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§219a

Abtreibung. Wie oft andere Mädchen und Frauen daran denken weiß ich nicht, aber jedes mal wenn meine Periode ein bisschen zu spät kommt schießen mir tausende Fragen dazu in den Kopf. Was, wenn ich diesmal wirklich schwanger geworden bin und was, wenn ich mich dazu entscheide nicht Mutter zu werden? Wohin kann ich gehen und wer macht das dann? Wird es weh tun? Und darf ich das überhaupt? Ich war immer fest davon überzeugt, dass Abtreibungen in Deutschland einfach und legal seien. Aber damit lag ich falsch. Während Frauen in Frankreich und Italien beispielsweise legal abtreiben dürfen wenn sie ungewollt schwanger geworden sind, ist bei uns die Rechtslage nach wie vor kritisch. Es ist straffrei aber nicht eindeutig erlaubt, doch das schlimmste ist, dass Ärzt*innen die Abtreibungen durchführen das Leben schwer gemacht wird. Unter den Anschuldigungen der ,,Bewerbung” von Schwangerschaftsabbrüchen fanden sich etwa die beiden Ärztinnen Natascha Niklaus und Nora Szas im August 2018 vor Gericht. Und das für diesen Satz: “Schwangerschaftsabbruch, operativ oder medikamentös”, der sich ganz unten auf der Liste von ambulanten Operationen …

Was ich zu sagen lerne /6

Die Bilder habe ich im Februar und März aufgenommen. Die Worte waren teilweise schon vor Monaten in meine Heften oder Notizen geschrieben worden. Ich habe zuletzt eine Zeit durchgemacht, in der ich das Negative – was es immer gibt – noch negativer wahrgenommen habe. Ich habe viel hinterfragt. Viel nachgedacht. Viel neu zusammengesetzt. Festgestellt, auf wen Verlass ist – und auf wen nicht. Ich habe gemerkt: Reden ist Gold, Schweigen ist Silber. Und dass ich trotzdem immer ein stilles Wasser sein werde. Es geht immer um die Art und Weise. Um das Wie. Was für ein Mensch möchte ich sein? Und wie gehe ich als ein besserer Mensch aus der Situation heraus, als ich es vorher war? Worte und Fotos von Nora.

Domino

In einer Welt, die nicht mehr unsere ist – sondern denen gehört, die in geschlossenen Räumen lobbying betreiben und über unsere Zukunft, die dieser Erde, entscheiden – zählen wir, mehr als je zuvor. Unser Handeln, unsere Taten können uns tragen – was wir in diese unermessliche Weite des Universums rufen, kommt auch so wieder zurück zu uns. Es braucht nur eine Stimme – um die Lawine ins Rollen zu bringen. Es braucht nur eine Stimme – um die Kettenreaktion des Dominoeffekt in Gang zu setzen. Es braucht nur eine Stimme – Deine Stimme. Wie ich, Du, wir unsere natürlichen Talente nutzen und einsetzen ist wesentlich für den Abdruck, den wir mit unseren Füßen auf dieser Erde lassen. Kunst: sie umgibt uns, kann uns zu Großem inspirieren, zu uns selbst führen aber auch entfremden. Medien: sie sind wohl das, was unsere Zeit am meisten prägt – sie beeinflussen unsere Einkäufe, was wir sehen sollen, wer wir sein wollen. Erschaffe diese, die Positives beeinflussen. Social Media: dort, wo wir unsere Leben präsentieren. Sie erlauben uns, über unseren …

Deine eigene Muse

Sein oder eben auch einfach mal nicht sein, das ist keine Frage, sondern stellt unüberwindlich eine klare Antwort auf unsere Frage nach dem perfekten Sein dar. Wir lassen uns gerne verleiten. Zu fremden Chaos, den wir als unseren annehmen. Zu fremden Ansichten, die unsere zu sein erscheinen. Und genauso zu fremden Annahmen, dass unser kleines positive Reich ins Unendliche expandieren könnte, wenn wir deren Vorstellung von Glück nachverfolgen. Natürlich können fremde Ideen und Anregungen, für ein erfüllteres Leben, einen positiven Effekt erzielen. Inspiration ist hier das Schlagwort. Wir verbringen unsere Zeit damit, Informationen von allen Seiten aufzunehmen, möglichst viel zu sozialisieren. Die positive Kraft, die uns von allen Seiten umgibt, möchten wir auch haben. Aber warum sollte ich die Gedanken eines anderen nachverfolgen, wenn sie doch eben nicht meine sind? Subjektivität ist doch genau das Äquivalent zur Individualität. Die ursprüngliche Quelle des Seins bist du, nicht die anderen und die anderen können auch nichts daran ändern, wie du nun eben bist. Ein Unikat. Wie die Zahl „Uni“ schon beschreibt, es gibt nur eine einzigartige Version …

Wie ein Schlag

Ich habe diese Woche gemerkt, wie schnell alles auf einmal anders sein kann. Und ich habe Glück gehabt. Bin mit einem Schock weggekommen. Der hat mir aber – mal wieder – gezeigt: das Leben ist fragil, die Menschen in deinem Leben sind fragil und vor allem ist deren Gesundheit kein garantiertes Programm. Gesundheit ist vergänglich. Gesundheit ist einen Tag da und kann den nächsten Tag weg sein. Wir lernen, mit „Ungesundheit“ zu leben. Wir lernen aber auch, mit Gesundheit zu leben. Beide Stadien zu akzeptieren, hinzunehmen. Sollten wir nicht. Gemerkt habe ich: da sollte es keine Stagnation geben. Keinen Halt. Es geht immer noch besser. Es geht immer sicherer. Es geht nie perfekt. Aber immer geht was. Also auch wenn es nervig ist: ich möchte lieber ein Mal zu viel meinen Liebsten Druck machen, die eine odere andere Lebensweise zu überdenken. Schlimmer wäre, sich irgendwann eingestehen zu müssen, man hätte nicht genug getan. Das ist der eine Punkt. Der andere? Dass sämliche Seligkeit mit einem Mal weggefegt werden kann, wenn die Gesundheit eben nicht mehr …

Januar Lieblinge

Dass es im Januar viel gab, was mich glücklich gemacht hat, sieht man schon allein daran, dass ich hier noch einmal von einer Hand voll anderen Favoriten berichten kann, als auf meinem YouTube-Kanal. Ich mag den Winter. Ich mag auch die kalten Monate. Denn wenn man sich warm anzieht – und es sich auch im Herzen warm hält – dann sind sie gar nicht mal so kahl und trüb. Und so fiel es mir auch nicht schwer, mich an all den kleinen Dingen und Situationen zu erfreuen. Der Winter ist die Zeit der Zitrus-Früchte. Herrlich! Orangen gehören zu meiner liebsten Sorte von Obst! Perfekt finde ich sie, wenn sie die richtige Mischung aus saftig und süß sind – mit einem Schuss Säure! Eine kleine Spontan-Errungenschaft von mir war ein Paar Ohrringe. Sie sind mal was anderes und peppen meine meist simplen Outfits auf. Besonders gut kommen sie bei kürzeren Haaren zur Geltung. Haarschnitt? Check! Und nicht nur die Ohrringe sind neu. Am selben Tag konnte ich im Sale bei einem fairen Modegeschäft diese wunderschöne PeopleTree …

Vorbilder und Trugbilder

Wir alle haben sie. Wir alle haben verschiedene Vorbilder. Manchmal wollen wir uns vielleicht gar nicht so recht eingestehen, dass wir eine bestimmte Person bewundern. Wir kleistern unsere Wände voll und können gerade anhand des Internets fast jeden Schritt einer bestimmten Person verfolgen. Wir versetzen uns in die hinein, die wir bewundern, und wollen zumindest ein bisschen so sein wie sie.  Gibt es gute und schlechte Vorbilder? Wie hat sich dieses Phänomen in den letzten Jahren verändert? Wie sehr brauchen wir Vorbilder, um uns selbst zu finden?In dieser mehrteiligen Reihe setzen wir uns mit genau diesem Thema auseinander. Denn Vorbilder sind das, was wir daraus machen. Ein bisschen so sein wie sie … In meinen Augen sind Vorbilder Menschen, die ich aufgrund dessen, was sie erreichen oder was sie sagen, bewundere. Menschen, die mich anspornen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und das zu ändern, was mir nicht gefällt. Die mir das Gefühl geben, dass sowas überhaupt möglich ist. Oft ist es auch so, dass uns selbst gar nicht so bewusst ist, wie …

Wo bleibt die Menschlichkeit?

In einer Welt, in der Fortschritt so großgeschrieben wird und die so modern zu sein scheint, herrscht doch so viel Ungerechtigkeit. Eine Welt, die als emanzipiert angesehen wird, doch wo Frauenfeindlichkeit noch so präsent ist. So viele unrechte und unmenschliche Taten, die jeden Tag aufs Neue passieren, die einen an der Menschlichkeit zweifeln lassen. Auch wenn wir im 21. Jahrhundert leben, haben wir noch so viel vor uns. Warum Unterschiede zwischen Menschen machen, wenn wir doch alle gleich sind? Warum unterscheiden zwischen Mann und Frau, zwischen dunkel- und hellhäutig, zwischen heterosexuellen, bisexuellen oder homosexuellen? Wir sind alle gleich auf die Welt gekommen, dementsprechend haben wir den gleichen Wert und genauso sollten wir auch behandelt werden. Menschen, die aufgrund des Genders oder der Sexualität Unterschiede machen, sind hier eindeutig fehl am Platz. Manche Menschen in dieser Gesellschaft versuchen uns vorzugeben, wie wir denken und wie wir andere behandeln sollten. Wem welche Machtposition zuzuteilen ist und wer vermeintlich mehr zu sagen hat. Stellen sich selbst als etwas besseres dar, obwohl wir doch alle gleichwertig sind. Doch wir sind …

Was ich zu sagen lerne /5

Mit diesen Bildern und Worten will ich eine Metamorphose zeichnen. Will etwas beenden. Will etwas neu anfangen. Will das, was jetzt ist. Und dies mit in die Zukunft nehmen. Festhalten. Vor allem jedoch: all die Gefühle nie vergessen. Denn von dem, was war, kann ich viel lernen. Zum Beispiel was ich nie wieder so möchte. Oder an welchen Stellen ich mich bessern muss. Wie gut Veränderung doch ist. Wie gut es doch ist, das wir alle unterschiedlich sind. Dass wir uns mit dem einen Menschen so fühlen und mit dem anderen so. Bilder und Texte von Nora. Ein was hat auch ihre Mama gesagt. Ein was hat Taylor Swift in “King of my Heart” gesungen.