Monate: Dezember 2017

Nach Hause kommen

Aus einer Sprachmemo vom 3. März 2017. Es sind Semesterferien und ich bin wieder zuhause. Ich hab eine Menge zutun, viele Gedanken und Deadlines zu beachten. Seit fast zwei Jahren bin ich jetzt unterwegs in der Welt, ziehe an neue Orte, lerne neue Menschen kennen, eigne mir neue Gewohnheiten an, sammle positive und negative Erfahrungen. Eigentlich habe ich das Gefühl, die meiste Zeit in irgendwelchen Zügen verbracht zu haben, die mich von A nach B und immer wieder nach Hause bringen. Zeit zum Reflektieren, in diesem Übergang zwischen Ausgangs- und Zielort, zwischen neuem Umfeld und gewohnter Umgebung, in die man mit neuen Erfahrungen zurückkehrt. Denn Zuhause ändert sich nichts. Alles bleibt beim Alten. Es ist gut, zu wissen, dass man an einen Ort zurückkehren kann, auch wenn man ein komplett anderer Mensch wird. An einen Ort, der bleibt, wie man ihn verlassen hat, auch wenn man sich verändert. Der Bahnhof, an dem ich ankomme, wird immer schäbig sein und nach Pisse stinken, Zurück in das Auto, mit dem ich an so viele Orte gefahren bin, …

Über Hirngespinster und Angst

Ein paar Gedanken zu Angst und Überwindung. Gestern um diese Uhrzeit saß ich noch im Flieger. Ich hatte Angst; Angst vor der ungewohnten Umgebung, die mich erwarten sollte. Davor, keine meiner liebsten Menschen um mich zu haben und zu vermissen. Außerdem hatte ich Angst vor der unendlichen Tiefe, die sich unter mir befand. Stundenlang über dem Ozean, stundenlanges Gedankenkreisen. Ich machte kein Auge zu. Die größte Furcht bereitet mir jedoch der Terror. Momentan passieren so viele schreckliche Dinge auf dieser Welt und es ist okay, Angst zu haben. Jedoch spielt sich ein sehr großer Teil lediglich in unseren Köpfen ab. Angst vor einem Terroranschlag ist ein Hirngespinst. Es ist nicht nur fast ausgeschlossen, dass man tatsächlich selbst zum Opfer eines Terroristen wird, Terror wird in Wahrheit auch eher als etwas wahrgenommen, das anderen zustößt, nicht einem selbst. Also stelle ich mich jetzt meiner Angst. Ich bin an meinem Reiseziel angekommen und freue mich. Ich fühle mich sicher und fange an zu genießen. Wir sollten uns unserer Angst und vor allem der Angst vor dem Terror stellen und …