Du & Ich, Gastgedanken
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Nicht länger ein Verzicht

Grade, möchte ich mal alleine sein
Mal mit mir sein
Bei mir sein
Und da mal verweilen,
In dem Zustand, mein Herz mit niemandem zu teilen

Denn manchmal,
Fühlt es sich an als
Würde ich sinken
Und dabei ganz langsam ertrinken,
Weil ich da bin und du nicht
Und das Vertrauen in mir dann manchmal bricht

Ich hab gedacht,
Vielleicht änderst du mal deine Sicht
Und in meinem Leben gibt es dann mehr Licht,
eines Tages wach ich auf und bin dir wichtig,
denn das sind Töchter ihren Vätern doch, richtig ?

Aber unsere Geschichte sieht anders aus
Und deinetwegen versteck ich mich in diesem Haus,
In dem niemand an mich rankommen kann
Irgendwo da, wo ich auch nicht versagen kann

Wärst du da gewesen,
Wär’ ich anders drauf
Vielleicht ruhiger und bedacht,
Aber du hast über mich noch so viel Macht
Und ich bin rasend und so
Wütend

Wütend auf mich selber
Und auf so vieles um mich rum
Wütend auf die Welt
So sehr, dass ich ihn ihr verstumm

Ich hab gedacht,
Ich hätte dich hinter mir gelassen
Hab verdrängt, dass wenn Eltern ihre Kinder verlassen,
Nichts als offene Wunden hinterlassen

Ich hab immer versucht auf andere zu bauen,
Doch wenn du mir eins genommen hast,
Dann ist es Vertrauen

Und ich wünschte
Ich könnte dir vergeben
Und hätte dann mehr Liebe in meinem Leben

Irgendwann
Wird alles gut

Das zu sagen erfordert ziemlich viel Mut,
Aber ich bin immer der Typ fürs Kämpfen gewesen
Hab von klein auf
Auch ohne dich
Viel in Büchern darüber gelesen

Irgendwann
Werd ich ankommen
Ganz unbeklommen
Werde nicht mehr rennen
Eher schlendern,
Das Leben wird sich immer verändern

„Ich tu mir selber gut“, will ich sagen
Unabhängig davon,
Ob du da bist
Oder nicht

Ohne dich leben
Ist nicht länger ein Verzicht

Die Verfasserin möchte anonym bleiben. Auch das Titelfoto ist von ihr.

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