Autor: Hannah

Der Wahnsinn #Reisegedanken

Von dem Wahnsinn, der nur bei Tageslicht erscheint Während ich ganz verrückt daran glaube, dass jeder auf seine Weise schön ist und Schönheit ja wohl außerdem im Auge des Betrachters liegt, erstelle ich in meinem Inneren eine Liste, was ich denn so mache, um mich schön zu fühlen und frage mich, ob das alles für mich passiert oder da vielleicht doch so etwas ist, wie ein Bild, eine diffuse Vorstellung von dem, was Schönsein eigentlich bedeutet. Klar liegt das sich Schönmachen schon immer irgendwo zwischen der Natur und Kultur des Menschen, aber die Idee keine unabhängige Vorstellung von Schönheit zu haben, sondern immer irgendwie, irgendwo durch ein gesellschaftlich konstruiertes Ideal beeinflusst zu sein, ist spätestens seit Emanzipation & Individualisierung, unbequem unerwünscht.  Allerdings taucht so dann und wann der Gedanke auf, ob nicht ein Ideal schuld ist, dass Menschen ihren Körper nicht gerne mögen, Essstörungen entwickeln, sich Schönheitsoperationen unterziehen und schlechte Gedanken haben. Dass wer schön sein will, leiden muss. Schmerzhafte Haarentfernungsmethoden, Frieren im Winter und unbequeme Jeans lassen mich zweifeln, an meiner gänzlichen Unabhängigkeit. In …

Das sollte doch mein Jahr werden! #Reisegedanken

Reisen ist ein wirklich schlechtes Thema im Moment. Ich weiß das. Für viele ist es mit Sicherheit das Letzte an das sie gerade denken möchten, weil sie ihren Kopf voller ganz anderer Sorgen haben. Für manche ist durch das Reiseverbot viel kaputt gegangen. Ich habe letztes Jahr Abi gemacht, befinde mich und kenne viele, die im Pausenjahr sind. Das Jahr zwischen Schule und dem Ernst des Lebens oder so. Viele wollten ins Ausland, für Hilfsprojekte, Freiwilligenarbeit und manche auch zum rumreisen und Welt entdecken. Vorher hatte man gearbeitet und gespart und gewartet, um dann weggehen zu können, vielleicht für ein ganzes Jahr. Die meisten sind wiedergekommen, nie losgefahren. Jetzt hängen viele in der Luft, plötzlich und unvermittelt mit einem Haufen voll Zeit ohne Plan & Perspektive und dem bitteren Beigeschmack von das sollte doch mein Jahr werden. Ich habe immer wieder gemerkt, wie ungern ich darüber rede. Es passiert so viel Schlimmes. Menschen sterben, sind krank, können nicht mehr arbeiten, sorgen sich um ihre Existenz und die ihrer Liebsten. Auf der Liste der schlimmen Dinge, …

Glücklich schwelgend (mit Wehmut) #Reisegedanken

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Vielleicht auch nicht ganz gut im Moment, so immer drinnen und wer weiß wie lang noch. Ich, für meinen Teil, fange langsam an zu verstehen, wie gut ich es eigentlich sonst so hab. Ich denk über ganz vieles nach, was jetzt nicht mehr geht. Gar nicht unbedingt auf eine traurige Art, eher glücklich schwelgend (mit Wehmut). Und sehr, sehr glücklich bin ich dann doch unterwegs. Geht jetzt nicht mehr, ich hoffe irgendwann dann wieder. Ich dachte, vielleicht erzähl’ ich dir ein bisschen von meinen glücklichen Momenten und du erinnerst dich an deine. Müssen auch nichts mit unterwegs zu tun haben! Barfuß durch den angewärmten Sand zu laufen! Der Text ist von Hannah. Im Moment lebt sie ein Leben zwischen Schule und Ungewiss und genießt das meistens sehr. Wer sie ist, will sie eigentlich gerade herausfinden, aber irgendwie ändert sich das eh ständig und immerzu. Reisen ist ihre kleine Liebe! Jeden zweiten Monat schreibt sie deshalb in ihrer Kolumne über ferne Orte, fremde Plätze, über ihre Gedanken und Gefühle …

Der Gegensatz #Reisegedanken

Ich glaube, ich würde über mich sagen, dass ich ein sehr nachdenklicher Mensch bin. Ein ewiger Durchdenker! Gedankenverloren, alle meine Gedanken verlieren sich immer irgendwohin. So kommt es, dass ich, bevor ich einen neuen Ort zum ersten Mal sehe, ihn mir immer schon ganz genau vorstellen kann. Obwohl ich noch nie dort gewesen bin, ist da irgendwie schon dieses verrückt klare Bild in meinem Kopf, wie es dort sein wird. Südafrika war gleichzeitig so, wie ich es mir schon immer vorgestellt hatte und irgendwie auch ganz anders. Wie wahrscheinlich die meisten Plätze, ist das Land randvoll gefüllt mit Gegensätzen, schön, hässlich, arm, reich, laut, leise, modern und unfortschrittlich. Eben mehr Bilder als nur das Eine. Eine Sammlung kleiner und großer Gegensätze Es gibt diese fast unberührte Natur. Tiere, die in den riesigen Weiten der Landschaften so selbstverständlich und friedlich aussehen, dass es atemlos macht. Die salzige Luft, die vom Meer heraufweht. Die Spitze eines Berges und von Wolken umhüllt sein, wie in einer dicken Schicht Watte. Mitten in einem Wald stehen und sich vor lauter …

Du, ich und vielleicht ein bisschen Fernweh

Mit offenen Augen lieg ich ganz still auf diesem Stück Gänseblümchenwiese. Alles um mich rum sieht aus, wie eine Tapete. Hier ist viel noch so fremd, aber über mir erstreckt sich dieser unwahrscheinlich große Himmel und ich denke heimlich, wie schön sich Wolken stapeln. Ich bin unterwegs, auf Reisen, weg von zuhaus und kann dir plötzlich gar nicht mehr sagen, welcher Tag heute ist. Ich kann dir nicht sagen, wieviel Uhr es ist, weil Zeit auf einmal so unwichtig wird. Es gibt keine Pläne, keine Zukunft, nicht mal ein Morgen. Tage verfliegen auf einmal, wenn Zeit egal ist und vielleicht wird mir klar, was Leben heißt. Mein Kopf hört auf, alles gedanklich zu zerteilen, viel verliert seine Bedeutung und das was bleibt, wirkt dann so wesentlich. Ich kann dir gar nicht sagen, wer ich eigentlich bin, weil ich so viel sehe, lerne, versuche, dass ich mich am liebsten neu erfinden würde. Und ich kann dir auch nicht sagen, warum ich dafür weit, weit weg musste. Ach und weißt du was ich da denke, auf diesem …