Autor: Nora

die welt zu deiner machen

Weniger ist mehr. Das gilt auch, wenn man unterwegs ist. In der Schule, auf Arbeit, in der Stadt, auf dem Sprung, zwischen A und B, bei Freunden, beim Wandern und so weiter. Auch hier kann man mir ein paar Tricks und vor allem den richtigen Dingen, viel einsparen, vermindern und verhindern. Denn minimalistisch zu handeln, heißt auch meist, nachhaltig zu leben. Das A&O für Unterwegs sind ja eigentlich Handy, Geldbörse, Schlüssel und ‘was zu trinken. Für den Minimalismus müssen diese Essentials erweitert werden. Nur um im Endeffekt nichts neu zu kaufen oder anzunehmen, was man nicht braucht. Folgender Ruf dringt aus allen Ecken: kauft euch Mehrwegbecher, statt euch immer einen Coffee-To-Go-Becher zu holen. Und schönerweise sind schon ganz viele Leute auf diesen Zug aufgesprungen. Ich mein – was spricht auch dagegen? Für jeden Geschmack ist eine Tasse oder Kanne für unterwegs dabei! Genau wie eine Wasserflasche! Warum immer Plastikflaschen kaufen, statt einfach eine schöne Flasche mit Leitungswasser aufzufüllen? Wer sich wirklich nicht von Sprudelwasser auf stilles Wasser umgewöhnen KANN (ist alles eine Frage des Wollens, nicht des …

Das Gegenteil von gleichgültig

Ich denke sehr viel nach. Ich mache mir über alles Gedanken. Ich bin nah am Wasser gebaut. Ich überdenke, reflektiere und lasse revue passieren. All das gehört zu mir. Und zeigt, das ich involviert bin. Dass mir etwas wichtig ist. Und nicht egal. Dass es weh tut oder schön ist. Dass es mich beschäftigt. Es ist ein Zeichen dessen, dass ich lebe. Ich fühle. Ich fühle viel. Und sehr oft treibt es mich zur Weißglut. Gerade, wenn es schmerzvolle Momente und Empfindungen sind, die ich ausblenden und vergessen möchte. Aber – und das habe ich gemerkt – ich möchte auch nicht ohne. Denn was noch viel schlimmer ist, als ständig jede Emotion zu spüren, sich Sorgen zu machen, zu lachen, zu weinen, Achterbahn zu fahren … ist Gleichgültigkeit. Gleichgültigkeit ist passiv. Sie ist einfach da und übertüncht alles. Wie eine Wolke, wie ein Nebel, durch den man Konturen nicht mehr erkennt oder ein Schleier, der sich über alles legt. Es ist ein ernüchterndes Gefühl. Nicht so sehr, wenn man von Anfang an gleichgültig ist. Aber wenn man …

Nicht Carrie, sondern Nora.

Neulich saß ich in der Bahn und dachte nach. Irgendwie kam ich dann darauf, dass ich meine ganze Jugend und heute auch immer noch versuche, wie jemand anderes zu sein oder einfach anders zu sein. Und vor allem: älter. Ich orientiere mich immer an der Zukunft. Ich mag die Situation oder den Zustand im Hier & Jetzt nicht genug, um damit zufrieden zu sein. Um mit mir und dem, was ich bin, vollends zufrieden zu sein. Es ist normal, dass man als Kind erste Berufswünsche entwickelt. Ich wollte mal Lehrerin, mal Fleischerin, mal Putzfrau und dann Tänzerin werden. Jetzt studiere ich was mit Medien und mein Berufswunsch – der ist eigentlich das zu machen, was ich jetzt mache, nur noch Geld mit zu verdienen. Trotzdem habe ich mit 14 Sex and the City geschaut, wollte in New York leben und Autorin sein. Habe Carrie nachgeeifert. Wollte nicht die ganzen Männer, sondern einfach nur ihr Leben, ihren Lifestyle, ihre Wohnung, ihre Freunde, ihre Klamotten, ihren Job. Wollte mal so werden, wie sie. Und das ist nur …

Wie ich Frieden mit meinem Po schloss

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte von meinem Hinterteil. Wenn ich eine Sache an meinem Körper ändern könnte, dann hätte ich gern einen größeren, gleichmäßigen und definierten Po. Ich schaue gern auf Pos. Ich finde Pos sind etwas wunderschönes. Ich beneide Mädchen und Frauen, die einen tollen Hintern haben. Und ich selber … naja. Klein und nicht fein könnte man sagen. Er entspricht eben nicht ganz meinen Idealvorstellungen. Vor allem hat er auf der einen Seite eine Falte. Und ich arbeite schon Jahre daran, diese Falte wegzubekommen. Schaue mich fast täglich im Spiegel an, probiere Posen aus, bei denen man sie nicht sieht, fühle, quetsche, versuche zu ignorieren. Ich mag meinen Po nicht. Er nimmt mir das Selbstbewusstsein und das Wohlbefinden in meinem Körper. Und das seit Jahren. Booty-Workouts, Squats während ich Zähne putze und Yoga haben nichts geändert. Ich hab mal drei Monate Ballett getanzt. Ja, da ist er etwas fülliger geworden. Aber die Falte ist geblieben. Diese blöde Falte. Und so sehr ich auch immer wieder self love predige und selbst …

Inspiration oder Nachahmung?

Nachmachen ist etwas, was mich schon seit jeher beschäftigt, mir seit jeher nahe geht und womit ich seit jeher zu kämpfen habe. Denn so banal dieses Thema scheinen mag, so wichtig ist es auch, dass wir darüber sprechen. Denn besonders jetzt, wenn wir noch dabei sind, uns selbst zu finden und uns selbst zu definieren, schauen wir oft auf andere. Was machen die? Wie kann ich das auch machen? Wie kann ich es besser machen? Meine Geschichte beginnt so: Ich bin einfach ein 13-jähriges Mädchen, welches noch im Internat lebt, dort Freunde hat und – wie das halt so ist – auch einen Schwarm. Leider lief das mit der Liebe damals aber alles noch nicht so, wie ich mir das gern gewünscht hätte und der Typ empfand nicht dasselbe für mich. Überraschung. Wir waren jedoch zumindest mal echt gute Freunde gewesen. Doch dann kam sie. Sie war das non-plus-ultra. Sie war perfekt. In meinen Augen. In seinen Augen. In den Augen aller eigentlich. Sie war hübsch, schlau, lustig, talentiert, eloquent und es dauerte nicht lang, …

Grün, die Farbe der Hoffnung

Wenn ich eine Sache loswerden will, dann ist es das: Macht die Dinge, bevor es zu spät ist. Verwirklicht euer Kopfkino, bevor ihr vielleicht nie mehr die Chance dazu habt. Was das mit Unterwäsche zu tun hat? Ich hatte diese schon vor einiger Zeit im Laden hängen sehen und musste seitdem immer wieder daran denken. Ich wollte aber vernünftig sein und warten, bis sie reduziert ist. Wollte sparen. Wusste nicht, dass ich sie mir jetzt am Ende selbst ausziehen würde. Und genau deswegen musste ich sie mir jetzt kaufen. Zum vollen Preis. Weil der Moment trotzdem besonders werden wird. Vielleicht noch viel besonderer. Und außerdem war sie grün. Grün, die Farbe der Hoffnung. Die Hoffnung, dass doch alles anders kommt. Die Hoffnung, dass ich auch allein zurecht komme. Die Hoffnung, dass – egal, was passiert – alles gut werden wird. Aber das ist nur eine Art, wie Unterwäsche helfen kann. Sie ist Geheimwaffe. Sie kann verführen. Sie kann abweisen. Sie kann schmeicheln. Sie kann betonen. Sie kann verdecken. Sie kann umspielen. Sie kann ja sagen. …

Träume können wahr werden

Ich will ganz ehrlich mit euch sein. Wir haben erst heute – an Silvester – darüber nachgedacht, was heute für ein Post kommen kann. Haben erst heute entschieden, dass 3 Posts online gehen. Von jedem einer. Und meiner soll 20 Uhr online gehen. Es ist jetzt 19.20. Und bis gerade eben wusste ich nicht, was ich schreiben werde. Dann habe ich die Posts von Luka und Imina gesehen. Und wusste es. Jetzt läuft im Hintergrund unsere Winter Playlist auf Spotify und ich möchte darüber schreiben, was diese zwei Menschen und diese Seite mir bedeuten. Als ich letztes Jahr in’s neue Jahr rein gefeiert habe, hätte ich nie ahnen können, dass es so endet. Dass ich ein Jahr später einen Artikel für ein – mein – Online-Magazin schreibe. Und dass ich mit solchen wundervollen, talentierten und strahlenden Menschen zusammen daran arbeite. Und dass wir es in nur zwei Monaten schon so weit geschafft haben. Alles hat damit angefangen, dass ich geträumt habe. Dann habe ich diesen Traum ausgesprochen. Dann haben sich Menschen und Ideen zusammengefügt. Dann …

Der Tag danach

Ein ganzes Jahr hat es mich gestört. Ein ganzes Jahr habe ich mich nicht gut genug gefühlt oder nicht wichtig genug oder ausgelassen. Und ein ganzes Jahr habe ich gebraucht um zu verstehen, dass es nicht so ist. Ich rede vom Tag danach. Vom Tag nach der Party. Nach unendlich vielen selbstgedrehten Zigaretten, nach zig Bierdeckeln auf dem Boden, nach neu geschlossenen Bekanntschaften, nach der Gute-Nacht-SMS um 4 Uhr morgens.  Den Tag hab ich immer bekommen. Den „Morgen“ um 12 Uhr, nachdem ich eine Stunde Fahrtweg hatte, das Fertigmachen seit 9 Uhr umsonst, da es eh zurück in’s Bett geht. Irgendwas machen? Nein, lieber irgendwas gucken. Und es war gar nicht eben dieser Tag, der mich gestört hat. Ich mag Serien, ich mag langsame Tage, ich mag Zeit mit ihm. Es hat mich eher gestört, Nachts nicht dabei gewesen zu sein. Nicht zu wissen, wie ich mir das vorstellen soll oder was er gerade mit wem macht. Nicht ein einziges Mal war ich dabei. Ich bin sicher, es hätte mir nicht gefallen. Von der Musik …

Loslassen.

Ich muss zugeben, noch vor ein paar Jahren hat mich das Thema „Loslassen“ nicht so sehr beschäftigt, wie jetzt, mit 19. Ich weiß gar nicht, warum. Immerhin gab es schon immer Dinge, Gefühle und vor allem Menschen, an denen ich unbedingt festhalten wollte. Vielleicht haben sich einfach die Zeiten geändert. Alles ist schnelllebiger, zerbrechlicher & verrückter geworden. So richtig beständig ist nichts mehr in Zeiten von Smartphones, Social Media & Co. Und vielleicht fällt es uns deshalb manchmal so schwer, von Geliebtem abzulassen – es aufzugeben. An Oberflächlichkeit gibt es genug rund um die Uhr, aber das hier … das soll genau so bleiben, wie es ist. Denkt man sich. Fühlt man. Den Loslassen tut weh. Loslassen ist verdammt schwierig. Zumindest war es das vor ein paar Wochen noch für mich. Bis ich mir gedacht habe: alles wird so kommen, wie es bestimmt ist. Denn auf manche Sachen hat man einfach keinen Einfluss. Man kann kämpfen, man kann beten, man kann sich aufopfern. Aber man sollte sich niemals selbst verlieren, indem man all seine eigene …

Pass auf mich auf.

    Irgendwie Hab ich diese kleine Flasche Alkohol entdeckt Und dachte mir ‘Warum nicht?’ Und jetzt feier’ ich eine eigene kleine Party Und die ist alle Aber ich hab aus dem Glas getrunken wie eine Dame Und will irgendwie mehr Könnte auch nochmal los Aber das wäre nicht so mein Stil und nicht so klug Aber ich hab’ gerade so Freude irgendwie Fühl’ mich nichtmal schwummrig wie sonst Nur gut Naja Gerade lieg’ ich auf dem Boden Aber wenn ich diese Nachricht geschrieben hab’, steh’ ich wieder auf Und tanz’ weiter Wahrscheinlich lösch’ ich all die letzten Sachen Wie ich’s immer tu’ wenn ich zu viel schreib’ Das siehst du immer nicht aber ich schreib’ Romane Immer Und lösch’ dann das Unbrauchbare Genug Ich liebe dich Viel Spaß Pass auf mich auf.     – Dieser Text (der eigentlich eine SMS ist) entstand eines Nachts, als ich ein Teil sein wollte. Und nicht konnte. Und was macht man, wenn man nur sich selbst hat? Das Beste daraus. Und ich denke, dass man aus jeder …