Liebe & Triebe
Schreibe einen Kommentar

Liebeskummer heilen

Heilen ist eine bewusste Entscheidung

Manchmal entscheiden wir uns nach einer Trennung lieber dazu, weiterhin ständig an unserem Exfreund oder unserer Exfreundin zu denken und in unseren Herzschmerzen zu versinken. Wir sind mit unserem Kopf und unseren Gedanken nur bei ihm oder ihr, sind wütend, traurig oder enttäuscht. Wir sollten nicht vergessen, dass wir das nur machen, um diese Person weiterhin in unserem Herzen am Leben zu erhalten. Manchmal möchten wir lieber jemanden hassen oder von ihm besessen sein, als sie zu vergessen und weiter nach vorne zu schauen. Du hast die Wahl.

Bereite deinen Körper vor

Es ist wichtig, Wasser an deinem Bett stehen zu haben, um nach dem Aufwachen ein Glas zu trinken. Auch wenn dir vermutlich absolut nicht danach ist, solltest du gut darauf aufpassen, regelmäßig zu essen. Du kannst dir auch einen guten Freund oder eine gute Freundin einladen, die für dich kocht. Versuche, jeden Tag zu duschen und dich ein bisschen frisch zu machen, wenn du kannst, selbst wenn du dich danach wieder ins Bett legen solltest. Wenn deine Stimmung ihren Tiefpunkt erreicht hat, zählt alles. Die Psyche hat eine große Auswirkung auf deinen Körper. Bedenke, dass bei viel Traurigkeit auch dein Immunsystem erschöpft ist. Du solltest also versuchen, während dieser schmerzhaften Phase besonders gut zu deinem Körper zu sein und auf das Nötigste zu achten. Damit hilfst du dann auch deiner Seele.

Weinen

Du wirst viel weinen. Sehr viel. Und das ist okay. Lass es einfach raus. Weinen hilft uns dabei, Stresshormone zu reduzieren, damit wir uns besser fühlen. Es hört schneller auf als du denkst.

Triff keine wichtigen Entscheidungen, wenn du voller Emotionen bist

Vielleicht wirst du eines morgens voller Hass aufwachen und meinst plötzlich genau zu wissen, was du deinem/deiner Expartner*in die ganze Zeit noch alles sagen wolltest. Leg dein Handy weg, nimm ein Schluck Wasser, mache dir dein Frühstücke. Schreib all deine Gedanken lieber in dein Tagebuch, anstatt direkt die Nachricht zu formulieren. Wenn es wirklich das Richtige ist, werden sich diese Worte auch in ein paar Stunden noch richtig anfühlen. Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren und abzuwarten. Wenn deine Gefühle übersprudeln und du voller Emotionen bist, solltest du keine Entscheidung treffen und nichts tun, was du später bereuen könntest. Nimm dir lieber ein bisschen Zeit, falls deine Emotionen groß werden sollten.

Blockieren ist total okay

Falls es dich herunterziehen sollte, ist es total okay, sie oder ihn oder auch ihre oder seine Freunde auf Instagram und anderen Sozialen Medien zu blockieren. Du kannst einstellen, dass gewisse Stories nicht angezeigt werden. Außerdem kannst du die Zuletzt-Online-Funktion ausstellen, sodass du nicht alle fünf Sekunden checkst, wann er oder sie das letzte Mal online war. Instagram ist nur eine Illusion und kann, vor allem bei akutem Liebeskummer, unfassbar schmerzhaft und toxisch sein. Du scheinst Dinge zu sehen, die in Wirklichkeit ganz anders sind, aber in deinem Kopf malst du dir die schlimmsten Szenarien aus. Um diesen Gedanken ganz aus dem Weg zu gehen, ist es angenehmer, diese Personen nicht immer ganz oben im Newsfeed angezeigt zu bekommen. Und bald hast du sie vielleicht schon ganz vergessen.

Erinnere dich an all das, was schlecht gelaufen ist

Nach einer Trennung fühlt sich alles wirklich alles nach Verlust und Schmerz an. Du fühlst Gefühle, von denen du nicht wusstest, dass sie überhaupt existieren. Du scheinst davon überzeugt, dass du dein Ein und Alles für immer verloren hast. Jedoch solltest du versuchen, einen Schritt aus der Situation heraus zu treten und dich an all das erinnern, was zwischen euch jemals falsch gelaufen ist. Und das ist vermutlich gar nicht so wenig, wenn ihr bereits an diesen Punkt angelangt seid. Nach einer Trennung scheint man sich nur an die positiven Dinge zu erinnern, nur an das, was gut war. Aber da ist sicher mehr als das und das solltest du nicht vergessen. Du wurdest nicht wirklich verstanden? Du wurdest nicht unterstützt? Alles, was schief gelaufen ist, kannst du dir nun anderswo zurückholen.

Rede mit möglichst vielen Menschen über deine Situation

Es kann wirklich viel bringen, mit den besten Freunden, der Familie, oder gar dem Chef oder der Professorin über deine Situation und über das, was du gerade durch machst, zu sprechen. Alle werden dich und deine Gefühle verstehen. Alle werden schon einmal in einer ähnlichen Situation gewesen sein. Vor allem ältere Personen werden dir sicher eine gute Unterstützung sein und dir einen weisen Rat geben können. Hast du schon einmal überlegt, deine Großeltern anzurufen und mit ihnen über deinen Herzschmerz zu reden? Und auch wenn es untypisch für dich ist – du kannst auch deine Eltern voll heulen. Sie werden dir sicher mit viel Liebe zur Seite stehen. Nach all diesen Gesprächen wirst du dich ganz schnell weniger allein und viel mehr verbunden fühlen. Wenn du ehrlich mit all diesen Menschen bist, bist du auch ehrlicher zu dir selbst. Das kann helfen. Reden verbindet.

Versuche aktiv deine Gedankenmuster zu ändern

Fokussiere dich auf drei positive Gedanken oder Bilder in deinem Kopf, die die negativen Gedanken ersetzen können. Schreib diese Gedanken auf. Wieso ich? Warum das Ganze? Denn, das was du denkst, ziehst du auch an. Wenn du dir die ganze Zeit den Kopf darüber zerbrichst, wie schlimm alles ist, ist das auch deine Realität. Wenn du jedoch positiv in die Zukunft blickst, wird es auch so kommen.

Die eigenen Gedankenmuster aktiv zu ändern, erfordert sehr viel Übung und Disziplin, ist es aber absolut wert. Fühl dich nicht schlecht, wenn es nicht direkt klappt. Allein das Bewusstsein, dass du nicht deine Gedanken bist, ist schon ganz schön viel wert.

Akzeptiere, dass es vorbei ist

Es ist aus und vorbei. Er oder sie wird sich wahrscheinlich nicht morgen und auch nicht in der nächsten Wochen bei dir melden. Sie sind nicht länger ein Teil deines Lebens und das solltest du akzeptieren. Selbst wenn er oder sie versuchen sollte, zu dir zurückzukommen, wird es dir viel mehr geben, nicht im geringsten davon auszugehen. Durch falsche Hoffnungen lebst du in einer Illusion, die nicht real ist. Gib dich nicht einer Situation hin, die in Wirklichkeit nicht existiert.

Akzeptiere deine Schmerzen

Du solltest akzeptieren, dass du dich gerade einfach nur scheiße fühlst. Das ist total okay. Akzeptiere, dass du vermutlich unverstanden bist. Akzeptiere, dass Leute über dich reden könnten. Akzeptiere, dass Schmerz nicht einfach so vorbei sein kann. Aber sei auf diesem Weg freundlich zu dir und deinen Schmerzen.

Verbinde dich mit deinem Körper

Du hast deinen Körper vermutlich über einen längeren Zeitraum mit einem anderen Menschen geteilt, bist einer anderen Person sehr nah gewesen. Es mag erst mal komisch sein, dass du dich jetzt wieder nur für dich hast. Da bist nur du und das ist wunderschön. Versuche in der nächsten Zeit, bei dir, deinem Körper und deinem Geist anzukommen. Sich mit seinem Körper zu verbinden mag für jeden unterschiedlich aussehen – die einen fangen an, Sport zu machen, andere masturbieren, wieder andere kaufen ihre Lieblingsunterwäsche. Massiere deine Füße und nimm eine warme Dusche, fühle dich in deinem Körper. Sei zärtlich zu dir selbst – das hast du dir verdient.

Umgebe dich mit echten Freunden

Erzähl deinen Freunden, wie es dir wirklich geht und macht gemeinsam einfach alles, was dich ablenken könnte. Ihr könnt einfach nur Serien schauen oder ins Café gehen. Umgebe dich mit Menschen, denen du dich nicht erklären musst oder von denen du dich nicht unter Druck gesetzt fühlst. Du kannst auch für ein paar Tage die Stadt verlassen, zu deinen Eltern fahren und einfach mal auf andere Gedanken kommen.

Vergiss eines nicht

Du bist stärker, als du denkst, und auch diese Zeit wird schneller vorbei gehen, als du es dir jetzt gerade vorstellen kannst. Eines Tages kannst du über all das vielleicht sogar lachen. Es ist ganz wichtig, dass du weißt, dass du nicht allein bist. Ganz bald schon wirst du aufwachen und dich gut fühlen. Du wirst dich wieder fühlen können und da wird mehr sein, als nur der Schmerz. Deine Zukunft wird groß, größer als alles andere.

Das Beitragsbild ist von Luka.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.