Autor: Lisa

How to – politisches Engagment #Alltagsaktivismus

Nachdem es letzten Monat schon gleich richtig losging, nämlich mit zivilem Ungehorsam, wollte ich heute nochmal so ganz von vorne anfangen. Viele von euch kennen bestimmt das Gefühl: Du schaust die Nachrichten und bist ganz und gar nicht einverstanden damit, was in der Welt passiert. Oftmals fühlt man sich ganz klein und machtlos gegenüber dieser Wand aus schlechten Nachrichten von nah und fern. Bei mir zumindest führen diese Nachrichten regelmäßig eher zu einer Art hilf- und tatlosen Versteinerung. Aber um die Welt zu ändern – und ja das kann jede*r -, zumindest ein bisschen, muss man sich engagieren. Da auch dies manchmal gar nicht so einfach wirken kann, gibt es im heutigen Blogpost meine ganz persönliche Heranführung an unterschiedlichste Arten politischen Engagements. Ich finde, auch im Februar ist es noch nicht zu spät, um sich gute neue Vorsätze zu setzen und hoffe, dass hier etwas für alle dabei ist. Informiert sein: Grundstein jeglichen Engagements ist es, informiert zu sein. Keine Sorge, niemand erwartet, dass du von jetzt auf gleich drei Tageszeitungen am Tag liest, und …

Gehorche keinem?! #Alltagsaktivsmus

Es ist November 2019 im Lausitzer Braunkohlerevier. Normalerweise laufen hier jetzt die Kohlegrabungen in vollem Gange. Nicht so heute, hunderte Menschen in weißen Maleranzügen stürmen in Scharen die riesige Kohlegrube hinunter. Sie blockieren die riesigen Bagger mit ihren Körpern, halten sich an den Händen und stellen sich der Polizei entgegen, die etwas überfordert dabei wirkt, die Masse auseinander zu treiben. Die protestierenden Menschen gehören zu dem Aktionsbündnis „Ende Gelände“. Das antikapitalistische Bündnis setzt sich für sozial-ökologische Ziele ein und fordert den sofortigen Kohleausstieg, um die Klimakatastrophe noch so weit wie möglich zu verhindern. Um auf dieses dringliche Ziel aufmerksam zu machen, besetzen sie in Massenaktionen immer wieder Tagebaue wie in der Lausitz oder blockieren Gleise im Hambacher Forst.  Die Streikenden in der Kohlegrube benutzen für ihren politischen Protest die Methode des zivilen Ungehorsams. Angesichts der drohenden Klimakrise reicht ihnen das freitägliche Demonstrieren, das Unterschriftensammeln oder die Aufklärung in den sozialen Medien nicht mehr aus. Sie entscheiden sich dafür, ganz bewusst Regeln zu überschreiten, die ihnen der Staat auferlegt hat. Ganz allgemein versteht man unter zivilem …