Monate: Oktober 2018

Mutprobe? von Zuhause ausziehen

Zuhause auszuziehen ist ein riesig großer Schritt hin zum Erwachsenwerden. Und passend zum Semesterstart erzählen wir Euch heute von unseren Erfahrungen damit. Denn vor allem seid ihr bei der ganzen, aufregenden Sache eines nicht: Allein. Denn das haben wir alle schon durchgemacht. Luka 22. September 2018 Seit einer Woche erst lebe ich nun in einer neuen Stadt. Der Bücherladen meines Vertrauens, mein Lieblingscafé, mein gewohntes Umfeld und meine Eltern sind jetzt 491 km von mir entfernt. Wenn ich diese Zeilen tippe, muss ich schlucken. Mir fällt es schwer, diesen Schritt zu gehen, denn ich habe Angst. Ich habe Angst, dass ich einsam sein werde. Mit großer Vorfreude habe auf den Tag meines Auszugs gewartet, habe mir ausgemalt, was ich ab dem Tag endlich alles machen, erleben und selbst bestimmen kann. Aber als es dann soweit war, habe ich viele Tränen geweint. Und das ist auch total okay – das kann ich euch nach dieser einen Woche sagen. Und dass es besser werden wird, dass kann ich euch auch sagen, und dass ihr wirklich keine Angst …

Was wir gerade lesen und hören

Freitag ist ein guter Tag, um sich ein neues Buch zu kaufen oder in einen neuen Podcast hineinzuhören – findet ihr nicht? Aus diesem Grund teilen wir heute ein paar Bücher und Podcasts mit Euch, die entweder schon länger zu unseren Favoriten zählen oder die wir gerade erst entdeckt haben. Wir hinterlassen für jedes Buch einen Amazon-Link, wollen Euch aber darauf hinweisen, vorzugsweise auf Medimops oder ReBuy gebraucht oder in einem Buchladen in Eurer Nähe Bücher zu kaufen. Enjoy! Bücher “Der Ursprung der Welt” von Liv Strömquist Luka: Beim Lesen dieses gezeichneten Buches habe ich so sehr lachen müssen. Und trotzdem hat es auch sehr zum Nachdenken angeregt. Denn “Der Ursprung der Welt” behandelt auf leichte, humorvolle und liebevolle Art die Kulturgeschichte der Vulva – und dabei ist von der Bibel, über Tamponwerbung bis zum unaufgeklärten Biologieunterricht ziemlich viel schief gelaufen. 19,95 Euro, über Amazon       “everything I know about love” von Dolly Alderton Nora: Während ich das hier schreibe habe ich das Buch noch nicht einmal durchgelesen. Trotzdem möchte ich davon berichten. Es …

Geduld

In einer Welt, die von Zahlen kontrolliert, unabdinglich messbar und konkurrenzfähig bleiben muss, in einem Land, das so hoch angesehen für seinen wirtschaftlichen Erfolg und seine sozialen Strukturen ist, in einer Stadt, in der die Bahnen im drei Minuten Takt die von Menschenmassen überlaufenen Bahnhöfe passieren, bleibt eines meist auf der Strecke. Die Geduld. Von Klein auf haben wir gelernt, den geraden Weg zu gehen. Das Ziel vor Augen, unermüdlich darauf hin arbeitend, das zu erreichen, was wir oder andere uns wünschen. Auf einer großen, breiten Strasse lässt es sich besser laufen als über kleine, enge Pfade oder durch verwinkelte Gassen. Wir warten nicht mehr auf den richtigen Moment. Wir wollen jetzt, was wir wollen und wir wollen es schnell, vergessen dabei allzu oft anzuhalten, mal kurz inne zu halten. Denn durchhalten, durchhalten ist das, was wir müssen. Und oft wird uns erst dann, wenn wir am Ziel zu sein scheinen, klar, wir hätten uns auf dem Weg doch noch etwas mehr umschauen, etwas mehr durchatmen, etwas mehr anhalten sollen. Geduld bedeutet nicht, die Zügel aus der Hand …

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1670 kcal

  1670 Kalorien. Soviel soll ich, laut einer App, die ich vor Jahren mal installiert habe, am Tag zu mir nehmen, nachdem ich Gewicht, Größe und Geburtsdatum eingegeben habe. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie peinlich es mir war, diese ZAHL dort mit 16 hinzuschreiben und mich auf einmal dazu verpflichtet zu fühlen, dieser neuen ZAHL nun mein Leben zu verschreiben und sie über alles aufzuklären, was ich so aß. 1670 Kilokalorien, 6987280 Kilojoule, beträgt mein Grundumsatz. Das ist die Energie, die mein Körper braucht, um zu funktionieren. Und das im absoluten Ruhezustand. Das heißt: Ich brauche diese Energie, damit mein Herz schlägt, damit meine Organe funktionieren. Damit ich leben kann und mein Körper gesund bleibt. Hier ist nicht mit einberechnet, wenn ich jeden morgen 7 km Fahrrad zur Uni fahre. Oder nachmittags eine Stunde Sport mache. Oder ob ich im Bett liegen bleibe und mich nur zweimal heraus bequeme.   Die App berechnet außerdem nicht, was für Kalorien ich zu mir nehme. Sie entscheidet nicht zwischen einem Duplo oder einer Banane – kalorientechnisch …

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(K)ein Sommernachtstraum – Zeit/Geschehen

Was für ein Sommer. Gut, dass er endlich vorbei ist. Eingefleischte Sommerfans werden mich als Herbstliebenden für diesen Satz nahezu steinigen wollen, aber wenn wir in diesem Jahr von einem wirklich genug hatten, dann von Sommer und Wärme. Seit April war es bis vor wenigen Wochen einfach nur Sommer gewesen. Nichtmal irgendein Frühling hat dazwischen Platz gefunden. Wo am 01. April noch Schnee lag, wurden gegen Ende April schon mehr als 25 Grad gemessen. Was für manche sicherlich ein Traum war, war aber für die Allgemeinheit gesehen eher weniger erfreulich. Dieser Sommer war sicherlich ein sich über fast fünf Monate erstreckendes, einziges Wetterphänomen, das mehr als deutlich seine Spuren hinterlassen hat. Jetzt im Nachhinein bleibt da natürlich Raum für Spekulationen. Wie kam es dazu? Klimawandel oder einfach nur reiner Zufall? Da ich Sommer in seinen Extremformen nun so gar nicht leiden kann, waren viele Wochen dieses Jahres eine reinste Qual für mich. Am meisten hat mich jedoch über diese ganze Periode hinweg vor allem eines stark aufgeregt und noch mehr belastet als die Hitze: die …