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Was Mut 2020 bedeutet #Mut(Ich)

Jetzt sind es noch 6 Tage.
6 Tage bis Heiligabend, wohl einer der geselligsten Feiertage des ganzen Jahres. Wo Familien zusammentreffen, Verwandte, die sonst keine Zeit finden, sich sehen, man gemeinsam isst, sich beschenkt und Zeit miteinander verbringt. 

Und obwohl das Verlangen vieler genau dem gleicht, soll und muss das Fest dieses Jahr wohl anders ausfallen.

Denn das einzig Vernünftige ist, auch über die Festzeit Distanz zu wahren und auf einander Acht zu geben, in dem man dieses Jahr eben auf genau dieses Zusammentreffen verzichtet.
Egal wie schwer es auch fällt.
Zum Schutz anderer und unserem eigenen.

Es ist das Risiko nicht wert

Denn was genau an Konsequenzen das Virus mit sich bringt, kann noch niemand sagen.
Aber was wir hingegen sagen können, ist, dass keine Feierei es wert ist, seine Familie womöglich krank zu machen.
Denn ganz egal, wie weit weg sich die Erkrankung vielleicht auch anfühlen mag, wenn das eigene Umfeld bisher glücklicherweise nicht betroffen ist, sollte die Gesundheit bei uns allen an erster Stelle stehen.

Denn wäre es das Risiko wert zusammen zu kommen, wenn man es nächstes Jahr vielleicht nicht mehr kann, dadurch dass Familienmitglieder oder Freunde angesteckt und ernsthaft krank werden? Sicher nicht.

Mut im Jahre 2020

Für viele mag es wohl mutig sein, sich unter Leute zu trauen, die Weihnachtstage in Gemeinschaft zu verbringen, vielleicht noch konfrontiert mit Familienmitgliedern, zu denen man kein harmonisches Verhältnis pflegt. 
Es sollte wohl kein Geheimnis sein, dass die Weihnachtszeit für viele mit Schwierigkeiten und Streitigkeiten verbunden ist und einige diese Tage lieber verschlafen würden, als sie unter Menschen zu verbringen. 

Wenn Mut die letzten Jahre also hieß, seine Komfortzone zu verlassen und an Zusammenkünften teilzunehmen, so äußert sich Mut 2020 wohl darin, Zuhause zu bleiben.
Zugunsten aller anderen und auch sich selbst das Weihnachtsfest alleine oder gemäß der Vorgaben und Richtlinien der jeweiligen Bundesländer zuverbringen, um das Risiko einer Infektion zu vermindern.

Regeln brechen – KEINE Option

Und obwohl man meist genau das haben möchte, was man nicht haben kann und so verführerisch es sein kann, Regeln zu brechen, sollte es aktuell keine Option sein, diese Regeln zu umgehen oder zu ignorieren.
Ganz egal, wie groß das Bedürfnis auch sein mag, Verwandte, Bekannte und Freunde zu sehen und bestehende Traditionen aufrechtzuerhalten.

Selbst wenn man sich mit Personen eines anderen Haushaltes treffen dürfte, umso weniger Kontakte sich treffen, desto besser und sicherer. Wenn man sich nicht wohl fühlt, dann ist es immer erlaubt und mutig zu sagen, dass man sich nicht treffen mag. Dass man Angst davor hat, sich oder andere zu infizieren. 

Toleranz wahren

Dieses Jahr ist alles anders und so tolerant wir mit den Umständen aktuell sein müssen, so tolerant sollten wir uns auch selbst gegenüber sein, wenn es darum geht, auf uns und andere aufzupassen. 

Es steht also nicht im Vordergrund alle Menschen persönlich zu besuchen oder möglichst viele Orte zu sehen und Unternehmungen zu machen.
Vielmehr sollte es in erster Linie darum gehen, es sich so wohl zu machen wie es nur geht, allerdings in einer sicheren Atmosphäre – bestenfalls allein.

Allein ist nicht gleich allein

Was jedoch nicht heißen muss, dass es keine Möglichkeiten gibt, in Kontakt zu stehen – Irgendwie muss man die Zeit, die wir jetzt dadurch gewinnen, nicht zu Verabredungen zu fahren oder Geschenke zu erwichteln, ja nutzen. 

Und genau aus diesem Grund und weil es der psychischen Gesundheit nicht gut tut, sich auf das Negative zu konzentrieren bezüglich einer Situation, an der wir persönlich nichts ändern können, außer diese als notwendig zu akzeptieren und die Regeln einzuhalten, sind anbei einige Tipps aufgeführt, wie wir das Bestmögliche aus dem besonderen Weihnachten dieses Jahr herausholen.

I. Digital Kontakt halten 

Wie oft wird über die Digitalisierung und die damit verbundene Schnelllebigkeit, bzw. die rasante Entwicklung der heutigen Zeit geschimpft? Auch wenn es natürlich nicht das gleiche ist, Menschen persönlich zu sehen, so ist es dank FaceTime, Skype und Co doch möglich, einander zu sehen, miteinander zu essen oder die zuvor geschickten Geschenke miteinander auszupacken.

Warum also nicht mal die Technologien nutzen, die sonst so oft mehr Fluch als Segen darstellen? Natürlich besteht auch die Möglichkeit E-Mails zu schreiben oder über soziale Netzwerke mit Freunden in Kontakt zu bleiben.

Eine andere Möglichkeit wäre es 

II. Kontakt per Post

zu halten.

Ich denke jeder kennt dieses freudige Gefühl, wenn man eine Karte oder ein Paket von einem Menschen bekommt, der einem etwas bedeutet.
Also warum nicht mal wieder ein paar Karten an die Personen schicken, an die man gerade denkt und die man über das Weihnachtsfest gerne gesehen hätte? Eine Erinnerung daran, dass an einen gedacht wird, tut wohl jeder Seele, besonders momentan, sehr gut.

III. Sich auf das wichtigste Berufen 

Nämlich die Gesundheit.
Vielleicht hilft es, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass es nur ein “normales” Weihnachten in der Zukunft geben kann, wenn alle auf sich aufpassen und die eigene Gesundheit und die der anderen als Priorität anerkennen. 

Ich denke ich spreche für alle wenn ich sage, dass wir wesentlich mehr bereuen, wenn jemand mit seiner Gesundheit kämpfen muss oder womöglich sogar Schäden davon trägt, weil wir es nicht schaffen, das Weihnachtsfest dieses Jahr anders als sonst zu gestalten. Das schlechte Gewissen, welches einen wohl dann belastet, wünsche ich keinem.

Viel lieber können wir uns daran erinnern, dass es wieder eine Zeit geben wird, in der Zusammentreffen möglich sein werden.

Also warum nicht heute schon davon träumen, wie wir das Fest dann gestalten. Und vielleicht ja auch wie dankbar wir dann für die Normalität sein können.

Leichter gesagt als getan

Natürlich ist mir bewusst, dass es Momente gibt, in denen es einem schwer fallen mag, dem vernünftigen Weg zu vertrauen und seine Bedürfnisse für das Große und Ganze einzuschränken. Auch ist mir bewusst, dass die Unberechenbarkeit der Zukunft bezüglich dieses Viruses vielen Menschen Angst macht.

Und doch ist es jetzt an der Zeit Mut zu beweisen, indem wir uns an die vereinbarten Regeln halten, unsere Gesundheit in den Vordergrund stellen und unsere Zeit so zu füllen, dass wir weder uns noch andere in Gefahr bringen. 

Egal wie unschön die Situation auch sein mag, wir alle sollten gemeinsam dafür kämpfen, dass die Infektionszahlen sinken und wir möglichst bald wieder zur Normalität zurück kommen können. 

Ich glaube an dich – an mich – an uns.

Um voran zu kommen, müssen wir alle zusammen halten.

So unbequem es gerade auch sein mag. 

Jacqueline ist 23 Jahre alt und lebt an der Ostsee. Sie liebt es, sich in Büchern zu verlieren, sich Gedanken über die kleinen und großen Dinge des Lebens zu machen und diese in Form von Wörtern oder Zeichnungen zu verarbeiten. In Ihrer Kolumne „Mut(Ich)“ soll es um den Umgang mit Herausforderungen des alltäglichen Lebens gehen. Zu lernen, über sich selbst hinauszuwachsen. Instagram: @jack_glw_

Lisa ist eine junge Illustratorin und Gestalterin aus Berlin. In Ihrer Kunst befasst sie sich mit Beobachtungen des alltäglichen Lebens und zieht Inspiration aus erlebten Situationen und Personen, die sie umgeben. Nebenher beschäftigt sie sich viel mit Musik und schmökert in Zines und guten Büchern. Instagram: @lisaschndlr

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