Autor: Jette Farina

Wortgetänzle

Vor zwei Jahren hatte ich die Ehre, den ersten Gastgedankenbeitrag zu gestalten. Zwei Jahre später bin ich umgezogen, habe angefangen zu studieren. Ein ganz neues Leben hat für mich begonnen mit neuen Aufgaben, neuen Schwierigkeiten, aber auch neuen Freunden, neuem Mut und neuer Kraft, die ich mir selbst erarbeitet habe und natürlich auch mit vielen neuen Gedankenschnipseln und voll geschriebenen Notizbüchern. Heute teile ich davon wieder gerne welche mit euch. /                                                                                                                                                                                 Die schönsten Worte wurden noch nicht gefunden.                                                                                                                        Ich bestimme meine Öffnungszeiten.Meine Angebote und meine Preise.Wen ich mitnehme auf meine Reiseund von wem und was ich Urlaub brauche.Wann ich rauche und was ich feiere, worauf ich saufe.              Noch schüchtern wird vorsichtig der Sekt geköpft.Es schäumt,ein Schwall an guten Gefühlen will sich einfach nicht mehr vom Korken der Coolness zurückhalten lassen. Noch bedächtlich werden die Gläser, noch halb voll gemacht.Würde innegehalten werden, könnte der Sekt, und dessen prickeln gehört werden.Halbtrocken, halb ernstfallen die trockenen Worte geschmeidig aus den Mündern.Lallend, prickelt jeder Schluckund schmecktnach mehr.                                                                                                                                                                                                                                      Ich möchte manche Gefühle nie abstreifen, wie die …

Ich bin ein Zuhause

Ich habe eine Diagnose.  Ich bin Hochsensibel.  Dem geschuldet, gibt es bei mir leider Tage, Wochen, manchmal sogar Monate, in denen es mir sehr schlecht geht.  Dann mag ich nicht raus gehen, nicht reden, nicht essen. Ich fühle mich dann, als sei ich umhüllt, ummantelt von einer dunklen Wolke. Ein bisschen dumpf. Allerdings bin ich nach unsäglichen Tagen des Nichtstun und Selbstbemitleiden zu der Erkenntnis gekommen, dass das zu mir gehört.  Ich bin so. Ich habe solche Phasen.  Wie kann ich damit umgehen? Ohne außer Gefecht gesetzt zu sein? Und ohne ewige Tage im Bett zu sein und eine Folge Sex and the City nach der nächsten zu schauen?  Ich habe mir ein kleines Heft angelegt.  In diesem Heft Vermerke ich, wie es mir geht, was eventuell der Auslöser war für meine Stimmung.  Und aber Vorallem:  Was mir hilft.  Und ich möchte diese persönlichen Erste-Hilfe-Maßnahmen und langfristige Stützen mit euch  teilen. Mein erster, vermutlich einfachster Trick, ist es zu baden oder zu duschen. Mich zu waschen.  Alle Gefühle, Stimmungen, die eventuell gar nicht meine sind, …

Der Verhaltenskodex für Soziale Medien

Um einen Verhaltenskodex für soziale Medien zu verstehen, müssen wir uns überlegen, welchen Platz soziale Medien überhaupt in unserer Gesellschaft, wohl eher in unserer Generation, haben. Wir nutzen sie schließlich alle (ständig). Wir beobachten, kommentieren, liken und kommunizieren über diese Plattformen. Vielleicht sogar stundenlang pro Tag. Stattdessen wird meist weniger gelesen, es wird weniger heraus gegangen und vor allem weniger miteinander geredet. Soziale Medien sind ein Bestandteil unseres Leben. Und sie sind uns wichtig. Sie sind eine Bühne auf der wir uns präsentieren, zeigen und geben, wie wir gesehen werden möchten. Sie sind unser Aushängeschild, unsere Visitenkarten. Auch Freundschaften und Beziehungen werden mittlerweile über soziale Medien geschlossen. Man lernt sich im Internet kennen (und lieben). Warum also stets leugnen, die sozialen Medien wären uns wichtig? Ist doch nur Facebook, Snapchat, Instagram.. Dieses Verhalten ist falsch. Wir sollten uns bewusst machen, welchen wichtigen Bestandteil diese vermeintlich sozialen Medien in unserem Leben haben. Ob sie nun gut sind, oder schlecht, darauf soll gar nicht an dieser Stelle eingegangen werden. Zunächst soll nur an den Verstand des einzelnen …

Juni Lieblinge

Mein Juni war durchzogen vom Nichts-tun und Stress. Ich musste für meine mündlichen Prüfungen lernen und hatte gleichzeitig Unmengen an Zeit – wobei ich natürlich ständig unterschwellig an meine Prüfungen dachte. Deshalb hat sich mein geliebter Freitag Rucksack mehr als praktisch erwiesen. Neben meinen Lernsachen, die ich so ständig dabei hätte haben können, passen alle Wichtigkeiten hinein. Ich bin einfach keine Handtaschen-Freundin. Ich habe gerne meine Hände frei und es passt einfach mehr hinein!   So habe ich stets eine Flasche Wasser (okay, eigentlich immer eine Flasche Kola) dabei. Dazu muss ich zugeben: Ich bin ein sehr pünktlicher Mensch. Fast immer zu pünktlich. Und so muss ich oft warten. Also habe ich mir angewöhnt, beim Warten immer ein Buch dabei zu haben, anstatt auf mein Handy zu schauen. Diesen Monat war unter anderem das Buch „Das geheime Netzwerk der Natur“ von Peter Wohlleben mein ständiger Begleiter. Passend zu einem meiner Prüfungsfächer erklärt der Förster, wieso künstliches Licht nachts minimiert werden sollte und wie Lachse in Bäumen wandern. Ich kann das Buch einfach nur weiter empfehlen. …

Mehr Mutausbrüche

– Denk dich voll. Jette Farina ist Wortkünstlerin und bringt ihr Herz zu Papier. Sie ist Liebe, Sonne, Geborgenheit, Lachen, Kunst, Gedankenkreisen und so vieles mehr. Auf ihrem Instagram Account findet ihr mehr Text und Inspiration. Text und Wort/ Jette Farina                                        Photo und Konzept/ Luka

Kleine Flüsse und neue Wege

Einfach ein paar Gedanken– Wir alle müssen in unserem Leben Entscheidungen treffen. Entscheidungen darüber, welchen Weg wir als nächstes beschreiten und welche Tür wir als nächstes öffnen. Oft fällt es uns schwer zu entscheiden und wir wissen nicht, was überhaupt das richtige für uns ist. Wenn wir kurz vor einer großen Entscheidung stehen, zögern wir oft, haben Angst vor der Veränderung. Mir sagte einmal eine liebe Freundin, dass das ganze Leben darin besteht, Entscheidungen zu treffen und aus dem Veränderungen, die es so mit sich bringt, besteht. Du lebst von deinem eigenen Wandel und wächst daran. Jedes Ende ist ein Anfang und mit jeder Tür, die sich hinter dir schließt, öffnet sich vor die eine Neue. Sie sagte mir, dass man sich sein Leben wie ein großes Haus vorstellen kann. Manchmal musst du über mehrere Stockwerke durch mehrere Türen gehen, um dein Ziel zu erreichen. Der Weg ist das Ziel, denn es gibt immer mehrere Wege, dein Ziel zu erreichen. Es gibt keine richtige und keine falsche Entscheidungen, keinen perfekten oder ebenso umperfekten Lebensweg. Man kann …

2017 Bonnie & Clyde

“When we make love, unprotected, vulnerable and wide opened, we talk to them, to the shadows of our lovers.”    Da ist so viel für dich. Ich bin so nackt vor dir, weiß nicht wohin mit all meinen Worten. Du bist mir nah, du weißt so viel. Dein Geruch ist Liebe, aus dir und mir wird wir. Ich wäre gern deins, ich wäre gern eins. Komm Besuch meine Gedanken, du darfst herein kommen. Du hast mein Ja für alles, was mich von hier/mir entführt. Du setzt mich zusammen, du vollendest den Anfang, du beginnst mit mir. Du, Ich, Wir.    – Fotos von Monika / Wortgemisch von Jette und Luka / Konzept und Bearbeitung von Luka

Jette Farina – Wortkünstlerin

Wer bist du? Vor kurzem habe ich eine sehr gute Freundin von mir gefragt, was sie auf die Frage „Wer bist du?“, wenn sie nicht mit ihrem Namen antworten dürfte, antworten würde. Sie fand die Frage schwierig und ihr fielen trauriger Weise nur negative Dinge ein. Gestellt habe ich diese Frage, weil ich finde, wir sollten uns über mehr definieren als einen gegebenen Namen, als den Job oder das äußere Erscheinungsbild. Ich sage also; ich bin Gedanken. Gedanken aus meinem Gedanken Kreislauf Betriebswerk und Gedanken anderer. Und nun: Raus aus dem Herumgedenke. Ich bin Jette Farina und schreibe meine Gedankengänge liebend gerne                                                                                  auf. Hier teile ich sie mit euch.   Text/ Jette Farina                      Photos/ Luka