Selbst & Inszenierung
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Selbstfindung im 21. Jahrhundert

Meine Gedanken wie dreckige Fussel auf einer frischen Linse,
Ich höre wie ich leise winsle, damit es niemand hört,
Damit es niemanden stört.

Es zählt nichts weniger als seine Hülle,
Und trotzdem bringt es mich in so einer Fülle,
Ab und an runter,
Und benetzt mich ganz munter,
Mit einem Schleier auf Zweifel,
So fies wie ein Teufel.

Es passt dies nicht, es passt das nicht,
Dieses Bild widerspricht mal wieder meinem Gesicht,
Und ich frage mich wann wird es enden,
Dieses Verschwenden von negativen Einwänden.

Ständiges Vergleichen, Abwertende Aussagen gespeichert als Lesezeichen,
Und zum Ausgleichen umschleichen mich Komplimente von Liebsten,
Die sich für meines Gleichen anhören wie Sonderzeichen.

Sie sehen mich anders und nicht so wie ich,
Ich bin einzigartig, so ganz unterm Strich,
Habe Fehler und Macken, bin nicht perfekt,
Und bemerke verschreckt, 
Ich bin der Architekt,
Meines eigenen Lebens,
Und versuche vergebens,
Zu lieben wer ich bin,
In diesem neuzeitlichen Wahnsinn.

Der Text wurde anonym eingereicht.

Das Beitragsbild ist von Linda.
Sie ist Grafikdesignerin und brennt für gute Gestaltung. Sie arbeitet gerne konzeptionell und legt den Fokus auf aussagekräftige Illustrationen. Neben Kunst und Design, liebt sie die Berge, Kaffee und ihr rotes Fahrrad Michl. Außerdem gibt sie definitiv zu viel Geld für Schreibwaren aus.

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