Autor: Nora

Schließ aus, was dir nicht guttut

Wir Menschen haben Angst vor’m Loslassen. Wir haben Angst vor Neuem. Wir haben Angst, aus unserer Komfortzone herauszutreten. Und so leben wir lieber in Situationen oder mit Menschen oder Gefühlen, die uns nicht gut tun, als dass wir proaktiv dagegen vorgehen. Wie schwer fällt es uns, die Schule zu wechseln? Wie schwer fällt es uns, Freundschaften zu kündigen? Wie schwer fällt es uns, Schluss zu machen? “Zu” ist die Antwort. Zu schwer. Denn wenn du alles probiert hast, wenn du viel Zeit ins Land hast gehen lassen, wenn es wirklich nichts mehr gibt, was die Sache irgendwie besser machen könnte – dann weg damit. Raus damit. Tschüss. Arrivederci. Die Eliminierung ist aber nicht das Schlimme. Das ist ein relativ einfacher Schritt. Das Schwierige ist das Davor und das Danach. Wir malen uns alles viel dramatischer aus, als es eigentlich ist. Denken immer, es wird alles noch katastrophaler. So sind wir Menschen eben. Aber in den meisten Fällen wird es besser. Das Leben wendet sich, wird anders, wird einfacher. Dein Herz leichter. Da ist plötzlich Platz …

Reden ist Gold

Für die längste Zeit meines Lebens war ich ein stilles Mädchen. Habe ich lieber geschluckt, als etwas zu sagen. Oder etwas zu entgegnen; meinen Standpunkt zu verteidigen. Und ich wäre wahrscheinlich auch still geblieben und hätte weiter in mich hinein geschrien, wenn ich nicht an den Punkt gekommen wäre, an dem es hieß: Du hast nichts mehr zu verlieren. Solche Wendepunkte können augenöffnend sein. Sie sind in jedem Fall befreiend. Auf einmal sind Dinge, über die ich mir immer Gedanken gemacht habe, nichtig geworden. Es war mir egal, was von mir gedacht oder gehalten wurde, denn entweder, es kommt jetzt zum großen Aufschrei oder eben nicht. Ganz nach dem Motto: Es kann eh nichts mehr passieren, was die Lage verschlimmern würde. Es kann entweder so bleiben, sich manifestieren – oder besser werden. Und wie es besser wurde. Indem ich meinen Mund aufgemacht habe – und damit meinen Kopf, mein Herz, meine Seele – wurde ich erst wirklich als diejenige wahrgenommen, die ich bin. Eine Person mit Gefühlen, Ängsten, Nöten. Eine, die nicht alles hin nimmt …

Juli Lieblinge

Der Juli war ein Monat – ein guter. Aber der Juli hat es mir auch nicht leicht gemacht. Ich hatte beim Lernen die größten Probleme meines Lebens. So große, dass ich am Ende durch meine Prüfung gefallen bin. Ich hatte Herzschmerz ohne Ende. Habe tagelang geweint. Habe mich nicht so ernährt, wie ich es für richtig halte und eigentlich gern würde. Und umhüllt war das alles von einer unerträglichen Hitze. Und doch: Ich möchte mich nicht beschweren. Ich bin dankbar für den Juli. Er hat mir die Augen geöffnet. Hier sind einige der Dinge, die mich diesen Monat besonders glücklich gemacht haben. Schreiben hilft mir schon seit jeher, aber hat es noch nie so gut getan wie jetzt. Jeden Gedankenfetzen halte ich in meinem Notizbuch oder meinem Tagebuch fest. Jede Idee. Und am Ende entsteht aus etwas Negativem etwas Positives. Das ist wohl das Schönste daran. Heiß, heißer, der Sommer dieses Jahr. Trotzdem wird es in den Abendstunden, oder wenn man dann doch mal in klimatisierten Räumen oder im Schatten ist, kühler. Deswegen habe ich …

Konzentrationslos

Kann mich nicht konzentrieren. Nicht darauf, diesen Beitrag zu schreiben, nicht auf’s Lernen, allgemein nicht. Es fällt mir schwer, bei einer – und wirklich nur einer – Sache zu bleiben. Woher kommt das,  frage ich mich. Ich habe mir Tipps durchgelesen, wie man sich besser konzentrieren kann. Fünf waren es. Sie lagen zwischen viel Wasser trinken und Konzentrations-Übungen machen. Aber das kann es doch nicht gewesen sein. Das ist es auch nicht. Meine Schwäche geht tiefer als acht Stunden Schlaf jede Nacht und eine ausgewogene Ernährung – beides Dinge, auf die ich eh Wert lege. Also inspiziere ich mich und das, was ich tu’. Das ist eine ganze Menge. Neben dem Studium ist da noch Fernbeziehung, Familie, Freunde, andere Projekte, ich selbst. Alles Sachen, die mich beschäftigen. Tagtäglich, Stunde um Stunde und Minute für Minute. Und genau da liegt das Problem. Es gibt keine Sekunde ohne einen Gedanken, der in eine dieser Richtungen geht. Gibt keinen klaren, leeren Gedanken. Mein Leben ist voll, das ist schön, aber so ist es auch mein Kopf, mein Herz, …

die neue art, einzukaufen

Wir wollen im minimalismus mai eigentlich gar nicht so sehr auf das Thema Zero Waste eingehen. Und doch muss man sagen, dass es da viele Überschneidungen und Parallelen gibt. Reduktion ist nunmal Reduktion … Vielleicht habt ihr schon mal von einem verpackungsfreien Supermarkt oder Einkaufsladen gehört. Ein Geschäft, in dem es Nahrung und andere Produkte gibt, die dort nicht einzeln verpackt, sondern in großen Mengen verfügbar sind und in eigene mitgebrachte Behältnisse, Gefäße und Taschen gefüllt werden müssen. Eine Idee, die ganz schön visionär ist. Und dabei das einfachste und normalste überhaupt. Wir waren zu Besuch im Unverpackt-Laden Lose in Dresden, der von Berit Heller geführt wird. Hier bekommt ihr einen kleinen Einblick in minimalistisches Einkaufen. Denn man braucht nicht eine riesengroße Auswahl. Manchmal ist weniger mehr. Und meistens reicht weniger total aus.         Beitrag und Bilder von Nora. Mit freundlicher Unterstützung von Lose.

die welt zu deiner machen

Weniger ist mehr. Das gilt auch, wenn man unterwegs ist. In der Schule, auf Arbeit, in der Stadt, auf dem Sprung, zwischen A und B, bei Freunden, beim Wandern und so weiter. Auch hier kann man mir ein paar Tricks und vor allem den richtigen Dingen, viel einsparen, vermindern und verhindern. Denn minimalistisch zu handeln, heißt auch meist, nachhaltig zu leben. Das A&O für Unterwegs sind ja eigentlich Handy, Geldbörse, Schlüssel und ‘was zu trinken. Für den Minimalismus müssen diese Essentials erweitert werden. Nur um im Endeffekt nichts neu zu kaufen oder anzunehmen, was man nicht braucht. Folgender Ruf dringt aus allen Ecken: kauft euch Mehrwegbecher, statt euch immer einen Coffee-To-Go-Becher zu holen. Und schönerweise sind schon ganz viele Leute auf diesen Zug aufgesprungen. Ich mein – was spricht auch dagegen? Für jeden Geschmack ist eine Tasse oder Kanne für unterwegs dabei! Genau wie eine Wasserflasche! Warum immer Plastikflaschen kaufen, statt einfach eine schöne Flasche mit Leitungswasser aufzufüllen? Wer sich wirklich nicht von Sprudelwasser auf stilles Wasser umgewöhnen KANN (ist alles eine Frage des Wollens, nicht des …