Inspiration
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Photographie/ mein Ventil

Photographie. Meine Art mich ausdrücken, meine Worte, meine Sprache, meine Gedanken, mein Ventil. Für mich ist es viel mehr als nur ein Handwerk, mehr als irgendeine Maschine, mehr als die pure Technik. Es ist meine Kunst. 

Und genau deswegen möchte ich heute ein wenig darüber erzählen. Ich habe angefangen zu photographieren, weil mir meine Eltern zum 13. Geburtstag eine Spiegelreflexkamera schenkten. Eine ganz einfache, aber ich war direkt begeistert. Ich photographierte alles und jeden. Wichtig zu erwähnen ist vielleicht, dass ich direkt im manuellen Modus photographiert habe. Genau das würde ich euch auch raten: fangt gar nicht erst an der Kamera die Entscheidungen zu überlassen. Photographie ist keine Zufallstechnik. Beschäftigt euch mit den wichtigsten Einstellungen, die eine Kamera ausmachen. Bleibt der Erschaffer eures Bildes.

Ich habe immer mehr Menschen photographiert .Zunächst hatte ich meine Kamera immer dabei, wenn ich mich mit Freunden getroffen habe. Irgendwann habe ich dann angefangen, mir Konzepte auszudenken und meine Photos zu planen.

Und das ist es, was ich bis jetzt immer noch mache. Es geht für mich um so viel mehr, als einfach nur ein paar Photos zu schießen. Ich mache mir viele Gedanken, lese und informiere mich über Themen. Da ich mich momentan auch die konzeptuelle Portraitphotographie konzentriere, bin ich sehr an einer Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Menschen interessiert und auch angewiesen. Ich erkunde so den menschlichen Körper und deren Emotionen. Es gibt ein Zitat welches mich sehr geprägt hat:

“The most intimate thing we can do, is to allow people to see us at our worst. At our lowest. At our weakest. True intimacy happens when nothing is perfect.”

Es geht mir um die Unperfektion. Darum, den echten Menschen zu zeigen. Für mich ist die Photographie eine Verarbeitung von meinen Gedanken und Gefühlen. Meine Art und Weise mich auszudrücken. Es muss nicht immer alles stimmen, nicht richtig eingestellt sein, nicht richtig bearbeitet sein. Es geht um das Gefühl. 

Sucht euch für den Anfang Inspiration. Schaut euch Bilder anderer Photografen an und versucht bewusst, deren Stil zu übernehmen. Das kann euch helfen heraus zu finden, wie Bilder funktionieren und was euch am besten gefällt. Fangt außerdem direkt an, manuell zu photographieren. Studiert eure Kamera. Trefft die Entscheidung darüber, ob das Bild nun hell oder dunkel, scharf oder unscharf sein soll, selbst. Auch eine analoge Kamera kann sich gut dazu eignen, die Photographie besser zu verstehen und zu lernen. Trotzdem geht es in erster Linie immer um die Gefühle und um den Inhalt. Fragt für den Anfang eure Freunde, ob ihr sie photographieren dürft und ein wenig ausprobieren dürft. Ihr könnt außerdem versuchen, eure Gedanken aufzuschreiben und Wege zu finden, wie ihr eure Ideen verbindlichen könnt. Einfach Skizzen können behilflich sein.

Gebt nicht auf. Macht euch klar, dass es nicht darum geht, die Technik perfekt zu beherrschen, um ein gutes Photo zu kreieren. Ein Photo ist meines Erachtens dann gut, wenn es Gefühle im Betrachter auslöst. Es kann technisch noch so gut sein, wenn der Inhalt fehlt, empfinde ich ein Bild als schlecht. Versucht nicht mehr an die Kamera zu denken, beherrscht sie blind. Seid in dem Moment und fühlt.

 

“Art wasn’t supposed to look nice; it was supposed to make you feel something.”

Schreibt doch gern, falls ihr noch mehr fragen zu diesem Thema habt.

Text und Photos von Luka

 

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