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Eine Ode an Festivals

Wenn man an Festivals denkt, kommen mir sofort Dixiklos und Dosenravioli in den Sinn. Und Dauerregen, absoluter Kontrollverlust und unbequeme Betten. Wer sich freiwillig so etwas antut, ist doch komplett verrückt, könnte man meinen

Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die Festivals mit Sommer, Sonne und sehr viel Freude verbinden. Wochenenden, die man mit den besten Freunden verbringt. Tanzen, singen, lachen und unendlich viel Glitzer. Und Polaroidbilder. Das sind dann die Personen, die auch unbedingt mal auf das Coachella wollen und für jeden Tag auf dem Festival gleich drei Outfits einplanen, damit sie auch genug Bilder auf Instagram posten können.

Die gute Mischung macht’s. Was man einfach mal ganz klar sagen muss: Auf Festivals herrscht immer Weltuntergangsatmosphäre. Spätestens ab dem zweiten Tag läuft alles aus dem Ruder. Das ist gerade das Schöne. Denn alle sitzen im selben Boot und wollen zusammen Spaß haben. Es ist irgendwie schön, fast besser als jeder Urlaub, sich einfach gehen zu lassen und einfach mal alle Regeln, die man an sich persönlich stellt, zu brechen. Es ist okay, zwei Tage keine Zähne zu putzen und es ist okay, sich nur von Chips und Ravioli zu ernähren. Keiner guckt dich schief an, weil deine Haare vor Fett triefen oder deine Schuhe voll mit Schlamm und Dreck sind. Festivals sind die komplette Auszeit von allem, auch von dir selbst. Und das ist irgendwie schön.

Dazu kommt noch das eigentlich Wichtige. Der Grund, weshalb alle da sind: die Musik. Lautes Mitsingen, wildes tanzen, riesige Konzerte, Ausnahmezustand. Konzerte, bei denen niemand die ganze Zeit sein Handy in der Hand hält und alles filmt, weil das Internet eh ausgelastet oder der Akku leer ist. Alle genießen es, alle sind im hier und jetzt. Alle geben sich komplett der Musik hin. Momente des puren Glücks. Und genau dabei geht es bei Festivals: um Massenglückserfahrungen. Niemand kennt sich, aber alle fühlen das Gleiche. Tanzen, springen, schreien.

Und wenn es dann vorbei ist, kehrt man völlig erschöpft, aber voll mit Glück, wieder in seinen Alltag zurück.

Photos und Text von Luka 

Alle Photos wurden zum Schutz der persönlichen Privatsphäre zensiert.

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