Alle Artikel in: Du & Ich

Haben oder Sein?

Pausenlos konsumieren Ohne Befriedigung liebenDu gehörst mirIch gehör dirIst es das, was du willstDu hast SehnsuchtIch sehne michDu verstehst den Unterschied nichtEs geht um haben oder seinFühlen tust du nichtsDeine Glieder taub gewordenFür meine StimmeDie dir nicht gehörtDeine Hände greifen Nicht mehr nach mirNach MittagSie greifen mehrIns Leere des Seins Doch bist duDurstig nach WortenDie deinen erkauften Stolz bewundernDich einbalsamieren in geheucheltes InteresseDu hörst mein LachenDenkst nur an deine FehlerDie nur du selbst siehstIch bin hierIch möchte doch nur teilen Was mich erfülltDein Gesicht versteinertZugebaut, verhülltVor den Kopf gestoßenlache ich weiterDenke,Ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dichIch will dir nicht gehörenIch will dich nicht habenIch will mein Sein mit dir teilenOb du mich noch hörst?Denn obwohl ich am Sein arbeiteHabe ich AngstUnd obwohl wir es doch SindHabe ich ZweifelHaben oder Sein? Vereinzelte, verlorene Teile des SeinsZuvor gefunden und nicht behaltenDer von hinten auf dich zeigende SpiegelWürde mich erblassen lassenHätte ich gesehen, dass er zeigt,Was ich warIch war okayBin okay für mich selbst Wann kamen AnsprücheDie mich runter stufen Auf die Stufe derSelbstliebe …

2021 – Der Rassismus bleibt! #wir

TW: Rassismus, Polizeigewalt, Tod Das Jahr 2020 hatte es in sich. Es ist geschehen, was viele von uns nicht für möglich gehalten hätten. Ereignisse, die uns vor Augen geführt haben, wie privilegiert doch viele von uns sind. Ereignisse, die uns an unsere Sterblichkeit erinnert haben. Ereignisse, die gezeigt haben, dass strukturelle Ungerechtigkeit ein Teil dieses Landes ist.Das Jahr 2020 liegt nun hinter uns. Doch endet mit ihm auch der Rassismus? Endet mit ihm die rassistische Polizeigewalt? Enden mit ihm die Rassismuserfahrungen, die marginalisierte Menschen in diesem Land Tag für Tag erleiden?LAUT UND DEUTLICH: NEIN!Deswegen kann und muss 2021 das Jahr sein, in dem Rassismus weiterhin bekämpft wird. Für eine gleichberechtigte Zukunft aller in diesem Land lebenden Menschen! 2020 – Kein Jahresrückblick Freude, Trauer, Wut, Glück, Ohnmacht. Wer hat sie im letzten Jahr nicht verspürt? All diese Emotionen, die das Jahr 2020 in mir ausgelöst haben.Das Jahr der unvorhersehbaren Ereignisse. Wer hätte damit gerechnet, dass 2020 all diese Momente und Herausforderungen für uns bereit hält? Ich sicherlich nicht. Und noch einmal hat mir das Leben gezeigt, …

Was Mut 2020 bedeutet #Mut(Ich)

Jetzt sind es noch 6 Tage.6 Tage bis Heiligabend, wohl einer der geselligsten Feiertage des ganzen Jahres. Wo Familien zusammentreffen, Verwandte, die sonst keine Zeit finden, sich sehen, man gemeinsam isst, sich beschenkt und Zeit miteinander verbringt.  Und obwohl das Verlangen vieler genau dem gleicht, soll und muss das Fest dieses Jahr wohl anders ausfallen. Denn das einzig Vernünftige ist, auch über die Festzeit Distanz zu wahren und auf einander Acht zu geben, in dem man dieses Jahr eben auf genau dieses Zusammentreffen verzichtet.Egal wie schwer es auch fällt.Zum Schutz anderer und unserem eigenen. Es ist das Risiko nicht wert Denn was genau an Konsequenzen das Virus mit sich bringt, kann noch niemand sagen.Aber was wir hingegen sagen können, ist, dass keine Feierei es wert ist, seine Familie womöglich krank zu machen.Denn ganz egal, wie weit weg sich die Erkrankung vielleicht auch anfühlen mag, wenn das eigene Umfeld bisher glücklicherweise nicht betroffen ist, sollte die Gesundheit bei uns allen an erster Stelle stehen. Denn wäre es das Risiko wert zusammen zu kommen, wenn man es …

Kuratierte Realität mit @doandlive #zwischenneugierundbewunderung

Neben großer Bewunderung, geraten Influencer:innen auch immer häufiger in Kritik. Es scheint, als hätte die Unvorsichtigkeit einiger in Bezug auf ungeprüfte Werbeinhalte oder kontroverse Stellungnahmen den ganzen Influencer:innen-Berufszweig ein wenig degradiert. Hinzu kommt, dass das Hauptgeschäft eines Influencers* nunmal mit verschiedenen Facetten des Konsums einhergeht. Auch etwas, von dem sich immer mehr Menschen bewusst zu distanzieren versuchen. Überraschung: nicht jede/r Influencer:in möchte dir Abnehmshakes oder Daniel Wellington Uhren verkaufen. Einige nutzen ihre Platform heute, um eine nachhaltigere und bewusstere Lebensweise aufzuzeigen. So auch Diana @doanlive.  Ich habe mich mit Diana über ihren Werdegang und ihr Verantwortungsbewusstsein als Influencerin unterhalten. Es entstand ein ehrliches Gespräch über Werte, Content und Authentizität in einem oftmals unerreichbar scheinenden Teil des Internets.  Simmer Ready? Wir sind Ready jetzt!  Wie hat das angefangen, mit dir und dem Internet und @doandlive? Hattest du erst einen Blog? Oder wie hat sich das entwickelt? Also ich glaube, ich hatte meinen aller ersten Blog damals auf Blogspot gemacht, da war ich dreizehn. Weil ich damals selbst angefangen habe Blogs zu lesen. Und dann war ich …

Wendepunkt

Sie steht jeden Morgen auf, wäscht sich Isst Macht das Fenster auf Setzt sich vor den Fernseher Und wartet. Auf wen? Oder Auf was? Das Denken funktioniert nicht mehr so schnell Der Fernseher leuchtet hell – Im dunklen Zimmer Da sitzt sie immer Da sitzt sie schon immer Da sitzt sie noch immer Vorm Geflimmer Einer Sendung Die sie nicht versteht „Es gibt jetzt so viele Kanäle“ erzählt sie mir erstaunt Ich lächle und werde still Ich fühle Mitleid Und dann hab ich ein schlechtes Gewissen Weil ich Mitleid fühle Aber ändern kann ich es nicht Es wird immer deutlicher Dass es zu Ende gehen wird Mit 95 Jahren ist das klar „Ein langes, erfülltes Leben“ Und „Es war ein schöner, leichter Tod“ werden sie sagen Und ich werde mich fragen War es das? Oder war es das nur bis zu einem gewissen Moment, einem Wendepunkt ? Wendepunkt, der: Zeitpunkt, an dem sich etwas bedeutend ändert. Gibt es so einen im Leben? Gab es so einen in ihrem Leben? Die erste Frau, die in der …

So, wie ihr uns haben wollt… #wir

…werdet ihr uns nicht bekommen! Hast du dir schon einmal die Frage stellen müssen, wo du hingehörst? Ob es vielleicht sogar an dir liegt, dass du hin und wieder das Gefühl hast, hier nicht angekommen zu sein? Obwohl es keine Frage des “Ankommens” sein sollte. Denn du bist doch schon hier, inmitten anderer Menschen. Du lebst hier und das ist auch gut so!Jedoch gibt es Menschen in diesem Land, die ausgrenzen, Hass verbreiten und spalten.Es braucht eine Gegenbewegung dazu. Findet ihr nicht? Wir versus Ihr. Eine Aussage, die nicht spurlos an mir vorbeigeht.Sie hinterlässt Bilder in meinem Kopf, die von außen an mich herangetragen wurden. Es sind Bilder, die ich angefangen habe, von klein auf zu malen. Mir wurden ein paar Stifte in die Hand gedrückt, mit denen ich all diese Bilder ausmalen sollte. Dabei waren die Umrisse vorgegeben, sodass ich allein in der Auswahl der Farben frei sein konnte. Ich bin frei, aber ich bin es nicht. Mit der Zeit wurden diese Bilder ausgemalt, es wurden Fortsetzungen angefertigt, die Bilder wurden immer größer, sodass …

Andere Wege gehen #zwischenneugierundbewunderung mit Marlen Albrecht

Das erste Interview für “Zwischen Neugier und Bewunderung“ habe ich mit Marlen Albrecht aka Goldmarlen geführt. Wir sprachen darüber, andere Wege zu gehen, seinem Tatendrang zu folgen und über ihre Arbeit als Schmuckdesignerin. Getroffen haben wir uns ganz 2020 getreu virtuell via Zoom.  Ich kenne Marlen persönlich schon seit einiger Zeit. Im letzten Jahr, hatten wir uns für kurze Dauer ein gemeinsames Studio geteilt. Marlen als Schmuckdesignerin und Unternehmerin, ich als Fotografin, bevor ich Stuttgart dann für eine Zeit verlassen habe. Gerne wäre ich noch geblieben, denn Marlen ist so ziemlich der krasseste Mensch überhaupt, wenn es darum geht Ideen umzusetzen und Dinge anzupacken.  Nach ihrem Studium im Bereich Schmuck, ging Marlen für vier Monate für ein Praktikum nach Stockholm, um bei einem großen Modekonzern zu arbeiten. 2018 gründete sie ihr Label “Goldmarlen“, das national und international immer mehr an Bekanntheit gewinnt.  Deine Label-Gründung direkt nach dem Studium, war das etwas wobei du das Gefühl hattest “das ist jetzt ein anderer Weg“? War das etwas, wofür du dich hast rechtfertig müssen? Meinst du in der Gesellschaft …

Ein Reh in der Lichtung

Aber das ist okay. Bald wird es besser. Da bin ich mir sicher. Ich treibe im See, meine Tränen sind das Gewässer. Doch jetzt Ist es besser. – Laura ist 20 Jahre alt, lebt seit einigen Monaten in Wien und ist Philosophiestudentin, als auch Yogalehrerin in Ausbildung. Sie liebt die Sonne und Frühlingsgefühle. Sie ist ein absoluter Gefühls- und Lebemensch und findet nichts attraktiver als einen feministischen Mann, denn ein anderer kommt ihr erst gar nicht ins Haus.  Laura schreibt dieses Gedicht, nachdem sie das Männerwelten Video von Joko und Klaas gesehen hat. Vor einigen Jahren wurde sie Opfer sexueller Belästigung. Die Folgen waren ein gestörtes Verhältnis zu Männern, zu ihrer eigenen Sexualität und viele Therapiestunden. Heute kommt sie immer mehr bei sich selbst an und hat das Erlebnis endlich verarbeitet. Die Bebilderung ist von Lisa.

Neue Fremde (und alte Bekannte)

Ich lerne Leute oft on the go kennen. Auch in längerfristigen Umfeldern, beispielsweise an der Uni, wenn man ein Semester lang ein Modul mit den gleichen Leuten besucht, aber sich nur miteinander versteht, weil man sich jede Woche über Thema xyz aufregt. Vielleicht mal auf Whatsapp anschreiben weil ‘oh schau hier, das erinnert mich an diese eine Situation in der wir beide xyz’. Aber dann doch nicht treffen, doch kein näherer Kontakt.  Auf Reisen passiert mir das ständig. Ich bin in Hostels mit Leuten aus aller Welt, wir sind im selben Schlafsaal und unterhalten uns über Politik in Europa. Ich erzähle, dass ich morgen ins Museum gehen will, du rätst mir früh hinzugehen, weil es immer so schnell voll sein würde. Nach zwei Stunden Reden über Gott und die Welt gehen wir beide ins Bett, du musst morgen früh um acht zum Flughafen, um nach Griechenland zu fliegen und ich bin einfach nur müde von der Anreise. Nachts liege ich dann wach im Bett und bin irgendwie so ruhig wie nie, habe Neues über die …

Wir sind es (nicht) wert! #wir

Alle Menschen sind gleich. Alle Menschen in diesem Land sind gleich. Dieser Gedanke ist vermutlich in den Köpfen vieler Menschen. Zugegeben, es ist ein sehr schöner Gedanke. Jedoch fällt in der Auseinandersetzung mit diesem Thema schnell auf, dass dies nicht der Wahrheit entspricht. Die (Un)gleichheit der Menschen Sollten alle Menschen gleich sein? Ja! Werden alle Menschen in diesem Land gleich behandelt? Nein! Also, noch einmal: Alle Menschen sind gleich. Alle Menschen in diesem Land sind gleich. Richtig? Falsch! Recht schnell stößt man auf einen Widerspruch, sieht man sich auf der einen Seite die Inhalte des Grundgesetzes an und auf der anderen Seite reicht ein – für mich persönlich und für viele andere Menschen auch – kurzer Blick auf die Gesellschaft, in der wir leben. Was ist das für ein Widerspruch, welche Unterschiede sind erkennbar, wenn Grundgesetz und Realität oder das wahre Leben miteinander verglichen werden? Grundgesetz, sag’ mir, wie stehst du dazu? Hierfür sollten wir zunächst einmal einen Blick ins Grundgesetz werfen. Wir haben hier dessen ersten Artikel. Den Artikel, den die meisten von euch …