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Entscheidungen

“Ich treffe nicht gerne Entscheidungen!”
Wie oft habe ich diesen Satz wohl schon gesagt?
1 Mal, 1.000 Mal oder doch 1.000.000 Mal?

Entscheidungen sind meine ganz persönliche Hass-Liebe. Ich hasse Entscheidungen. Ich hasse es, vor Entscheidungen gestellt zu werden. Ich hasse es, sie treffen zu müssen. Doch nie habe ich Entscheidungen wirklich näher betrachtet. Ich habe sie getroffen, ja, aber nie näher über sie nachgedacht.

Was sind Entscheidungen eigentlich?

Eine Hass-Liebe, Wege, Mittel, Möglichkeiten oder doch nur ein Muss für meinen Alltag? Ich weiß es nicht!
Aber wer weiß das schon? Wer kann es wissen? Gibt es Studien darüber, dass 30% der Entscheidungen zu wichtig genommen werden? Oder sogar 60%? Ich weiß es nicht und ich will es auch nicht wissen. Ich würde mich nur verrückt machen und immer nur an 30 oder 60 denken müssen. Aber klar ist, dass wir tagtäglich Entscheidungen treffen und auch von ihnen getroffen werden. Ist es nicht schlimm, dass Entscheidungen eine so große Rolle in meinem Leben spielen?
Ja … oder vielleicht nicht?
Ich weiß es nicht!

Was sind Entscheidungen eigentlich?

Möglichkeiten? Vielleicht sind Entscheidungen Möglichkeiten.
Möglichkeiten, etwas Neues zu sehen. Etwas Neues zu erleben. Oder eine Kunst? Die wahre Kunst der Entscheidungen ist, sie zu treffen. Doch wir alle können doch diese Kunst erlernen.
Doch was finde ich dann an Entscheidungen so schlimm?
Ich habe doch gerade erst die Entscheidung getroffen, diesen Text hier zu schreiben. Doch was war an dieser Entscheidung so schlimm? Also sind Entscheidungen nicht immer mit Druck belastet? Oder entscheide ich das selbst? Ich will keinen Druck hinter meinen Entscheidungen!

Aber was sind Entscheidungen eigentlich?

Vielleicht verstehe ich es langsam! Vielleicht weiß ich es nun.  Entscheidungen machen doch das Leben erst zu meinem Leben. Ich lebe mit Entscheidungen und Entscheidungen leben mit mir. Ich treffe Entscheidungen!
Meine ganz persönliche Hass-Liebe. Doch wo bleibt die Liebe? Die Liebe für Entscheidungen? Die Entscheidungen, welche mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.
Schlussendlich zählt das Hier und Jetzt. Ich stehe jetzt hier mit all meinen Entscheidungen die ich getroffen habe, gerade treffe und noch treffen werde … und zum erstem Mal ist es wirklich okay. Es ist okay, dass ich Entscheidungen treffen muss und ich sie treffen und von ihnen getroffen werde. Es ist okay, dass ich so nur einen Weg auf der Straße gehen kann. Es ist okay, dass es Entscheidungen gibt, vielleicht ist es sogar gut.
Und vielleicht ist dieses “vielleicht” auch ganz überflüssig.

Akzeptanz.

Wir alle sollten unsere Entscheidungen akzeptieren. Akzeptieren, dass wir nur einen Weg gehen können und vielleicht nie das andere Ende der Straße sehen. Akzeptieren, dass Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen und wir manche einfach treffen müssen. Akzeptieren, dass unsere Entscheidungen eigentlich unsere Freunde sind und nicht unsere Feinde.

“Ich treffe nicht gerne Entscheidungen, aber ich habe gelernt, es zu akzeptieren und sie zu treffen.”
Wie oft werde ich diesen Satz wohl sagen?
1 Mal, 1.000 Mal oder doch 1.000.000 Mal?

Ich hoffe, auf jeden Fall ganz oft. Ich habe gelernt meine Entscheidungen zu akzeptieren. Das sollten wir alle. Wir sollten unsere Entscheidung akzeptieren, mit ihnen stehen, mit ihnen gehen und sie lernen zu lieben.

Denn Entscheidungen sind Ausdruck des freien Willens. Wo wäre der freie Wille ohne Entscheidungen?

Entscheidungen. 1 Wort, 14 Buchstaben und tausende Möglichkeiten.

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Gastgedanken und Bild von Paula. Sie ist 21 Jahre alt und hat gelernt, Entscheidungen zu treffen – und sich dazu entschieden diesen Text einzureichen. Geschrieben wurde er ursprünglich für ein Theaterstück ihrer Schule. Neben dem Schreiben fotografiert sie noch leidenschaftlich gerne.

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