Monate: September 2019

Die Freundschaft zwischen mir und dir

Mein Fuß wippt, deine Lippen formen die Lyrics nach. Um uns herum eine Geräuschkulisse von heiteren Gespräche über das Wetter, Gesprächen zwischen Menschen, die sich gerade das erste Mal treffen, nachdem sie ein Date über Instagram oder Tinder ausgemacht haben. Gespräche zwischen alten Freunden, die sich nur alle paar Wochen sehen und Neuigkeiten austauschen, so vertieft, dass sie das Rundherum nicht wahrnehmen. Das Licht in der Bar ist abgedunkelt, die Gläser halb leer. Wir bestellen noch eine Runde, die geht auf mich. Weil sich bei uns das Zahlen gefühlt immer abwechselt. Weil es sich immer ausgleichen wird, weil es sicher ist, dass wir uns bald wiedersehen. Wir stoßen an, du gibst mir zu verstehen, dass du mich lieb hast und so froh bist, dass wir uns wieder sehen. Und das macht mich glücklich. Ich bin glücklich. Denn trotz deiner Heiterkeit, die dem Alkohol zu verdanken ist, weiß ich, dass du es ernst meinst. Dass es wirklich so ist. Ich verschwende gern Zeit mit dir, gemeinsam vergessen wir für ein paar Stunden unsere Pflichten, die Hürden …

30 Tage Zeichnen!

Der Sommer ist dahin. Das merke ich vor allem, wenn ich jetzt morgens das Fenster öffne und mir beißend kalte Luft anstatt einer warmen Brise ins Gesicht schlägt. Oder wenn ich mich dann doch gegen die Birkenstocks und für meine Sneakers entscheide, bevor ich aus dem Haus gehe. Mich vom Sommer zu verabschieden ist für mich immer besonders schwer. Ich habe das Gefühl, im Sommer die meisten schönen Dinge zu erleben, an die ich mich auch Jahre später noch mit einem Lächeln erinnere. Aber gleichzeitig ist das Ende des Sommers für viele eine Erleichtung – endlich nicht mehr schwitzen. Endlich wieder aufs Sofa kuscheln, heiße Schokolade trinken und Stunden auf Netflix verbringen, ohne sich schlecht zu fühlen, draußen irgendwas wichtiges zu verpassen. In einer Zeit des Umschwungs finde ich es besonders wichtig, Gedanken festzuhalten und Sommer-Erinnerungen einen Platz zu geben. Deshalb habe ich heute die zweite 30-Tage-Challenge für euch. Ich habe mir 30 Fragen oder Anregungen ausgedacht, auf die ihr mit Bilder, Illustrationen oder Texten antworten könnt. Es geht eigentlich darum, Dinge wahrzunehmen, die um uns herum …

Wegfahren – ins Unbekannte

Das Abi ist in der Tasche. Ich stehe an diesem Bahnhof und warte auf den Zug, der mich an das nächste Ziel bringt. Obwohl ich schon weiß, wohin es geht, habe ich trotzdem das Gefühl, eine falsche Entscheidung zu treffen. Ich stehe am Gleis, Züge fahren an mir vorbei und der Wind zieht mich mit. Ich sehe, was alles sein könnte und was doch nicht ist (und vielleicht niemals sein wird). Alle Züge stehen mir zur Auswahl. Jeder einzelne könnte mich an einen neuen Ort bringen. Direkt mit den Studium anfangen? Nimm’ den ICE nach Oldenburg um dort zu studieren. Einen Freiwilligendienst machen? Fahr’ mit dem RE an den Bodensee runter. Ins Ausland gehen und jobben? Lauf’ aus dem Bahnhof raus und fahr mit dem Shuttle an den Flughafen.  Alles könnte sein und ich muss mich festlegen. Klar kann ich von einem anderem Bahnhof oder Flughafen aus jederzeit wieder zurückkommen oder von dort aus woanders hin. Und ganz tief in mir weiß ich auch, dass das so sein wird. Ich bin kein Mensch der an …