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Erst, wenn es weg ist

Dankbarkeit gehört zu den wichtigsten Werten und Eigenschaften, die wir in uns tragen – das stelle ich jetzt mal so in den Raum. Dankbarkeit ist Seligkeit, ist Glücklichsein, ist Zufriedenheit. Jede*r weiß: Wir haben so vieles, wofür wir dankbar sein können. Ganz einfach angefangen bei: Frieden dort, wo wir leben. Ein Dach über dem Kopf. Essen. Ein Bett. Kleidung. Wie schön es auch ist, dass unsere Liebsten gesund sind und unser Zimmer warm ist. Dass wir einen gesunden, uns tragenden Körper haben. Mit Ecken und Kanten. Doch auch wenn es eben jede*r weiß, ist sich nicht jede*r dessen bewusst.

Denn – wir wollen immer mehr. Und machen bei diesem Streben kaum Halt, um wahrzunehmen, wie voll der Koffer an Schönem ist, den wir mit uns herumtragen. Bis dieser Koffer auf unserer Reise mal verloren geht. Bis all das, was wir hatten, nicht mehr das Unsere ist. Bis die Situation mal eine Andere ist. Bis die Liebsten mal nicht alle gesund sind.

Und vielleicht sollten wir diesen Halt einfach mal einlegen. Dankbar sein, dass jetzt gerade in diesem Moment alles gut ist. Vielleicht ist auch gerade nicht alles gut, aber wie heißt es so schön? Man möchte immer genau das, was man nicht haben kann. Auch wenn in deinem Leben momentan nicht alles gut ist, sind da sicherlich viele kleine und große Dinge, für die du ganz tief in dir sehr dankbar bist. Und die dein Leben ein kleines Stück schöner machen.

Muss immer erst etwas Schlimmes passieren, damit wir zufrieden sind und schätzen, was wir haben? Ist es vielleicht gut, dass uns das Leben immer mal zeigt, wo die Grenzen sind? Sollten wir öfter Etwas weggenommen bekommen? Es gibt diesen Spruch: Du weißt erst, was Du hast, wenn es weg ist. Und er stimmt. Aber er soll nicht stimmen. Er sollte lauten: Du weißt, was Du hast und wirst es immer wissen.

Vielleicht wirst du auch irgendwann bemerken, dass es gar nicht auf das viele Geld oder das große Auto ankommt. Oft sind es die kleinen Dinge, die glücklich machen und für die wir auch wirklich dankbar sind. Doch die wichtigsten Dinge sind ja sowieso nicht Dinge. Sondern Menschen, Beziehungen, Lachen, Luft, Sonne, Wärme auf der Haut, Momente, Wind, Wasser, Liebe.

Kurzum: Wir sollten öfter mal anhalten und Danke sagen. Für eine Freundlichkeit. Für eine gute Tat. Für das Aufstehen am Morgen. Und das Einschlafen. Und dass dies unter warmen Decken passiert. Für den Tee und dessen zweiten Aufguss. Für eine 2, auch wenn wir eine 1 wollten. Für diesen einen guten Song. Für das, was so einfach zu haben ist. Oder eben: auch nicht.

Der Text und Bilder sind von Nora und Luka.

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