Autor: Jette Farina

Ich bin ein Zuhause

Ich habe eine Diagnose.  Ich bin Hochsensibel.  Dem geschuldet, gibt es bei mir leider Tage, Wochen, manchmal sogar Monate, in denen es mir sehr schlecht geht.  Dann mag ich nicht raus gehen, nicht reden, nicht essen. Ich fühle mich dann, als sei ich umhüllt, ummantelt von einer dunklen Wolke. Ein bisschen dumpf. Allerdings bin ich nach unsäglichen Tagen des Nichtstun und Selbstbemitleiden zu der Erkenntnis gekommen, dass das zu mir gehört.  Ich bin so. Ich habe solche Phasen.  Wie kann ich damit umgehen? Ohne außer Gefecht gesetzt zu sein? Und ohne ewige Tage im Bett zu sein und eine Folge Sex and the City nach der nächsten zu schauen?  Ich habe mir ein kleines Heft angelegt.  In diesem Heft Vermerke ich, wie es mir geht, was eventuell der Auslöser war für meine Stimmung.  Und aber Vorallem:  Was mir hilft.  Und ich möchte diese persönlichen Erste-Hilfe-Maßnahmen und langfristige Stützen mit euch  teilen. Mein erster, vermutlich einfachster Trick, ist es zu baden oder zu duschen. Mich zu waschen.  Alle Gefühle, Stimmungen, die eventuell gar nicht meine sind, …

Der Verhaltenskodex für Soziale Medien

Um einen Verhaltenskodex für soziale Medien zu verstehen, müssen wir uns überlegen, welchen Platz soziale Medien überhaupt in unserer Gesellschaft, wohl eher in unserer Generation, haben. Wir nutzen sie schließlich alle (ständig). Wir beobachten, kommentieren, liken und kommunizieren über diese Plattformen. Vielleicht sogar stundenlang pro Tag. Stattdessen wird meist weniger gelesen, es wird weniger heraus gegangen und vor allem weniger miteinander geredet. Soziale Medien sind ein Bestandteil unseres Leben. Und sie sind uns wichtig. Sie sind eine Bühne auf der wir uns präsentieren, zeigen und geben, wie wir gesehen werden möchten. Sie sind unser Aushängeschild, unsere Visitenkarten. Auch Freundschaften und Beziehungen werden mittlerweile über soziale Medien geschlossen. Man lernt sich im Internet kennen (und lieben). Warum also stets leugnen, die sozialen Medien wären uns wichtig? Ist doch nur Facebook, Snapchat, Instagram.. Dieses Verhalten ist falsch. Wir sollten uns bewusst machen, welchen wichtigen Bestandteil diese vermeintlich sozialen Medien in unserem Leben haben. Ob sie nun gut sind, oder schlecht, darauf soll gar nicht an dieser Stelle eingegangen werden. Zunächst soll nur an den Verstand des einzelnen …

Juni Lieblinge

Mein Juni war durchzogen vom Nichts-tun und Stress. Ich musste für meine mündlichen Prüfungen lernen und hatte gleichzeitig Unmengen an Zeit – wobei ich natürlich ständig unterschwellig an meine Prüfungen dachte. Deshalb hat sich mein geliebter Freitag Rucksack mehr als praktisch erwiesen. Neben meinen Lernsachen, die ich so ständig dabei hätte haben können, passen alle Wichtigkeiten hinein. Ich bin einfach keine Handtaschen-Freundin. Ich habe gerne meine Hände frei und es passt einfach mehr hinein!   So habe ich stets eine Flasche Wasser (okay, eigentlich immer eine Flasche Kola) dabei. Dazu muss ich zugeben: Ich bin ein sehr pünktlicher Mensch. Fast immer zu pünktlich. Und so muss ich oft warten. Also habe ich mir angewöhnt, beim Warten immer ein Buch dabei zu haben, anstatt auf mein Handy zu schauen. Diesen Monat war unter anderem das Buch „Das geheime Netzwerk der Natur“ von Peter Wohlleben mein ständiger Begleiter. Passend zu einem meiner Prüfungsfächer erklärt der Förster, wieso künstliches Licht nachts minimiert werden sollte und wie Lachse in Bäumen wandern. Ich kann das Buch einfach nur weiter empfehlen. …

Mehr Mutausbrüche

– Denk dich voll. Jette Farina ist Wortkünstlerin und bringt ihr Herz zu Papier. Sie ist Liebe, Sonne, Geborgenheit, Lachen, Kunst, Gedankenkreisen und so vieles mehr. Auf ihrem Instagram Account findet ihr mehr Text und Inspiration. Text und Wort/ Jette Farina                                        Photo und Konzept/ Luka

Alles, aber nicht verträumt

Unsere Gesellschaft macht es oberflächlich immer leichter, über psychische Krankheiten zu reden. Aus „mir geht es nicht gut“ wird schnell „ich bin depri“ oder „ich bin ein bisschen depressiv“. Überall sind Bilder von vermeintlich depressiven Menschen mit sentimentalen Gedanken unter deren Posts. Aber psychische Krankheiten sind nicht romantisch. Nicht verträumt. Psychische Krankheiten sind hart, spitz, kantig, unangenehm. Natürlich ist es schwierig solche „allgemein gültigen“ Parolen loszuwerfen , aber ich denke, den meisten Menschen mit einer Diagnose fällt es, zumindest am Anfang, schwer, das zu sagen. Zu ihrer Diagnose zu stehen. Essstörungen sind nicht schön. Und so ist es ein Grauen, das die unnatürliche Lücke zwischen den Oberschenkeln nun einem knochigen Dekolleté als Schönheitsideal weicht. Denn Knochen sind nicht schön, nicht ästhetisch. Meist zeugen Knochen von Kontrollzwängen und einem gestörtem Essverhalten. Ferner müssen gar nicht unbedingt Knochen zu sehen sein. Neben Magersucht ist auch Bulimie eine weitere Krankheit. Eine Krankheit, über die nicht gerne laut geredet wird. Bulimie ist irgendwie eklig oder? Ein ekliger Kampf gegen den eigenen Körper. Sich selbst die Finger in den Hals …

Kleine Flüsse und neue Wege

Einfach ein paar Gedanken– Wir alle müssen in unserem Leben Entscheidungen treffen. Entscheidungen darüber, welchen Weg wir als nächstes beschreiten und welche Tür wir als nächstes öffnen. Oft fällt es uns schwer zu entscheiden und wir wissen nicht, was überhaupt das richtige für uns ist. Wenn wir kurz vor einer großen Entscheidung stehen, zögern wir oft, haben Angst vor der Veränderung. Mir sagte einmal eine liebe Freundin, dass das ganze Leben darin besteht, Entscheidungen zu treffen und aus dem Veränderungen, die es so mit sich bringt, besteht. Du lebst von deinem eigenen Wandel und wächst daran. Jedes Ende ist ein Anfang und mit jeder Tür, die sich hinter dir schließt, öffnet sich vor die eine Neue. Sie sagte mir, dass man sich sein Leben wie ein großes Haus vorstellen kann. Manchmal musst du über mehrere Stockwerke durch mehrere Türen gehen, um dein Ziel zu erreichen. Der Weg ist das Ziel, denn es gibt immer mehrere Wege, dein Ziel zu erreichen. Es gibt keine richtige und keine falsche Entscheidungen, keinen perfekten oder ebenso umperfekten Lebensweg. Man kann …

2017 Bonnie & Clyde

“When we make love, unprotected, vulnerable and wide opened, we talk to them, to the shadows of our lovers.”    Da ist so viel für dich. Ich bin so nackt vor dir, weiß nicht wohin mit all meinen Worten. Du bist mir nah, du weißt so viel. Dein Geruch ist Liebe, aus dir und mir wird wir. Ich wäre gern deins, ich wäre gern eins. Komm Besuch meine Gedanken, du darfst herein kommen. Du hast mein Ja für alles, was mich von hier/mir entführt. Du setzt mich zusammen, du vollendest den Anfang, du beginnst mit mir. Du, Ich, Wir.    – Fotos von Monika / Wortgemisch von Jette und Luka / Konzept und Bearbeitung von Luka

Jette Farina – Wortkünstlerin

Wer bist du? Vor kurzem habe ich eine sehr gute Freundin von mir gefragt, was sie auf die Frage „Wer bist du?“, wenn sie nicht mit ihrem Namen antworten dürfte, antworten würde. Sie fand die Frage schwierig und ihr fielen trauriger Weise nur negative Dinge ein. Gestellt habe ich diese Frage, weil ich finde, wir sollten uns über mehr definieren als einen gegebenen Namen, als den Job oder das äußere Erscheinungsbild. Ich sage also; ich bin Gedanken. Gedanken aus meinem Gedanken Kreislauf Betriebswerk und Gedanken anderer. Und nun: Raus aus dem Herumgedenke. Ich bin Jette Farina und schreibe meine Gedankengänge liebend gerne                                                                                  auf. Hier teile ich sie mit euch.   Text/ Jette Farina                      Photos/ Luka