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minimalismus mai

Ende April hat uns eine Leserin, Emelie, auf ein Projekt aufmerksam gemacht, das eine Freundin von ihr ins Leben gerufen hat. Es handelt sich um das Thema Minimalismus und es geht darum, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, Dinge zu verändern und eventuell sogar Lösungsansätze zu finden.
Uns hat das ganze sehr beeindruckt, weshalb wir euch im letzten Livestream im Rahmen einer Verlosung gebeten haben, uns etwas Kreatives ebendiesem Thema einzureichen.
Als Einstieg in den minimalismus mai auf TIERINDIR haben wir hier Gastgedanken von Emelie und Nele-Luise zusammengetragen.

Minimalismus scheint momentan ziemlich im Trend zu sein. Auch ich habe mich mit diesem Thema beschäftigt und habe mich in letzter Zeit sehr häufig gefragt, was mich glücklich macht.

minimalismus mai bedeutet, dass an jedem Tag im Mai irgendetwas geändert wird, was mit Maximalismus, dem Gegenteil von Minimalismus, zu tun hat. Also arbeiten wir darauf hin, minimalistischer zu werden.
Das muss nicht heißen, dass danach jede Person Minimalist ist oder sein soll; das soll lediglich bedeuten, dass wir darüber nachdenken sollten, welche Ausmaße der Konsum in unserer Welt annimmt.

Minimalismus ist die Beschränkung auf das Nötigste und das Wesentliche. Dies kann auch verschiedene Themen bezogen sein zum Beispiel auf Musik, Kunst oder Architektur. Beim Minimalismus geht es um die Lebensart des “einfachen Lebens” als Weg zu mehr persönlicher Freiheit, einem bewussteren Selbst und mehr Freude am Leben.

Ich habe mir Minimalismus immer so vorgestellt das man nur zehn Dinge hat, mit denen man auskommen muss. Das man ein leeres Zimmer mit einem Sofa einem Tisch und einem Stuhl und einer Glühlampe hat, die traurig von der Decke baumelt. Dies ist theoretisch gesehen auch Minimalismus. Doch beim Minimalismus kommt es nicht drauf an. Minimalismus definiert sich nicht durch die Zahl an Dinge, die man besitzt. Es geht um viel mehr als bloß um Wegwerfen & Aufräumen. Du entscheidest selbst, was realistisch gesehen für dich wirklich wichtig ist oder was weg kann. Es geht darum, mehr Klarheit & Zufriedenheit für sich selbst zu erreichen. Es gibt unterschiedlich ausgeprägte Formen des Minimalismus und keinen “perfekten Minimalisten”.

Wir kaufen alle sehr viel von dem, was wir eigentlich überhaupt nicht brauchen. Das fängt beim Essen an, welches nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum weggeworfen wird, und geht mit dem Klamotten-Kauf weiter. Um sich dessen bewusst zu werden, gibt es den minimalismus mai. Am Anfang des Monats schreibt man sich eine Liste, was man an welchem Tag durcharbeiten will. Also beispielsweise “Kleiderschrank”, und dann nimmt man sich an einem Tag den Kleiderschrank vor. Genau so kann es der Kühlschrank sein, der Schreibtisch oder auch die Bücher sein.

Man könnte sich selbst diese Fragen stellen:

Brauche ich es wirklich?
Wieso habe ich es überhaupt gekauft?

Was bringt es mir?
Wie oft verwende ich es?

Und wenn man auf diese Fragen keine Antwort weiß, oder mit Nein antwortet, sollte man über das Produkt nachdenken und es eventuell ausmisten. Dabei sollte man wirklich ehrlich zu sich sein, denn ansonsten bringt das alles nichts.

Wichtig ist aber, dass die ausgemisteten Sachen nicht weggeschmissen werden, solange sie nicht kaputt sind. Ihr könnt diese Sachen in der Familie oder bei den Freunden verschenken oder vielleicht spenden. So könnt ihr anderen Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern und minimalisiert euren Konsum in der Welt ungemein.

Und was ich noch ergänzen kann ist, dass jedes ausgemistete Teil ein bisschen Freiheit und Glück schenkt. Man fühlt sich danach einfach besser und weiß, dass es andere Leute vielleicht doch mehr brauchen, als man selbst.

Wenn ich so die verschiedenen Definitionen höre, hört sich Minimalismus nach was ganz anderes an als ich dachte. Was ist Minimalismus jetzt für mich?
Er bedeutet nicht einfach, weniger zu besitzen, sondern, sich mit Dingen zu umgeben, die einen Sinn und eine klare Funktion haben. Überflüssiges wird aussortiert. Hierzu gehört auch, den eigenen Konsum zu reflektieren und Gewohnheiten zu verändern.

Coco Chanel sagte einst: “Minimalismus ist der Schlüssel zur wahren Eleganz.”

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Gastgedanken abwechselnd in kursiv von Nele-Luise als Auszug ihres Blogs
und von Emelie.

Photos von Martin Wunderwald.
Bearbeitung & Illustration von Imina.

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