Autor: tierindir

Zwei Jahre TIERINDIR

Heute vor zwei Jahren ist unser erster Post online gegangen.Seitdem hat sich einiges getan. Ich bin sicher, so in etwa hat auch der Jubiläums-Post vom letzten Jahr begonnen.Seit unserer Gründung passiert einfach so unglaublich viel. Wie verrückt das eigentlich alles ist? Ziemlich! Und immer wieder sind es neue Dinge, Neues, wofür wir Verantwortung tragen, neue Ideen, neue Hindernisse. Dieses Jahr haben wir unseren Verein gegründet, haben erfolgreich (dank Euch!) ein Crowdfunding auf die Beine gestellt, Sticker und Postkarten gestaltet und gedruckt, waren auf Messen unterwegs (und haben gemerkt, dass das nichts für uns ist), haben Vorträge gehalten, uns gegenseitig besucht, das Print-Magazin besprochen, einen weiteren Podcast ins Leben gerufen und mehr als 100 Beiträge veröffentlicht. Das alles hätte ohne Euch als Lesende, Beitragende und Unterstützende natürlich nie funktioniert. Also Danke! Danke, dass ihr an unsere Vision glaubt! Da wir langsam, aber stetig wachsen, hart an unserem Print-Magazin arbeiten und noch viele andere Ideen haben, ist es Zeit, auf TIERINDIR.de neue Wege zu gehen.  Von Anfang an waren wir von der Qualität unserer Zusendungen begeistert! Warum …

Unsere Lieblinge des Sommers

Die Blätter fallen vom Baum, wir holen die dicken Schals aus den hintersten Ecken unserer Schränke und verstauen dort stattdessen nun die Badesachen. Der Sommer endet und wir zeigen Euch heute, was uns über die Zeit begleitet hat. Imina: Diesen Sommer bin ich nicht verreist. Deshalb war es schön, jeden Tag zumindest mit dem Fahrrad an den See zu fahren und ins Wasser springen zu können. Auch im Freibad bin ich fast jeden Tag geschwommen. Ich habe bemerkt, dass ich das Schwimmen gern ganzjährig in meinen Alltag integrieren möchte, weshalb ich mir jetzt eine Dauerkarte für’s Hallenbad gekauft habe. Luka: Ich war während des Sommers zwar auf keiner großen Reise, bin aber trotzdem viel unterwegs gewesen. Baden im See, lesen im Park, Filme im Open Air Kino und Wein trinken am Ufer. Außerdem konnte ich mit dem Sommerticket der Deutschen Bahn viel und vor allem für wenig Geld ganz entspannt durch Deutschland reisen und habe viele Freunde besucht. Was ich wirklich immer dabei hatte war meine Lunchbox und eine Wasserflasche. Da ich eigentlich überall die …

Gute Freunde in schweren Zeiten

Immer wieder in unserem Leben werden uns Menschen begegnen, die psychisch krank sind. Wenn dir ein*e gute*r Freund*in plötzlich von seiner Depression erzählt, kann das erst einmal eine ganz schöne Belastung sein. Aber es bedeutet auch, dass die Person dir sehr vertraut. Es ist nicht leicht, sich jemandem ganz zu öffnen und zu erzählen, wie es wirklich in einem aussieht. Wie gehe ich damit also um? Wie verhalte ich mich richtig, ohne jemandem zu nahe zu treten, aber trotzdem für ihn da zu sein? Wie schaffe ich es, wenn es mir selbst nicht so gut geht, mich nicht herunterziehen zu lassen? Das allerwichtigste zuerst: Habe Geduld. Dein*e Freund*in befindet sich gerade in einer schweren emotionalen Phase. Du kannst womöglich nicht wirklich nachvollziehen, wie es im Kopf dieser Person gerade aussieht. Aber du kannst dir sicher sein, dass sie sich das alles nicht einfach so ausdenkt oder gar zum Spaß durchmacht. Nimm also Rücksicht und meine es gut mit deinem/deiner Freund*in. Schenke ihr*ihm Vertrauen und erinnere ihn daran, wie viel er*sie dir bedeutet.  Es ist außerdem …

Dream Big – Clara Noa

Wir glauben ganz fest daran, dass man niemals zu groß Träumen kann und dass Träume wahr werden, wenn man nur fast daran glaubt. In unserer Interviewreihe “Dream Big” haben wir die unterschiedlichsten Menschen gefragt, was denn ihre größten Träume sind. Was wolltest du als Kind werden und was machst du jetzt? Schon als Kind war es mein größter Traum, auf der Bühne zu stehen und Tänzerin zu werden. Und Tada! Nachdem ich im letzten Jahr die Schule abgeschlossen habe, habe ich nun meine staatlich anerkannte Bühnentanzausbildung in Berlin gestartet. Was bedeutet Träumen für Dich? Kann man zu groß träumen? Träumen bedeutet für mich, positive Lebenswege und Lebenswelten zu kreieren – mich also auch in verschiedene Lebenswege zu versetzen. Es ist also eine totale Erweiterung meines Bewusstsein. In meinen Träumen empfinde ich keine Ängste, Sorgen, Zweifel oder Verlust. Zusätzlich denke ich, dass Träume auch oft als Realitätsflucht genutzt werden. Kann man zu groß Träumen? Auf keinen Fall!Ich frage mich viel eher, ob man das Träumen im Alter verlernen kann. Wie viel Zeit und Energie steckst Du in das …

Wie viel bemutterst du?

Zum gestrigen Muttertag haben wir uns damit beschäftigt, wie sehr das Mutter-sein, bemuttern oder bemuttert werden wollen eigentlich in uns steckt. Wie sieht das bei Euch aus? Stört es euch, oder macht es Euch nichts aus? Habt ihr Euch schon mal damit befasst, wo das eigentlich herkommen könnte? Luka Ich bin sehr darauf bedacht, in Harmonie mit den Menschen zu leben, die ich liebe und die mich lieben. Ich mag es überhaupt nicht, nahestehende Menschen zu verletzen und würde vieles dafür tun, dies zu vermeiden. Deshalb stelle ich meine eigenen Bedürfnisse und Erwartungen oft in den Hintergrund, verstelle mich oder erzähle nicht immer alles und das bloß, um anderen Menschen damit einen Gefallen zu tun. Natürlich ist das nicht wirklich schön, jedoch lässt es mich leichter leben, als immerzu nur an mich zu denken. In einem gewissen Grad ist das vermutlich auch normal, aber irgendwann auch nicht mehr. Und dass ich meinen Mitmenschen damit gar nicht so einen großen Gefallen tue, ist mir erst neulich aufgefallen. Was ich bloß gut meine, kann bei den anderen …

How to: Kunsthochschule

Was an Universitäten und Hochschulen der Numerus Clausus ist, ist an der Kunsthochschule die Mappe. So müssen alle, die an einer Kunsthochschule studieren wollen, vorab eine kleine oder manchmal auch ganz schön große Hürde überwinden und ein eigenes Portfolio erarbeiten. Manche Kunsthochschulen fordern zusätzlich noch eine Hausaufgabe. Manchmal ist die Bewerbungsmappe auch nur der erste Schritt; oft folgt darauf noch eine Eignungsprüfung oder ein Gespräch. Trotzdem ist die Abgabe der Mappe der erste und wichtigste Schritt auf deinem Weg in die Kunsthochschule. Da es bei den künstlerischen Studiengängen oft wesentlich mehr Bewerber*innen als Studienplätze gibt, kommt der Bewerbungsmappe eine entscheidende Bedeutung zu. Du präsentierst dich, deine kreative Arbeit, deine künstlerische Eignung und vor allem wird klar, ob du wirklich Bock auf so ein Studium hast, oder nicht. Wir können mit diesem Post weder versprechen, dass ihr mit eurer Mappe auf jeden Fall in dem gewünschten Studiengang angenommen werdet, noch können wir sagen, wann eine Mappe wirklich gut ist. Jedoch haben wir, Imina und Luka, in den letzten zwei Jahren einige erfolgreiche Mappen angefertigt und viel …

Sex: Fantasie und Realität

Unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben machen Sex immer wieder zu einem spannenden und vor allem ganz eigenen Erlebnis. Es ist nie gleich, aber immer irgendwie besonders und intim. Und das ist toll! Trotzdem haben wir alle dieses eine Bild von dem perfektem Liebesakt im Kopf. Kerzen, schöne Unterwäsche, elegante Bewegungen, keine Pannen.  Worüber jedoch kaum jemand spricht, ist, dass dieses Klischeebild kaum erfüllt wird. Die eigene Phantasie vom Geschlechtsverkehr sieht nunmal ganz anders aus als die Realität. Und das ist auch gar nicht schlimm. Wie langweilig wäre es denn, wenn jeder Sex immerzu gleich verlaufen würde?  Schuld an diesem Bild in unseren Köpfen unter anderem ist die Pornoindustrie. Wo vor ein paar Jahren der Fantasie keine Grenzen gesetzt worden sind, kann man sich heute unzählige kleine Filmchen im Internet anschauen, in denen es immer wieder gleich (und gleich schnell) abläuft. Heterosexueller Mann, eine Frau, die all seine Bedürfnisse befriedigt, immer alles super gut kann, lautes Stöhnen, keine Fehler, kein Schweiß, immerzu die gleichen Stellungen. Doch ein Glück gibt es da noch so viel mehr, was …

TIERINDIR GOES PRINT

Wir haben endlich den Schritt gewagt und eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um endlich die erste Printausgabe von TIERINDIR zu finanzieren! Bis zum 29. Mai 2019 könnt ihr uns unterstützen und unser großes Ziel, das wir von Anfang an hatten, ins Leben rufen! Wie läuft das Ganze? Vom 29. April bis zum 29. Mai könnt ihr hier für die Umsetzung des Printmagazins spenden. Doch nur das wäre ja zu langweilig – deshalb haben wir uns noch ein paar andere Merchandise-Artikel überlegt, die ihr auf der Seite erwerben könnt! Die Merchandise-Artikel sind streng limitiert. Das heißt – schnell sein! Es besteht aber auch die Möglichkeit, einfach einen beliebigen Beitrag – ohne Gegenleistung – zu spenden. Wie kommen die Preise zustande? Da du nicht nur den Artikel erwirbst, sondern auch für’s Gesamtprojekt spendest, wird das Merchandise eher als ‘Dankeschön’ an dich verschickt + eine Spende ist sozusagen gleich im Preis mit inbegriffen. Je mehr Leute spenden, desto besser! Egal, wieviel! Wir sind gleichzeitig Teil des UNIKAT Crowdfunding Contest. Das heißt: Wenn wir die meisten Leute erreichen, können wir noch …

Tabuthema? Der weibliche Orgasmus

Der weibliche Orgasmus, auch Höhepunkt oder Klimax, ist und bleibt ein Mysterium für sich, denn Frauen fällt es oft deutlich schwerer, beim Sex zu kommen. Wieso wird darüber so wenig gesprochen? Wieso sind männlicher und weiblicher Orgasmus immer noch nicht gleichberechtigt? Wie war es früher und wie ist es jetzt? Im Mittelalter wurde davon ausgegangen, dass Frauen nur dann schwanger werden können, wenn sie einen Orgasmus erleben. Die Männer waren deshalb immer darauf aus, die Frauen zum Höhepunkt zu bringen. Tragisch war, dass Vergewaltigungen gesetzlich nicht mehr als solches gesehen wurden, wenn die Frau schwanger wurde – also vermeintlich gekommen ist. Im viktorianischen Zeitalter (19. Jahrhundert) wurden sexuelles Verlangen und vaginale Ausscheidungen als Symptome für Hysterie. Hysterie ist laut Duden ein veralteter Begriff aus der Medizin und beschreibt eine “abnorme Verhaltensweise mit vielfachen physischen und psychischen Symptomen ohne klar umschriebenes Krankheitsbildgehalten”. Weibliche Sexualität wurde folglich mit einer „Beckenmassage“ behandelt, bei der der Frau ein „Manipulator“ eingeführt wurde, der sie zum Orgasmus brachte – ähnlich wie ein Vibrator. Erst im 20. Jahrhundert, in den 1940er Jahren, …

Tabuthema? Stay safe!

Im heutigen Beitrag soll es um eine ganz bestimmte Sache gehen, mit der sich viel zu wenig beschäftigt wird und über die selbst lesbische/bisexuelle Frauen nicht unbedingt (genug) Bescheid wissen: Verhütung! Denn ja, auch wenn das HIV-Risiko niedrig ist, könnt ihr euch mit Hepatitis, Herpes (beides schon übrigens allein durch Küsse!), Tripper, Pilze und bakterielle Vaginose infizieren. Aber kein Grund zur Sorge, denn wenn ihr euch vorher genügend informiert und schützt, sind eurem Liebesleben keine Grenze gesetzt. Kleiner Disclaimer: Wir sprechen hier nur über den Sex zwischen zwei Frauen*. Natürlich gilt all das auch für die, die sich nicht als Frau definieren, aber über weibliche Geschlechtsteile verfügen. Genauso wie heterosexuellen Paare, die Oralverkehr betreiben! Das Wichtigste: Sprecht miteinander & klärt die Fronten. Seid vor allem ehrlich zueinander. Wenn sich nicht ausschließen lässt, dass eine von euch beiden eine sexuell übertragbare Krankheit hat, gilt als erstes: Lasst euch testen! Das ist nicht peinlich, sondern ganz wichtig. Beim Oralverkehr können Scheidensekrete oder Menstruationsblut den HIV-Virus enthalten & über den Speichel übertragen werden. Während der Menstruation schützt ihr euch vor …