Inspiration
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April Blues

Der April ist durchzogen, von Schnee, Sonne und Regen. Stimmungsschwankungen. April Blues. Ich habe mich leer und müde gefühlt und auch meine Kreativität musste darunter leiden. Aber was soll man schon machen?

Kreativ sein bedeutet immer und zu jeder Zeit wach zu sein, da zu sein. Ich sauge alles auf und mache aus allem eine Idee, verarbeite alles was ich höre und sehe. Es gibt keine festen Arbeitszeiten, die meisten Ideen entstehen einfach. Ich kann nicht sagen, ich mache jetzt eine Pause. Eine Pause im Denken gibt es nicht, manchmal kann es sogar ganz schön anstrengend werden. Ab und zu kommen die Ideen sogar ganz von allein im Schlaf.

Manchmal ertappe ich meinen Körper jedoch dabei, dass er sich seine Auszeit holt. Das sind dann solche Tage, an denen ich am liebsten jeden Termin streichen würde und Stunden im Bett verbringen könnte. Am liebsten gar nicht mehr Denken, den Kopf einfach mal ausschalten. Ein kreatives Tief, keinen Antrieb. Meistens habe ich dann gar keine Ideen und so sehr ich mich auch dazu zwingen will, fehlt mir einfach die Motivation.

Am besten ist es, diese Tage einfach zu zulassen. Du musst dich zu nichts zwingen. Nimm dir deine Zeit für dich und versuche, deine Gedanken auszuschalten. Versuche deine Situation zu akzeptieren und dir selbst einfach die Zeit zu geben, die du brauchst. Stress und Druck sind in dieser Situation eher kontraproduktiv. Sorge dafür, dass du die nötigsten Dinge erledigt hast und nimm dir ansonsten nichts weiter vor.

Achte darauf, dass du in dieser Zeit weniger oder gar nicht am Handy bist oder wenigsten nicht so viel Wert auf Social Media zu legen. Ich kenne es von mir selbst, dass man sich bei einem Blick auf den Instagram Feed gleich noch viel schlechter fühlt, wenn man sieht, dass andere weiterhin kreativen Content produzieren und jeden Tag neue Ideen umsetzen. Aber du kannst dir sicher sein, jeder hat und kennt diese Tage. Also leg dein Handy beiseite und lasse dich davon nicht beeinflussen.

Man kann keine  wirkliche Pause vom Denken machen- außer bei einer Meditation. Auch wenn es schwerfällt, versuche es einmal. Atme tief ein und aus  und versuche dich darauf zu konzentrieren, an absolut Nichts zu denken. Für den Anfang können es auch nur fünf oder zehn Minuten sein. Das macht deinen Kopf frei.

Entspanne dich so gut es geht. Nimm ein  heißes Bad oder zwei oder auch drei, trinke Tee, zünde Kerzen an, mache es dir so gemütlich wie möglich. Höre entspannte Musik. Iss dein Lieblingsgericht, wenn auch drei mal am Tag. Gehe spazieren und trinke viel Wasser. Genieß die Sonnenstrahlen auf deiner Haut und mach Yoga. Stelle Blumen auf den Tisch. Manchmal hilft es sogar, für einige Zeit zu schweigen.

Wenn es dir schon wieder besser geht und du dein Tief einigermaßen überwunden hast, geht es darum, neue Motivation für das kreative Schaffen zu finden.  Wenn du deinen Kopf einige Tage frei gemacht hast, kann es von ganz allein passieren, dass neue Ideen entstehen, die dich so sehr überzeugen und motivieren, dass aus deinem Tief ein Hoch wird. Du kannst aber auch anfangen, dir wieder neue Künstler oder Ausstellungen anzusehen. Besuche deren Websiten oder gehe vielleicht mal in die Bücherei und blättere durch einige Bildbände. Vor allem ist es wichtig, dass du nun wieder deine Komfortzone verlässt und deinen Blick öffnest, raus gehst und dir selbst die Chance gibst, Neues aufzunehmen.

Wenn man einfach nicht weiter kommt, ist es wichtig, sich Inspiration zu suchen. Hier kann Social Media dann wieder hilfreich sein. Schaue dir Bilder von dem an, was du auch gern machen würdest, suche dir Anreize. Vielleicht hat jemand zu eine Thema, mit dem auch du dich gerade beschäftigt, schon ein Projekt erschaffen, was dich inspirieren und in deinem Denken weiter bringen könnte. Das hat nichts mit Nachmachen zu tun; du erweiterst lediglich deinen Blickwinkel.

Schreibe deine Ideen und Gedanken auf. Visualisiere dein nächstes Projekt. Kleine Ziele. Vielleicht kommt deine Motivation so von ganz allein wieder. Wenn ich die ersten Ergebnisse eines neuen Projekts vor mir liegen habe, habe ich meistens schon Feuer gefangen und mein unkreatives Tief ist überwunden. Am besten hast du immer ein kleines Notizbuch oder Skizzenheft dabei, weil die besten Ideen kommen meisten dann, wenn du sie am wenigstens erwartest.

Wenn es dann doch noch nicht so ganz klappen will: Bloß kein Stress! Ich versichere dir, dass wirklich jeder diese Phasen kennt.

Nimm dir deine Zeit. Lasse zu, wie du dich fühlst.

Text und Bild von Luka

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