wir müssen keine neue Tätigkeit lernen, nicht jeden Tag Yoga machen oder anderweitig produktiv sein. Du bist okay so, wie du gerade bist, auch wenn du die ganze Zeit nur im Pyjama im Bett liegen kannst. Das ist okay. Wir gehen alle gerade durch eine gemeinsame, traumatische Erfahrung. Nicht alle haben gerade überhaupt dieses Privileg, diese Pandemie in etwas Produktives umzuwandeln. Eigentlich ist diese Zeit gerade – künstlerisch gesehen – genau das, was ich mir immer gewünscht habe. So oft habe ich meine Freunde vollgeheult, wie gern ich doch einfach ein paar Wochen frei hätte. Frei von irgendwelchen Pflichten, frei von sozialen Kontakten. Und wie sehr ich diese Zeit dann nutzen würde, um künstlerisch zu arbeiten, um produktiv zu sein und um endlich meine …

30 Tage Kreativ

Corona-Krise & Quarantäne. Viele von uns sitzen zuhause, die Geschäfte und Cafés sind geschlossen und mit Freund*innen treffen ist momentan auch keine so gute Idee. Eigentlich doch die perfekte Zeit, um zuhause ein bisschen kreativ zu werden, oder? Schon zweimal haben wir eine 30-Tage-Challenge (Nummer 1, Nummer 2) gemacht, in der es darum geht, sich jeden Tag mit einem Thema, einer Frage oder einem Gedanken kreativ auseinanderzusetzen. Hier sind keine Grenzen gesetzt: Ihr könnt Fotos machen, Texte schreiben, Illustrationen und Collagen machen oder Gifs erstellen.  Auch hier sei wieder erwähnt: Es geht nicht darum, jeden Tag etwas super Schönes zu machen, denn an manchen Tagen sind wir einfach nicht so kreativ wie an anderen. Vielmehr geht es darum, sich selbst Fragen zu stellen und kreative Ideen zu entwickeln.  Das Erste, was du machst, wenn die Krise vorbei ist Deine Sicht aus dem Fenster  Mach etwas Unerwartetes  Welches Buch willst du demnächst lesen? Dein liebster Ort auf der Welt Ein Mensch, den du vermisst Mein erster Tee/Kaffee am heutigen Tag Welcher Song passt für dich am …

Auf einen Tee mit Licia #aufeinentee

Manchmal tut es verdammt gut, über den Tellerrand hinauszuschauen und junge Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zumindest ein bisschen besser kennenzulernen. Jeden Monat fragen wir hier einen jungen Menschen nach seinen Träumen, Zweifeln und Leidenschaften. Heute wollen wir von Licia wissen, wer sie ist und wofür sie brennt. Wer bist du? Ich bin Licia, Musikerin aus Karlsruhe und 21 Jahre alt. Ich bin momentan dabei meine erste EP zu produzieren, die voraussichtlich ab Mitte März erhältlich sein wird. Mit meiner Musik will ich Menschen für einen Augenblick die Zeit stehlen und sie für den jetzigen Augenblick sensibilisieren. Ihnen zeigen, wie heilsam es sein kann, einfach mal nur zu sein. Ich glaube, dass es irgendwo meine Pflicht ist, die Gaben, die ich geschenkt bekommen habe, nicht nur für mich zu behalten, sondern sie mit anderen zu teilen, um meinen Teil Liebe in die Welt zu tragen und den Menschen neue Blickwinkel aufzuzeigen. Ich habe ein sehr unkonventionelles Leben für eine 21 Jährige. Ich lebe mit meiner 10 Jahre älteren Partnerin und ihren drei Kindern/Pflegekindern zusammen und mache viel zu gerne …

Ballast #schlaflos

Verstehst du, was mit dir passiert ist? Wir alle finden uns an Scheidewegen unserer Biografie wieder. Wir sehen uns um und bemerken gar nicht, wo wir uns gerade befinden. Belebt von dem Alltäglichen. Den kurzen, ja viel zu kurzen Urlauben und jagen einem Stressfaktor nach dem anderen hinterher. Falls ihr euch jetzt denkt, dass es doch ganz schön sein kann, dass das alles zu vergessen und in den Momenten zu leben auch Vorteile hat, ja das hat es.  Doch wenn wir nicht einmal wissen, wo wir hingehen, wenn wir uns nicht mal kurz hinstellen und innehalten; wann bemerken wir dann, was wir da in unseren Händen, auf unseren Schultern oder in unseren Taschen mit uns herumtragen?  Wann entscheiden wir endlich, wann es Zeit wird, sich von etwas zu trennen? Was ist denn nur, wenn uns nichts mehr miteinander verbindet, wir uns aus Gewohnheit nicht loslassen? Wenn wir uns verlieren im Alltag, und deshalb die gesamte Kinderzimmer-Einrichtung mit uns herumtragen. Dadurch entwickeln wir uns nicht frei. Wir bleiben eingeschränkt durch uns, unsere Fehler oder unser bloßes …

Erzählt mir eure Geschichten.

Einmal, da war es ein junges Paar, immer wieder kamen sie vorbei. Das Ganze hielt da schon fast ein Jahr. Mittlerweile geht sie einen Schritt auf ihn zu, während er zwei von ihr weggeht. Der kleine Junge, den Hund an der Leine und seine Träume auf der Zunge. Er wollte etwas verändern, erzählte damals euch seine Visionen vom Leben, von einem besseren, als das, was es gerade ist und fing an, dafür zu beben. Er ist gescheitert. Geht jetzt mit, anstatt gegen den Strom und ist wie jeder andere. Dann gab es noch das 14-jährige Mädchen. Tänzerin wollte sie werden, verbrachte die Sommer in eurem Schatten, fing an zu träumen und dann kam er und fing an, sie zu verderben.Auch sie ist an ihren Träumen zerbrochen und hat dem Falschen viel zu viel versprochen. 25 Jahre jung, wusste nicht, was er mit seinem Leben noch anfangen soll, wünschte sich so doll anders zu sein, dass er sich letztendlich selber verlor.Nicht nur seinen Charakter hat er verloren, sondern auch sein Leben gegeben, um endlich Ruhe in seinem …