Körper & Bewusstsein
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Die Geschichte der Zwangsstörungen #readyornot

Wenn du selbst an einer Zwangsstörung leidest und dich gerade inmitten deiner Heilungsphase befindest, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für dich. Die schlechte: Du wirst es nicht leicht haben. Die gute: Du wirst es leichter haben als alle Generationen vor dir.

#readyornot beschäftigt sich mit Zwangsstörungen. Sie werden häufig missverstanden oder als „Putzfimmel“ abgetan, was sehr schade und hinderlich ist: Durchschnittlich werden Betroffene nämlich erst nach neun Jahren diagnostiziert. Menschen mit Zwangsstörungen leiden unter unerwünschten Zwangsgedanken und/oder unter Zwangshandlungen, die ihren Alltag zunehmend vereinnahmen und alle möglichen Themenfelder umkreisen können. Effektiv behandelt werden Zwänge mit kognitiver Verhaltenstherapie und Konfrontation mit Reaktionsmanagement, oft in Kombination mit einem Antidepressivum.

Ein bis drei Prozent der deutschen Bevölkerung leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter starken Zwangssymptomen. Selten ist die Krankheit also keineswegs: Trotzdem kursieren auch heute noch zu viele Fehlinformationen über Erscheinungsbilder, Selbstdiagnosen und Behandlungsmöglichkeiten.

Zwangsstörungen machen sich häufig schon früh bemerkbar: Um die 30 Prozent der mit einer Zwangsstörung diagnostizierten Personen zeigten schon als junge Kinder erste Symptome. Leider bleibt besonders diese Krankheit oft sehr lange unentdeckt und/oder wird nicht oder falsch behandelt, zum Beispiel mit tiefenpsychologischen Ansätzen. Betroffene führen ihre Handlungen oft unbemerkt heimlich aus, was in belastenden Schuld- und Schamgefühlen resultieren kann. Auf eine*n geschulten Therapeut*in muss man oft ganze sieben bis zehn Jahre warten.

Den Namen „Zwangsstörung“ prägte der deutsche Psychiater Richard von Krafft-Ebing 1867 – als eigenständiges Krankheitsbild wurde es 1877 von Carl Westphal benannt.

Bis in die Mitte der 90er-Jahre hinein kannte im deutschsprachigen Raum trotzdem kaum jemand die Diagnose, was umso stärker zu Isolation, Scham und erhöhter Suizidgefahr bei den Betroffenen führte.

16.10.2021

I don’t want it I don’t want to want it I don’t want to not know I want to know I want to feel I want

Zwangsstörungen im 15. und 16. Jahrhundert: Spiritualität, Skrupellosigkeit und Exorzismen

Solange es Menschen gibt, gibt es auch Ängste und Zwänge: Früher hatte man als psychisch kranke Person bloß meistens den Kürzeren gezogen. Weil wissenschaftliches Grundverständnis und moderne Heilmethoden fehlten, war hauptsächlich die Kirche in die Heilung psychisch Erkrankter involviert.

So auch im Fall der Zwänge. Eine der ersten überlieferten Beschreibungen der Symptomatik stammt tatsächlich aus einem alten Handbuch über die „Hexenjagd“. Wer damals unter Zwangsgedanken litt, hatte also Pech: Wen solch schreckliche Gedanken plagten, der musste vom Teufel besessen sein. Darum versuchte in solchen Fällen meist der örtliche Priester oder Schamane einen Exorzismus durchzuführen und das „Böse“ so aus den verunsicherten Ängstlichen herauszulocken. Damals waren es also lange die Geistlichen, denen sich die Leidenden anvertrauten oder die Zwänge bei ihnen beobachteten.

Die frühesten Aufzeichnungen dieser gesellschaftlich oft unverstandenen Symptomatik datieren bis ins 14. Jahrhundert zurück und ließen sich ausschließlich in religiösen Texten finden. Die Texte und Fallbeispiele, die wir dort finden können, zeigen uns, dass es sich um klassische Zwangsgedanken handelt:

„If he be in silent auditory, as at a sermon, he is afraid he shall speak aloud and unaware, something indecent, unfit to be said.“  

(Wenn er stumm ist und zuhören muss, bei einer Predigt beispielsweise, fürchtet er, dass er, laut und unbeabsichtigt, etwas Unanständiges, Unpassendes sagen wird.)

In der allerersten Autobiographie in englischer Sprache, die eine englische Bürgermeistertochter namens Margery Kempe 1436 verfasste, sprach auch sie bereits von Depressionen und Zwängen: 

„She thought these horrible sights and cursed memories were delectable to her, against her will. Wherever she went, or whatever she did, these cursed memories remained with her. […] She was shriven, and did all that she might, but she found no release, until she was near at despair…

Damals sprach man aber noch nicht von Zwangsgedanken, sondern von scrupulosity oder melancholy. Der Begriff scrupulosity wurde zunächst von der römisch-katholischen Kirche etabliert und beschrieb große Sorgen um die eigenen religiösen Sünden und die darauffolgende zwanghafte Selbstbestrafung der „Sünder“. Wie obiges Zitat zeigt, kreisten auch die Sorgen der streng christlichen Margery Kempe um Sünde und Strafe.

Ein Bischof beschrieb diese scruples im Jahr 1660 folgendermaßen: Ein Skrupel ist Ärger, wenn der Ärger vorbei ist, Zweifel, wenn der Zweifel beseitigt ist. Ein klares Charakteristikum der Zwänge also, das wir auch heute direkt nachvollziehen können: Der Bischof schreibt hier vom unstillbaren Verlangen nach Gewissheit – egal wie viele Beweise gegen die Befürchtung sprechen mögen.

Gleichzeitig entstand auch der Begriff religious melancholy, religiöse Melancholie, für Zweifel rund um die eigene Gottesfürchtigkeit. Auf Deutsch würden wir für die beiden Begriffe Skrupellosigkeit und Melancholie verwenden: Melancholie ist hierbei in etwa so zu verstehen wie das heutige Kriterium einer Depression.

Die Inhalte von Zwangsgedanken drehen sich allgemein häufig um Themenschwerpunkte, die der*dem Patient*in besonders am Herzen liegen. Es ist darum nicht verwunderlich, dass sich die „abtrünnigen Gedanken“ im Mittelalter häufig um Gottes Gnade, Sünde und Keuschheit kreisten – in einem Zeitalter, in dem jeder Lebensbereich von Religion durchtränkt und geprägt war.

16.11.21

I feel stuck and alienated from everyone else. I don’t feel a part of this world anymore. Sad shell aches, strewn across the shore. No point in breathing.

Die Säfte im Ungleichgewicht – Das 17. und 18. Jahrhundert

Während des 17. und des 18. Jahrhunderts verloren die spirituellen Heilungsmethoden der Geistlichen allmählich an Bedeutung, normale Ärzte wurden auf die Symptome aufmerksam. Natürlich wollten diese ihren sorgenvollen Patient*innen im 17. Jahrhundert gerne helfen: Leider aber fehlte jegliches Grundverständnis über die menschliche Psyche. Auf gut Glück versuchten die Ärzte darum den altbewährten Klassiker – sie führten an ihren von Zwängen geplagten Patient*innen eine sogenannte Aderlass-Therapie durch.

Diese Praxis war schon 400 Jahre vor Christus bekannt und wurde bis ins 19. Jahrhundert hinein als ernstzunehmende Therapieform für psychische und physische Beschwerden verwendet. Sie beruht auf der Grundlage der von Aristoteles entwickelten Lehre der Körpersäfte. Laut dieser bewegten sich alle Menschen innerhalb der vier Grundelemente Erde, Luft, Feuer und Wasser – und diese Elemente spiegelten sich in den vier „Körpersäften“ wider: Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle.

Diese Flüssigkeiten wurden für die Gefühlswelt und das Verhalten eines Menschen verantwortlich gemacht: Überwog beispielsweise die schwarze Galle im Körper, war der Mensch nach damaligem Wissensstand besonders melancholisch und betrübt gestimmt. Da auch die Zwänge mit dieser Melancholie in Verbindung gebracht wurden, erschien die Behandlungsmethode logisch.

Die Menschen glaubten also sehr lange, das Ablassen von Blut aus dem Körper helfe bei einer Vielzahl von Krankheiten, man könne durch die Prozedur giftige oder schmutzige Stoffe aus dem Körper spülen. Bei der Behandlung wurde jeweils eine Vene oder Arterie aufgeschnitten, um das Böse aus dem Körpersystem fließen zu lassen. Das  Blut rann dabei meist so lange, bis die Leidenden in Ohnmacht fielen. Alternativ wurden Zwangsgeplagten manchmal auch Einläufe verpasst oder Mittel wie Morphium, Opium oder Bromide verschrieben, die nicht selten stark abhängig machten.

09.02.22

Es gibt für mich zwei Welten, zwei Leben. In einer davon lebe ich, in der anderen sterbe ich langsam. Eigentlich sterbe ich in beiden langsam. In der einen Welt kann ich in die Sonne gehen und es fühlt sich nicht an wie das letzte Mal. In der anderen Welt stolpere ich durch den Wald und sehe weder Farben noch Konturen durch den Schleier. In der einen Welt verbleiben staubige Erinnerungen in Kisten, in der anderen legen sie mir ein Seil um den Hals, das ich bereitwillig zuziehe. In der einen Welt liege ich in der Sonne und darf wieder träumen. In der anderen Welt weiß ich, dass meine Träume Gefahr bedeuten und tue alles, um mich abzulenken. Keine Welt fühlt sich an wie die Wahrheit. Beide Welten sind eine Welt. Ich kann keine von beiden verlassen.

Weggesperrt im 18. Jahrhundert

Wenn die Symptomatik trotz dieser vielversprechenden Methoden seltsamerweise doch überhandnahm und die Ärzte nicht mehr weiter wussten, wurden die Erkrankten (häufig gegen ihren eigenen Willen) in Anstalten für psychisch Kranke eingesperrt – ohne Aussichten auf Freilassung oder Besserung. Diese Anstalten sind keineswegs mit heutigen Psychiatrien zu vergleichen. Sie waren meistens verdreckt, die Insassen erhielten kaum bis keine Behandlung, und die Häuser dienten eher als langfristiges Gefängnis für scheinbar gefährliche „Irre“. Dort vegetierte so mancher bis zum Ende seines Lebens vor sich hin. 

Die „Krankenpfleger*innen“ misshandelten die psychisch Kranken in vielen überlieferten Fällen systematisch und gingen mit ihnen wie mit einer minderwertigen Klasse an Menschen um: „Behandlungsmethoden“ in den Anstalten des 18. Jahrhunderts beinhalteten beispielsweise eiskalte Bäder, ranziges Essen, körperliche Gewalt, Aderlass, Zwangsjacken und Isolationshaft.

Diese grausame Geschichte der Psychiatrien hängt ebenfalls eng mit patriarchalen Strukturen zusammen. Während des 19. Jahrhunderts war es für Ehemänner, Väter und Brüder tatsächlich Gang und Gäbe, ihre aufmüpfigen oder rebellischen Frauen oder Töchter mal schnell ins Irrenhaus zu stecken. Männer konnten das Vermögen der beiden Eheleute zudem durch einen Trick an sich reißen: Schafften sie es, ihre Frau in eine Anstalt abzuschieben, wurde die Heirat automatisch aufgelöst und sämtlicher Besitz des Paares wurde dem Mann überschrieben. Dieses Schlupfloch brauchte nicht viel: Als Grund für eine Einweisung einer Frau galten damals bereits „Symptome“ wie Erschöpfung, die Selbstbefriedigung der Frau, prämenstruelle Symptome und unverheiratet sein.

In der aufgeklärteren Welt zu Beginn des 19. Jahrhunderts schien sich die Anzahl der Menschen, die über religiöse Ängste klagten, zu verringern. Stattdessen standen nun eher aggressive sexuelle Zwangsgedanken und Sauberkeitsobsessionen im Vordergrund.

Juhu! Freud eilt zur Rettung

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Diagnose nicht mehr als eine Form des Wahnsinns anerkannt. Im 20. Jahrhundert dann erkannte die Gesellschaft zumindest endlich die Existenz psychischer Krankheiten an, und Ärzte begannen, sich ernsthaft mit den Erkrankungen zu beschäftigen. Trotzdem hat und hatte die gesellschaftliche Wahrnehmung psychischer Erkrankungen noch einen langen Weg vor sich. Europäische Expert*innen waren sich damals in puncto Zwangsstörung noch uneinig, ob die Störung auf einen emotionalen oder intellektuellen Defekt oder auf einen Mangel an Willenskraft zurückzuführen war. 

In Frankreich zum Beispiel konzentrierten sich die Forscher*innen auf die Angst und den Willensverlust einer Person, während die englischen Psychiater sich auf die religiöse Perspektive fokussierten. In Deutschland wurde die Zwangsstörung als intellektuelle Störung angesehen. Heute wird vermutet, dass Zwangsstörungen eher aus einer Störung der Selbstregulierungsfähigkeiten entstehen – während andere Angststörungen mit der emotionalen Verarbeitung zusammenhängen.

Unser modernes, breites Verständnis der Zwangsstörung und anderen psychischen Krankheiten jedoch fußt zu großen Teilen auf den Erkenntnissen der Psychiater Sigmund Freud und Pierre Janet im frühen 20. Jahrhundert. Sigmund Freuds traditionelle Psychoanalyse dominierte das psychiatrische Forschungsfeld lange. Die Zwangsstörung bezeichnete er 1895 als Zwangsneurose: Seiner Theorie nach schaffen es manche Menschen nicht, ihre geheimen, gesellschaftlich inakzeptablen Bedürfnisse zu verarbeiten und internalisieren diese in ihrem Unterbewusstsein. Irgendwann staut sich dann diese Frustration auf und entlädt sich an der Oberfläche in scheinbar unkontrollierbaren Zwangshandlungen. Die auf Freud basierende Psychoanalyse war noch weit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein die am häufigsten genutzte Therapiemethode bei Zwängen.

It’s getting better all the time!

03.01.

I just want to break the spell.

Es gibt verschiedene Klassifikationssysteme für psychische Störungen. Durch ihre Hilfe können psychische Krankheiten gesammelt, eingeordnet und diagnostiziert werden. Die zwei bekanntesten Systeme sind das DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) und das ICD (International Classification of Disease). Frühere Versionen des DSM-Handbuchs zählt die Zwangsstörung zur Familie der Angststörungen. 2013, in der fünften Version des DSM, erhielt die Zwangsstörung ihren eigenen Platz abseits der anderen Angststörungen. In der aktuellen ICD-10 wird die Zwangsstörung als Teil der „neurotischen, stressbedingten und somatoformen Störungen“ angegeben.  

In den 1960ern und den 1970ern dominierten Gesprächstherapien in der Behandlung der Zwangsstörungen. Doch mit der Zeit veränderten sich die Herangehensweisen und Psychotherapeut*innen tendierten zu verhaltenstherapeutisch inspirierten Ansätzen. Die reinen Gesprächstherapien wurden von den neuen Therapeut*innen als weitgehend sinnlos und nicht zielführend angesehen, denn sie fokussierten sich zu sehr auf ständige Verhaltensanalyse, auf Vergangenheit und auf das Unterbewusstsein. Dabei profitieren Patient*innen am meisten von einer allmählichen Annäherung an der Angst.

Du übst in der Therapie wieder und wieder, dich angsterzeugenden Situationen und Gedanken auszusetzen – ohne wie üblich, also vermeidend oder zwanghaft, zu reagieren. Das geschieht durch die sogenannte ERP, die exposure and response preventionExpositions- und Reaktionsprävention. Hierbei begibst du dich schrittweise in zunehmend angstauslösende Situation oder Gedankenspiralen, ohne dabei deine Zwangshandlungen auszuführen. So lernst du, dir wieder selbst zu vertrauen. ERP gilt heute als Goldstandard für die Behandlung von Zwangsstörungen und hat sich in bis zu 90 Prozent der Anwendungsfälle wirksam erwiesen.

Ingesamt gibt es derzeit drei Behandlungsansätze, die bei Zwangsstörungen eingesetzt werden können und die in den meisten Fällen zu einer großen Linderung der Beschwerden führen. Das sind einerseits bereits genannte verschiedene Methoden der Verhaltenstherapie (Achtsamkeitstherapie, Expositions- und Reaktionsprävention, Habituationstraining, Assoziationsspaltung, metakognitives Training), der Einsatz von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI, eine Klasse der Antidepressiva) und in Einzelfällen die sogenannte transkranielle Magnetstimulation. Bei letzterer Methode werden – in sehr starken und behandlungsresistenten Fällen – Nervenzellen des Gehirns durch starke Magnetfelder stimuliert. Medikamente können eine Therapie besonders zu Anfang enorm erleichtern.

Sich ausschließlich auf die Wirkung von Medikamenten zu verlassen, ist jedoch keine gute Idee. Sie können zwar Angstgefühle lindern und den Druck herausnehmen: Arbeitest du jedoch nicht gleichzeitig in einer Therapie und auch zu Hause an deinen Strategien, wird die Zwangssymptomatik nach dem Absetzen des Medikaments mit großer Wahrscheinlichkeit automatisch wieder zurückkehren.

Für gewöhnlich kommt also eine Verhaltenstherapie, oft in Kombination mit Medikamenten, zum Einsatz. So lernst du, die eigene Krankheit zu verstehen und kennenzulernen – dieser wichtige Prozess nennt sich auch Psychoedukation. Gemeinsam mit dem*der Therapeut*in entwickelst du außerdem Strategien, dich deiner Angst zu stellen und deine Zwangshandlungen schrittweise zu beenden.

Die Heilung von einer Zwangsstörung beinhaltet einen lebenslangen Lernprozess, aus dem du achtsam und gestärkt wieder hervortreten kannst. Es wird nicht leicht, aber es wird sich lohnen. Therapien fühlen sich oft zunächst absolut gefährlich, kontraintuitiv und hoffnungslos an. Wenn alles in dir schreit, wenn die Stimmen in deinem Kopf quengeln und betteln, wenn du das Gegenteil von dem tust, was deine Angst dir sagt – dann bist du auf dem richtigen Weg. (Ja, wirklich!)

01.05.

Versuch, zu atmen. Reiß das Fenster auf. Suche die Sterne. Mach dir nichts draus, wenn die Wolken tief hängen oder der Smog den großen Wagen verleumdet. Die Sterne sind in dir. Du wunderst dich über denselben Mond, du spürst dieselbe Panik, die Menschen schon Jahrhunderte vor dir gespürt haben. Du bist verloren und trotzdem sicher. Gib nicht auf.

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Ressourcen

Suche nach Therapeut*innen                         

Telefonseelsorge: 0800 1110111

Nummer gegen Kummer (auch Online-Beratung): 0800 1110333

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Hilfreiche Videos auf Englisch: https://www.youtube.com/c/everybodyhasabrain und https://www.youtube.com/c/OCDRecovery      

Deutsche RessourcenOCD Land (auch auf Instagram)                                      

Die Suche nach einer Therapie ist oft anstrengend und langwierig. Nicht aufgeben! Oft findest du auf der Website deiner Uni eine Mailadresse, an die du dich wenden kannst. Du bekommst dann einen Termin zu einem Erstgespräch. Ansonsten sprich mit deiner*deinem Hausärzt*in. Alternativ kannst du auch eigenständig im Internet recherchieren und bei dir sympathischen Praxen anrufen und nach freien Plätzen fragen.

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Der Text und die Gestaltung sind von Ronja.

Ronja ist 22, studiert Freie Kunst und fasst gerne Dinge in Worte. Ihre Kolumne illustriert sie selbst. Gedichte mag sie sowieso, und Menschen portraitieren auch: In Tusche und in Bleistift. 

In ihrer Kolumne readyornot erzählt sie von Zwangsstörungen und vom absurden Leben.

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