Autor: Hannah

Glücklich schwelgend (mit Wehmut) #Reisegedanken

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Vielleicht auch nicht ganz gut im Moment, so immer drinnen und wer weiß wie lang noch. Ich, für meinen Teil, fange langsam an zu verstehen, wie gut ich es eigentlich sonst so hab. Ich denk über ganz vieles nach, was jetzt nicht mehr geht. Gar nicht unbedingt auf eine traurige Art, eher glücklich schwelgend (mit Wehmut). Und sehr, sehr glücklich bin ich dann doch unterwegs. Geht jetzt nicht mehr, ich hoffe irgendwann dann wieder. Ich dachte, vielleicht erzähl’ ich dir ein bisschen von meinen glücklichen Momenten und du erinnerst dich an deine. Müssen auch nichts mit unterwegs zu tun haben! Barfuß durch den angewärmten Sand zu laufen! Der Text ist von Hannah. Im Moment lebt sie ein Leben zwischen Schule und Ungewiss und genießt das meistens sehr. Wer sie ist, will sie eigentlich gerade herausfinden, aber irgendwie ändert sich das eh ständig und immerzu. Reisen ist ihre kleine Liebe! Jeden zweiten Monat schreibt sie deshalb in ihrer Kolumne über ferne Orte, fremde Plätze, über ihre Gedanken und Gefühle …

Der Gegensatz #Reisegedanken

Ich glaube, ich würde über mich sagen, dass ich ein sehr nachdenklicher Mensch bin. Ein ewiger Durchdenker! Gedankenverloren, alle meine Gedanken verlieren sich immer irgendwohin. So kommt es, dass ich, bevor ich einen neuen Ort zum ersten Mal sehe, ihn mir immer schon ganz genau vorstellen kann. Obwohl ich noch nie dort gewesen bin, ist da irgendwie schon dieses verrückt klare Bild in meinem Kopf, wie es dort sein wird. Südafrika war gleichzeitig so, wie ich es mir schon immer vorgestellt hatte und irgendwie auch ganz anders. Wie wahrscheinlich die meisten Plätze, ist das Land randvoll gefüllt mit Gegensätzen, schön, hässlich, arm, reich, laut, leise, modern und unfortschrittlich. Eben mehr Bilder als nur das Eine. Eine Sammlung kleiner und großer Gegensätze Es gibt diese fast unberührte Natur. Tiere, die in den riesigen Weiten der Landschaften so selbstverständlich und friedlich aussehen, dass es atemlos macht. Die salzige Luft, die vom Meer heraufweht. Die Spitze eines Berges und von Wolken umhüllt sein, wie in einer dicken Schicht Watte. Mitten in einem Wald stehen und sich vor lauter …

Du, ich und vielleicht ein bisschen Fernweh

Mit offenen Augen lieg ich ganz still auf diesem Stück Gänseblümchenwiese. Alles um mich rum sieht aus, wie eine Tapete. Hier ist viel noch so fremd, aber über mir erstreckt sich dieser unwahrscheinlich große Himmel und ich denke heimlich, wie schön sich Wolken stapeln. Ich bin unterwegs, auf Reisen, weg von zuhaus und kann dir plötzlich gar nicht mehr sagen, welcher Tag heute ist. Ich kann dir nicht sagen, wieviel Uhr es ist, weil Zeit auf einmal so unwichtig wird. Es gibt keine Pläne, keine Zukunft, nicht mal ein Morgen. Tage verfliegen auf einmal, wenn Zeit egal ist und vielleicht wird mir klar, was Leben heißt. Mein Kopf hört auf, alles gedanklich zu zerteilen, viel verliert seine Bedeutung und das was bleibt, wirkt dann so wesentlich. Ich kann dir gar nicht sagen, wer ich eigentlich bin, weil ich so viel sehe, lerne, versuche, dass ich mich am liebsten neu erfinden würde. Und ich kann dir auch nicht sagen, warum ich dafür weit, weit weg musste. Ach und weißt du was ich da denke, auf diesem …