Autor: Imina

Eure größten Träume

Vor ein paar Tagen haben wir, im Bezug auf den “Zu groß träumen”-Blogpost, auf Instagram nach Euren größten, heimlichsten und sehnlichsten Träumen gefragt. Richtig rumspinnen durftet ihr. Da kam eine ganze Menge zusammen – Und dabei herausgekommen sind diese Bilder, die als Inspiration, Ansporn oder Motivation dienen können. _ Mit Photos von Luka und Bearbeitung & Grafik von Imina. Worte von Euch.

“zu groß” träumen

Für unser Interview mit Edition F wurde mir die Frage gestellt, ob man überhaupt zu groß träumen könne. In meiner Beschreibung auf der Über Uns Seite steht nämlich, dass ich meist zu groß träume. Diese große Frage ganz knapp zu beantworten ist mir unglaublich schwer gefallen. Denn zuerst finde ich ganz schnell die Antwort: Nein! Niemals! Doch beim weiteren Nachdenken wird mir klar, dass auch diese Frage genauso gut bejaht werden kann. Einmal einen Fallschirmsprung machen, mit der zukünftigen Familie in einem Haus am Meer leben, endlos glücklich sein oder Schauspieler*in werden –  das können alles Dinge sein, die ganz oben auf unserer (heimlichen) Wunschliste stehen. Träume, die wir anstreben, Träume, die unseren sehnlichsten Wunsch verkörpern, Träume, die aufzeigen, was uns wirklich im Leben wichtig ist. Sie können eine riesige Motivation sein, sich in der Schule anzustrengen und den Berufsweg einzuschlagen, der dich deinem Traum näher bringt. Oder das Geld anzusparen, dass es für die Erfüllung des Traums braucht. Oder die Geduld zu haben, die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Ein Traum fühlt sich …

Eine Ode an den Sommer

Eine kleine Liebeserklärung an die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres. Ich habe euch auch ein kleines Sommer Mixtape auf Spotify zusammengestellt, mit dem es sich super in der Sonne liegen, zum See radeln oder den Sonnenuntergang anschauen lässt! Den Link findet ihr in der Sidebar. Genießt die Zeit!   _ Bilder, Illustrationen & Bearbeitung von Imina.

Braucht Sexualität ein Label?

Warum gibt es uns eigentlich so eine Sicherheit, wenn wir uns selbst ein Label verpassen können? Warum fühle ich mich besser, wenn ich zu Leuten sagen kann, dass ich beispielsweise “lesbisch” bin? Weil dann weitere Fragen wegfallen? Weil es menschlich ist, diese gewisse Sicherheit zu haben, bei einer Person punkten zu können oder nicht? Warum habe ich das Gefühl, das eine für mich ausschließen zu müssen, nur damit ich mich mich dem Anderen zuordnen kann? Einen Großteil meines Lebens verbrachte ich mit einem Spagat zwischen hetero, lesbisch oder bisexuell. Ich wollte immer eines sein und die anderen ausschließen. Wollte mich in eine Sparte einordnen können. Habe nächtelang krampfhaft überlegt, welche Bezeichnung denn nun für mich passt. Ich habe eine Freundin gefragt, die sich bestens mit diesen Fragen auskennt und sich ausgiebig damit beschäftigt hat. Lange Zeit hat sie lesbisch gelebt & geliebt, bis sie sich in einen Mann verliebt hat: Und sich dadurch mit allerhand neuen Herausforderungen konfrontiert sah. – Hast du schon früh gemerkt, dass du auch auf Frauen stehst? Tamina: Ja. Bereits in …

Das, was ich nicht sagen kann /3

Anlässlich der anstehenden TINCON und unserem “Das, was ich nicht sagen kann”-Workshop bekommt ihr heute einenn weiteren Einlick in mein Notiz- und Skizzenbuch, Gedanken und Kritzeleien der letzten Monate. Teil eins ist hier zu finden, Teil 2 hier.                       _ Bilder, Illustrationen und Text von Imina.  

Nicht anders als gestern

Ich fange eigentlich meist Wochen vor meinem Geburtstag an, mich auf diesen Tag zu freuen. Mir auszumalen, was ich alles Schönes machen werde und wer alles an mich denken könnte. Welchen Kuchen ich backen oder was ich anziehen könnte. Denke mir jedes Jahr, was für ein monumentaler Schritt es ist, wieder ein Jahr älter zu sein. Am 28. Mai bin ich um 9 Uhr aufgewacht: Aber habe ich mich anders, oder vielleicht sogar erwachsener, gefühlt? Nein. Denn außer einem Frühstück, bei dem ich schon morgens Schokokuchen essen und Kerzen auspusten konnte und im Wohnzimmer von Blumen und einem „Happy Birthday“–Schild begrüßt wurde, war ja auch nichts anders als gestern. Wochenlang denke ich über diesen Tag nach, freue mich immer noch wie ein Kind darauf, will es mir so schön machen, wie nur möglich. Nehme mir also heute die Zeit, und tue all die Dinge, die mich glücklich machen: Ich mache Sport, frühstücke ausgiebig, esse Kuchen, gehe schwimmen, sitze in der Sonne und koche abends ein riesiges Festmahl mit all den Sachen, die ich gern esse. …

minimalismus in der kunst

Wir haben diesen Monat viel über den minimalistischen Lebensstil und das Ordnen der eigenen Gedanken gesprochen. Doch wie gehen Künstler eigentlich mit dem Thema um? „Form follows function“ ist ein Satz, den der Architekt Louis Sullivan schon 1869 in einem Aufsatz erstmals erwähnte. Dieser Gedanke wird bis heute viel in Architektur-, Typografie- oder Design-Kontexten verwendet, aber er ist eigentlich auch ein Grundgedanke minimalistischer Kunst und Gestaltung. In der Minimal Art geht es um das Weglassen aller Dekorationen oder Funktionen, die nicht zwingend notwendig sind. Und hier tut sich also auch wieder unser minimalistischer Gedanken auf: Sich auf das Wesentliche beschränken, nicht auf das, was uns ablenkt. Minimal Art enstand in den 1960er-Jahren in den USA und bezieht sich auf bestimmte Bereiche des Konstruktivismus (Kunstrichtung der Plastik und Malerei der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, deren Vertreter einem mathematisch-technischen Gestaltungsprinzip anhingen.). Enstanden ist sie aber auch als Gegenbewegung der Fokussierung auf das Alltägliche der Pop-Art oder dem emotionalen Subjektivismus von Expressionismus. Im Wesentlichen stellte sie auch eine Erneuerungsbewegung nach 1945 dar. Nicht umsonst wird der 8. Mai …

im kopf fängt’s an

Wer kennt es nicht: Nach Hause kommen und von einem Berg an dreckigem Geschirr und dem berühmten Stuhl, auf dem sich Klamotten über Klamotten stapeln, begrüßt werden. Auf dem Schreibtisch sieht man vor lauter Arbeitsblättern, Mappen, Stiften und sonstigem Kram die Oberfläche nicht. Das Regal ist gefüllt mit lauter Das kann ich bestimmt irgendwann noch gebrauchen-Zeug. Doch nicht nur vor uns, sondern auch in unseren Köpfen kreisen die Gedanken und scheinen überhaupt nicht zum Stillstand zu kommen: Was muss ich als nächstes machen? Etwas für die Schule oder die Uni vorbereiten? Kochen? Nein, dann muss ich ja erst noch abspülen. Und neben diesem ganzen Trubel sind wir dauerhaft am Handy, schauen Snapchat-Stories, die uns nicht wirklich interessieren und vergeuden unsere Zeit beim stundenlangen Scrollen durch die Weiten Instagrams. Diese ganze Unordnung bedeutet nur eines: Stress. Und den haben wir gleich, wenn wir aufwachen und als erstes das Chaos sehen, das uns umgibt. Das erzeugt sofort schlechte Laune, raubt Energie, lenkt uns von den eigentlich wichtigen Gedanken ab und führt uns in die Sackgasse mit dem …