Autor: tierindir

Was wir gerade lesen

Die Meinungen zu den Büchern sind voll & ganz unsere eigenen und stehen nicht in Kooperation. Noch mehr Buchinspirationen gab’s hier! “Walking through Walls” von Marina Abramovic Luka: “Walk through Walls”, die Autobiographie der Performancekünstlerin Marina Abramovic, ist wahrscheinlich eines der Bücher, welches mich am meisten inspiriert hat – sowohl in der Kunst, als auch im alltäglichen Leben. Sie hat die Grenzen der Kunst gesprengt: sich gepeitscht, mit einer Glasscherbe ein Pentagramm in den Bauch geritzt, ein Messer in die Finger gerammt. Sie ist 2500 Kilometer auf der Chinesischen Mauer gegangen, zwölf Jahre in einem umgebauten Citroën-Bus durch die Welt gefahren und hat ein Jahr bei den Aborigines in Australien gelebt. “Call me by your Name” von André Aciman Imina: Von diesem Buch habt ihr sicherlich schon in dem ein oder anderen Kontext gehört & eventuell auch schon den gleichnamigen, Oscar-prämierten Film gesehen. Ich habe das Buch angefangen, nachdem ich den Film schon gesehen hatte weil so viele Menschen es mir ans Herz gelegt haben. Die Liebesgeschichte in einem heißen Sommer in den 80er Jahren …

Dream Big – Clara Noa

Wir glauben ganz fest daran, dass man niemals zu groß Träumen kann und dass Träume wahr werden, wenn man nur fast daran glaubt. In unserer Interviewreihe “Dream Big” haben wir die unterschiedlichsten Menschen gefragt, was denn ihre größten Träume sind. Was wolltest du als Kind werden und was machst du jetzt? Schon als Kind war es mein größter Traum, auf der Bühne zu stehen und Tänzerin zu werden. Und Tada! Nachdem ich im letzten Jahr die Schule abgeschlossen habe, habe ich nun meine staatlich anerkannte Bühnentanzausbildung in Berlin gestartet. Was bedeutet Träumen für Dich? Kann man zu groß träumen? Träumen bedeutet für mich, positive Lebenswege und Lebenswelten zu kreieren – mich also auch in verschiedene Lebenswege zu versetzen. Es ist also eine totale Erweiterung meines Bewusstsein. In meinen Träumen empfinde ich keine Ängste, Sorgen, Zweifel oder Verlust. Zusätzlich denke ich, dass Träume auch oft als Realitätsflucht genutzt werden. Kann man zu groß Träumen? Auf keinen Fall!Ich frage mich viel eher, ob man das Träumen im Alter verlernen kann. Wie viel Zeit und Energie steckst Du in das …

Wie viel bemutterst du?

Zum gestrigen Muttertag haben wir uns damit beschäftigt, wie sehr das Mutter-sein, bemuttern oder bemuttert werden wollen eigentlich in uns steckt. Wie sieht das bei Euch aus? Stört es euch, oder macht es Euch nichts aus? Habt ihr Euch schon mal damit befasst, wo das eigentlich herkommen könnte? Luka Ich bin sehr darauf bedacht, in Harmonie mit den Menschen zu leben, die ich liebe und die mich lieben. Ich mag es überhaupt nicht, nahestehende Menschen zu verletzen und würde vieles dafür tun, dies zu vermeiden. Deshalb stelle ich meine eigenen Bedürfnisse und Erwartungen oft in den Hintergrund, verstelle mich oder erzähle nicht immer alles und das bloß, um anderen Menschen damit einen Gefallen zu tun. Natürlich ist das nicht wirklich schön, jedoch lässt es mich leichter leben, als immerzu nur an mich zu denken. In einem gewissen Grad ist das vermutlich auch normal, aber irgendwann auch nicht mehr. Und dass ich meinen Mitmenschen damit gar nicht so einen großen Gefallen tue, ist mir erst neulich aufgefallen. Was ich bloß gut meine, kann bei den anderen …

How to: Kunsthochschule

Was an Universitäten und Hochschulen der Numerus Clausus ist, ist an der Kunsthochschule die Mappe. So müssen alle, die an einer Kunsthochschule studieren wollen, vorab eine kleine oder manchmal auch ganz schön große Hürde überwinden und ein eigenes Portfolio erarbeiten. Manche Kunsthochschulen fordern zusätzlich noch eine Hausaufgabe. Manchmal ist die Bewerbungsmappe auch nur der erste Schritt; oft folgt darauf noch eine Eignungsprüfung oder ein Gespräch. Trotzdem ist die Abgabe der Mappe der erste und wichtigste Schritt auf deinem Weg in die Kunsthochschule. Da es bei den künstlerischen Studiengängen oft wesentlich mehr Bewerber*innen als Studienplätze gibt, kommt der Bewerbungsmappe eine entscheidende Bedeutung zu. Du präsentierst dich, deine kreative Arbeit, deine künstlerische Eignung und vor allem wird klar, ob du wirklich Bock auf so ein Studium hast, oder nicht. Wir können mit diesem Post weder versprechen, dass ihr mit eurer Mappe auf jeden Fall in dem gewünschten Studiengang angenommen werdet, noch können wir sagen, wann eine Mappe wirklich gut ist. Jedoch haben wir, Imina und Luka, in den letzten zwei Jahren einige erfolgreiche Mappen angefertigt und viel …

Sex: Fantasie und Realität

Unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben machen Sex immer wieder zu einem spannenden und vor allem ganz eigenen Erlebnis. Es ist nie gleich, aber immer irgendwie besonders und intim. Und das ist toll! Trotzdem haben wir alle dieses eine Bild von dem perfektem Liebesakt im Kopf. Kerzen, schöne Unterwäsche, elegante Bewegungen, keine Pannen.  Worüber jedoch kaum jemand spricht, ist, dass dieses Klischeebild kaum erfüllt wird. Die eigene Phantasie vom Geschlechtsverkehr sieht nunmal ganz anders aus als die Realität. Und das ist auch gar nicht schlimm. Wie langweilig wäre es denn, wenn jeder Sex immerzu gleich verlaufen würde?  Schuld an diesem Bild in unseren Köpfen unter anderem ist die Pornoindustrie. Wo vor ein paar Jahren der Fantasie keine Grenzen gesetzt worden sind, kann man sich heute unzählige kleine Filmchen im Internet anschauen, in denen es immer wieder gleich (und gleich schnell) abläuft. Heterosexueller Mann, eine Frau, die all seine Bedürfnisse befriedigt, immer alles super gut kann, lautes Stöhnen, keine Fehler, kein Schweiß, immerzu die gleichen Stellungen. Doch ein Glück gibt es da noch so viel mehr, was …

TIERINDIR GOES PRINT

Wir haben endlich den Schritt gewagt und eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um endlich die erste Printausgabe von TIERINDIR zu finanzieren! Bis zum 29. Mai 2019 könnt ihr uns unterstützen und unser großes Ziel, das wir von Anfang an hatten, ins Leben rufen! Wie läuft das Ganze? Vom 29. April bis zum 29. Mai könnt ihr hier für die Umsetzung des Printmagazins spenden. Doch nur das wäre ja zu langweilig – deshalb haben wir uns noch ein paar andere Merchandise-Artikel überlegt, die ihr auf der Seite erwerben könnt! Die Merchandise-Artikel sind streng limitiert. Das heißt – schnell sein! Es besteht aber auch die Möglichkeit, einfach einen beliebigen Beitrag – ohne Gegenleistung – zu spenden. Wie kommen die Preise zustande? Da du nicht nur den Artikel erwirbst, sondern auch für’s Gesamtprojekt spendest, wird das Merchandise eher als ‘Dankeschön’ an dich verschickt + eine Spende ist sozusagen gleich im Preis mit inbegriffen. Je mehr Leute spenden, desto besser! Egal, wieviel! Wir sind gleichzeitig Teil des UNIKAT Crowdfunding Contest. Das heißt: Wenn wir die meisten Leute erreichen, können wir noch …

Tabuthema? Der weibliche Orgasmus

Der weibliche Orgasmus, auch Höhepunkt oder Klimax, ist und bleibt ein Mysterium für sich, denn Frauen fällt es oft deutlich schwerer, beim Sex zu kommen. Wieso wird darüber so wenig gesprochen? Wieso sind männlicher und weiblicher Orgasmus immer noch nicht gleichberechtigt? Wie war es früher und wie ist es jetzt? Im Mittelalter wurde davon ausgegangen, dass Frauen nur dann schwanger werden können, wenn sie einen Orgasmus erleben. Die Männer waren deshalb immer darauf aus, die Frauen zum Höhepunkt zu bringen. Tragisch war, dass Vergewaltigungen gesetzlich nicht mehr als solches gesehen wurden, wenn die Frau schwanger wurde – also vermeintlich gekommen ist. Im viktorianischen Zeitalter (19. Jahrhundert) wurden sexuelles Verlangen und vaginale Ausscheidungen als Symptome für Hysterie. Hysterie ist laut Duden ein veralteter Begriff aus der Medizin und beschreibt eine “abnorme Verhaltensweise mit vielfachen physischen und psychischen Symptomen ohne klar umschriebenes Krankheitsbildgehalten”. Weibliche Sexualität wurde folglich mit einer „Beckenmassage“ behandelt, bei der der Frau ein „Manipulator“ eingeführt wurde, der sie zum Orgasmus brachte – ähnlich wie ein Vibrator. Erst im 20. Jahrhundert, in den 1940er Jahren, …

Tabuthema? Stay safe!

Im heutigen Beitrag soll es um eine ganz bestimmte Sache gehen, mit der sich viel zu wenig beschäftigt wird und über die selbst lesbische/bisexuelle Frauen nicht unbedingt (genug) Bescheid wissen: Verhütung! Denn ja, auch wenn das HIV-Risiko niedrig ist, könnt ihr euch mit Hepatitis, Herpes (beides schon übrigens allein durch Küsse!), Tripper, Pilze und bakterielle Vaginose infizieren. Aber kein Grund zur Sorge, denn wenn ihr euch vorher genügend informiert und schützt, sind eurem Liebesleben keine Grenze gesetzt. Kleiner Disclaimer: Wir sprechen hier nur über den Sex zwischen zwei Frauen*. Natürlich gilt all das auch für die, die sich nicht als Frau definieren, aber über weibliche Geschlechtsteile verfügen. Genauso wie heterosexuellen Paare, die Oralverkehr betreiben! Das Wichtigste: Sprecht miteinander & klärt die Fronten. Seid vor allem ehrlich zueinander. Wenn sich nicht ausschließen lässt, dass eine von euch beiden eine sexuell übertragbare Krankheit hat, gilt als erstes: Lasst euch testen! Das ist nicht peinlich, sondern ganz wichtig. Beim Oralverkehr können Scheidensekrete oder Menstruationsblut den HIV-Virus enthalten & über den Speichel übertragen werden. Während der Menstruation schützt ihr euch vor …

Wenn die Eltern altern

Nora Meine Eltern sind schon über 25 Jahre verheiratet. Sie haben alles miteinander er- und durchlebt. Sind durch Dick und Dünn gegangen. Meine Eltern haben die Hälfte ihres Lebens bereits hinter sich. Sie werden nicht mehr genau so viele Jahre leben, wie sie es schon getan haben. Das erfüllt mich mit einem Gefühl, was ich gar nicht richtig beschreiben kann, aber es ist kein schönes Gefühl. Kann es überhaupt ein Leben ohne meine Eltern geben? Oder zuerst: ein Leben, in dem meine Eltern nicht mehr den Garten pflegen können? Sich Essen kochen können? Allein aufs Klo gehen können? Ich möchte nicht daran denken, dass es ihnen irgendwann nicht mehr so gut gehen könnte – vor allem gesundheitlich – wie jetzt. Ich habe sie immer für den Fels in der Brandung angesehen. Für die Menschen, die da immer im Hintergrund sein werden. Aber ich merke mehr und mehr: darauf kann ich mich nicht mehr ausruhen. Und sie – ich darf sie nicht so an mir vorbeileben lassen. Sollte mehr in sie investieren, mehr tun. Aber vor …

Tabuthema? Panikattacken

Sie rauben dir den Atem, treffen dich in unpassenden Situationen, halten die Zeit an und nehmen dich gefangen. Du hast das Gefühl, ganz allein damit zu sein, doch das bist du nicht. Heute erzählen Luka, Johanna und Imina von ihren Erfahrungen mit Panikattacken und geben Dir am Ende Tipps und Affirmationen mit auf deinen eigenen Weg. Luka Ich hatte erst einmal eine richtige Panikattacke und die ist auch noch gar nicht so lange her. Trotzdem kann ich mich nicht genau daran erinnern, wie alles ablief. Mir ging es zu dieser Zeit sehr schlecht, es war dunkel und kalt draußen, ich war allein in einer fremden Stadt. Meine Gedanken kreisten tagelang nur um ein Thema und irgendwann spitzte sich alles zu. Ich saß an meinem Schreibtisch und hatte mir gerade etwas zu Essen gemacht. Ich war allein und hatte eigentlich genügend Dinge, die erledigt werden mussten. Trotzdem saß ich einfach nur da. Wirklich etwas gegessen habe ich auch nicht. Meine Gedanken kreisten ständig nur um eine Sache und ich war innerlich sehr gestresst. Ich wollte an …