Monate: Januar 2020

Ich träume davon, wie früher zu träumen #wasgehtab

Früher träumte ich davon, als Abenteurer durch die große weite Welt zu ziehen. In den Wüsten Schlitten zu fahren, mit einem kleinen Boot über die Ozeane zu segeln und die frische Brise im Gesicht zu spüren. Durch die Regenwälder zu expeditieren und seltene Tierarten zu entdecken, oder Eisbären in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben.  Heute träume ich davon, wieder wie früher träumen zu können. Sorgenfrei und unbeschwert meinen Lebensweg zu wandern.  Meine Pläne werden sich womöglich nie erfüllen, weil die Pole schmelzen, Regenwälder abgeholzt und abgebrannt werden und die Ozeane eher einer Müllkippe für Plastik ähneln. Unsere Erde wird gerade Stück für Stück zerstört. Aber “den Klimawandel gibt es ja nicht.” Mich wird es irgendwann auch nicht mehr geben, dann kann es mir doch egal sein, wie ich diese Erde verlasse. Nein, es kann und DARF einem nicht egal sein, wie man sie verlassen wird. Egal zu welchem Zeitpunkt und in welcher Situation. Aber es ist ja einfacher, einfach zu sagen, den Klimawandel gibt es nicht. Es ist einfacher, alles auszublenden und sich eine heile …

Liebe auf Distanz #Zeitgeist*in

Dreihundertachtundvierzig. Kilometer trennten uns für knapp eineinhalb Jahre. Und damit hatten wir es noch relativ leicht. Es gibt Fernbeziehungen, die weit über die Grenzen Europas hinaus reichen und auch viel länger bestehen müssen. Doch eines haben sie anfangs alle gemeinsam: Unsicherheit und ganz viele entstehende Fragen. Kann das denn überhaupt funktionieren, wenn wir uns nur ein einziges Mal im Monat sehen? Und dann ist unsere Zeit doch auch noch begrenzt, wie soll das gehen? Der Versuch. So lag ich nachts im grellen Licht des Handydisplays im Bett und recherchierte über eine Beziehungsform, die ich zuvor nur aus verzweifelten Posts auf Twitter kannte. Mit einem etwas mulmigen Gefühl tippte ich das Wort „Fernbeziehung“ in die Suchleiste. Ich weiß noch, dass all die Ergebnisse, die mir gar lieblos entgegengeschleudert wurden, mich nur noch mehr zweifeln ließen. Hätte ich auf die vielen Aussagen der Autoren und Blogger vertraut, so wäre ich auch heute noch der Meinung, dass Fernbeziehungen ohnehin zum Scheitern verurteilt sind, dass beide Parteien immer nur leiden und auch wenn man es schafft, die Beziehung spätestens …

Zu viel verraten #schlaflos

Ob wir uns nun in einer Bar treffen oder einem Café, spielt hierbei keine Rolle. Ob sie auch wirkliche Freunde sind, auch nicht. Wir haben einfach eine Freude am Sein und wir verlieren das Gefühl von Präsenz – und gleichzeitig der Kontrolle. In den Abend hinein schauen wir dann tatsächlich auf die Uhr und merken, dass wir aufbrechen müssen. Es könnten alle Themen gewesen sein, die wir angesprochen haben oder auch nur das Eine. Ob nun der Crush, die zerrüttete Freundschaft oder die Familienverhältnisse, aber auch die Karriereziele können diesen wunden Punkt darstellen. Einfach das Eine, worüber wir uns selbst so unsicher sind, so sehr, dass es uns jedes mal ein klein wenig überfordert, wenn es dann jemand anspricht. Ehe wir uns versehen, lehnen wir uns aus dem Fenster, fast schon zu sehr. Bis man alles ausgesprochen hat, was einen beschäftigt, jede Theorie weshalb der Crush uns so unsichere Hoffnungen macht, weshalb die Freundschaft zerbrach oder wo man am liebsten schon in der Laufbahn stehen würde. Alles, was man sich eigentlich versprochen hatte, für sich …

Du und ich in Wir

Wieso vermisse ich dieses wir wenn du und ich nie wir waren Ich und du waren wir Ich und du waren du und ich Wir selbst Auf einmal wir selbst Aber es gab nie ein wir Du und ich Zusammen wir Aber nie das wir was ich mir gewünscht habe Ich wollte für alle wir sein Nicht nur für uns zwei wir Sondern für alle Wir für uns war nicht genug Auch wenn es nicht ausgesprochen warFür uns waren wir wir Nur für alle anderen waren du und ich du und ich Alle sagten du und ich sollen wir werden Doch da war diese AngstDiese Angst heißt wir Du und ich hatten Angst du und ich in wir zu verlieren Dass du und ich uns ein anderes wir klauen Weil du und ich uns nicht sicher waren Weil du und ich als wir nicht genug waren Jetzt träume ich von dir Und von dem wir was du und ich hätten sein können Was wir hätten sein können Wenn da nicht dieses wir über uns gewesen …

Wie ich lerne, loszulassen #Mut(Ich)

Mut und Ich. Mal passen diese Worte mehr zusammen, mal überhaupt nicht.Als ich angefangen habe mir Gedanken darüber zu machen, womit ich diese Kolumne beginnen möchte, habe ich eine Entscheidung getroffen: Vollkommen ehrlich zu sein.Mit euch und mit mir. Dort zu beginnen, wo ich sonst allzu gerne überspringe, mich verstecke hinter einer Wahrheit, die ich mir selbst geschaffen und mich davon überzeugt habe, dass diese der Realität entspricht. Schon seit einigen Jahren leide ich an psychischen Erkrankungen, unter anderem an Depressionen. Habe immer gehofft und versucht, mein Umfeld glücklich zu machen, und mich dabei vergessen.Über die Jahre habe ich viel Hilfe angeboten bekommen, die ich mir nicht anzunehmen erlaubt habe. Weil ich es mir selbst nicht wert war. Und ich Angst hatte, alles zu verlieren, was mir Sicherheit gebracht hat. Was mich letztlich ausgemacht und den Menschen geformt hat, der ich heute bin. Loslassen tut weh. Zu jedem Zeitpunkt schien mir das Risiko der Veränderung zu hoch. Über die Jahre wurde mir Hilfe aufgezwungen. Ich bin von Klinik zu Klinik gereist, weil meine Eltern sich …

Tabuthema? Chlamydien

Über Geschlechtskrankheiten wird geschwiegen. Auch in meinem Freundeskreis wird meistens beschämt zur Seite geschaut, wenn über das Thema gesprochen wird. Dabei gehört die Chlamydien-Infektion zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten in Deutschland aber auch weltweit. Aber genau wie eine Erkältung auch sind Geschlechtskrankheiten ganz normal, gehören dazu und können gut behandelt werden. Sie sind nur eben einfach ein bisschen unangenehm, aber das müssen sie eigentlich gar nicht sein. Und genau deshalb möchte ich heute drüber sprechen. Symptome Das Problem bei der Chlamydien-Infektion ist nämlich, dass sie meistens unbemerkt bleibt bzw. sich in ganz unterschiedlichen, nur sehr leichten Symptomen äußern kann. Oft wird zunächst nur eine Blasenentzündung oder eine Pilzinfektion vermutet. Symptome für eine Infektion können nämlich ein ungewöhnlicher Ausfluss, Brennen und Schmerzen beim Pinkeln, Schmerzen beim Vaginal- und Analsex und Juckreiz sein. Meistens treten diese Symptome ein bis drei Wochen nach der Ansteckung auf. Lass dich aber auch dann untersuchen, wenn deine Beschwerden von selbst besser werden oder sogar ganz verschwinden. Denn die Chlamydien-Infektion kann immer noch in deinem Körper sein und sich weiter ausbreiten. …

Du, ich und vielleicht ein bisschen Fernweh

Mit offenen Augen lieg ich ganz still auf diesem Stück Gänseblümchenwiese. Alles um mich rum sieht aus, wie eine Tapete. Hier ist viel noch so fremd, aber über mir erstreckt sich dieser unwahrscheinlich große Himmel und ich denke heimlich, wie schön sich Wolken stapeln. Ich bin unterwegs, auf Reisen, weg von zuhaus und kann dir plötzlich gar nicht mehr sagen, welcher Tag heute ist. Ich kann dir nicht sagen, wieviel Uhr es ist, weil Zeit auf einmal so unwichtig wird. Es gibt keine Pläne, keine Zukunft, nicht mal ein Morgen. Tage verfliegen auf einmal, wenn Zeit egal ist und vielleicht wird mir klar, was Leben heißt. Mein Kopf hört auf, alles gedanklich zu zerteilen, viel verliert seine Bedeutung und das was bleibt, wirkt dann so wesentlich. Ich kann dir gar nicht sagen, wer ich eigentlich bin, weil ich so viel sehe, lerne, versuche, dass ich mich am liebsten neu erfinden würde. Und ich kann dir auch nicht sagen, warum ich dafür weit, weit weg musste. Ach und weißt du was ich da denke, auf diesem …

Der Blick in die Glaskugel #gibmirwiderworte

Das neue Jahr ist bereits in vollem Gange. Die politischen Ereignisse und Schlagzeilen sind auch 2020 dabei, sich zu überschlagen.Für den Großteil der Weltbevölkerung bedeutet der Schritt in ein neues Jahr oft auch, sich Vorsätze und Ziele zu stecken, um am Ende reflektieren oder die Versäumnisse der vergangenen 365 Tage beheben zu können. Es mag scheinen, als würden die internationalen politischen Eliten von solchen Vorsätzen unberührt bleiben, werden viele Konflikte und machtorientiertes Handeln reibungslos weitergeführt oder neue entfacht.Damit Dir, vor lauter Newstickern und Updates, aber das politische Tagesgeschehen nicht um die Ohren fliegt, findest Du hier einen kleinen Ausblick auf das, was uns in den nächsten 12 Monaten erwartet. Januar Was lange währt, wird gut. So heißt es zwar, so lässt sich der Brexit aber keinesfalls zusammenfassen. Der 31. Januar ist nun der (voraussichtlich) endgültige Stichtag für die Mitgliedschaft des Vereinigten Königreiches in der Europäischen Union. Bis dahin muss der, durch das Unterhaus ratifizierte, Austritts-Vertrag noch vom britischen Oberhaus und der EU Zustimmung erfahren. Danach besteht eine Frist bis Ende des Jahres, innerhalb welcher ein Freihandelsabkommen …

Und wir lachen zusammen

selten, viel seltener als früher sitzt du still vor mir und lächelst. häufiger, viel häufiger als früher bewegte sich dein Lächeln zu einem  lauten  glücklichen  Lachen. und wir lachen zusammen. — und immer bist du da heute noch viel mehr  als noch im letztes Jahr. — unsicher darf man sein  denkst du  aber das sollte niemals abschrecken. und vielleicht ist es genau das, um was es eigentlich geht. — ich war verletzt und dann war ich enttäuscht, aber du enttäuschst mich nie. — ich denke immer alles muss gut sein aber ich muss lernen, gut muss nicht perfekt sein. — du machst mich glücklich.  wollt ich dir nur mal eben sagen. ganz kurz. – Das Schreiben von Gedichten und kleinen Texten bedeutet für Mira, Momente und Gefühle zu verarbeiten und festzuhalten. Sonst hört sie viel Musik, tanzt und trinkt Tee. In Zukunft möchte sie mehr von der Welt sehen und mutiger werden.  Das Beitragsbild ist von Luka.