Inspiration
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I don’t know what I am

Eine Fotoserie, ein Video und Gedanken dazu. Es geht um den kreativen Schaffensprozess, um Inspirationssuche und irgendwie auch um Selbstfindung.

 

 

I don’t know what I am
I don’t even know if it’s any good
What matters is that it is
And that it’s there for you to feel and to be and to experience

Wer bist du? Was bist du? Oder, wie bist du? Bist du gut, in dem, wie du bist? Wie definierst du “gut”? Das sind Fragen, die uns dauernd indirekt gestellt werden, die wir uns aber auch selbst stellen. Jedoch sind die Antworten doch eigentlich völlig egal – denn das einzige, was zählt, ist doch, dass du bist. Du hinterlässt deine Fußstapfen, sagst deine Meinung, inspirierst oder motivierst andere, bringst dich und dein Umfeld irgendwie weiter. Und für nichts und niemanden auf der Welt musst du dich als irgendetwas oder irgendjemand definieren.

 

 

I don’t know if anything I’ve done is very good
But that’s not really the point
I’m not really the point

Geht es nicht darum, Dinge zu tun, ohne immer gleich hinterfragen zu müssen, ob sie “gut” oder “schlecht” sind? Darum, einfach anzufangen?
Mit diesem Punkt habe ich ziemlich zu kämpfen, denn in den letzten Jahren habe ich mich und meine kreative Arbeit so oft mit anderen verglichen, mich selbst immer auf die unterste Stufe gestellt, abgewinkt wenn jemand gesagt hat, dass ihm/ihr meine neueste Zeichnung gefällt oder dass ich einen schönen Pulli trage. Ich habe mich mit Gedanken wie “Die zeichnet ja viel besser als ich” oder “Auf so eine gute Idee würde ich nie kommen” selbst ziemlich oft runtergezogen und mir selbst so die Motivation genommen.
Im Moment lerne ich, besser mit Kritik umzugehen, aber auch Komplimente anzunehmen und nicht “Ach nein, so gut finde ich es selbst gar nicht” zu sagen. Ich versuche außerdem, meine eigene Arbeit nicht so schnell abzuwerten, sondern erst einmal anzufangen, anstatt gleich zu urteilen: Wenn es mir im Endeffekt nicht gefällt, kann ich es immer noch ändern oder neu machen. Aller Anfang ist schwer, aber um über den ersten Schritt hinwegzukommen, ist es leichter, sich davon zu befreien, gleich alles perfekt machen zu wollen. Erstmal ein bisschen herum zu probieren, bevor man am Ende ja immer noch daran herum feilen kann.

 

 

What I’m saying is it’s worth it to be a student
To not be a student is to suggest that I was to create in a vacuum
With no knowledge, with nothing, 
like just floating in space
with no gravity, no air, no oxygen, no nothing

Eine ganz lange Zeit habe ich gedacht, dass man künstlerisch nur aus sich selbst schöpfen kann – und sollte. Aber dem ist eigentlich nicht so: Denn wir sind das, was wir in uns aufnehmen. Und das, was “aus uns herauskommt” ist ein Mix aus Dingen, die wir gesehen, gehört oder erlebt haben und Dingen, die wir selbst gedacht, gefühlt oder gemacht haben. Ich bin der Meinung, dass man nie etwas komplett Neues, noch nie zuvor Gewesenes schaffen kann – denn man ist immer in irgendeiner Weise, direkt oder indirekt, von seinem Umfeld beeinflusst.
Und das ist überhaupt nicht schlimm!
Es ist gut, sich beeinflussen zu lassen. Eben nur von den richtigen Dingen. Es ist gut, zuzuhören und sich eine eigene Meinung zu bilden. Und gerade deshalb sollte man alles mitnehmen, was man kann. Viele Podcasts anhören, kritzeln und schreiben, in Museen gehen und sich mit den Werken befassen, sich mit Leuten unterhalten mit denen man eigentlich nicht so viel zutun hat, Vorträge anhören, aber auch in der Schule oder der Uni zuhören – denn auch wenn man dem ganzen nur wenig abgewinnen kann ist es besser, als gar nicht hinzugehen oder aufzupassen.

 

 

Um das Ganze aber auch irgendwie in die Tat umzusetzen habe ich hier ein paar kleine Inspirationen von mir zusammengesucht und sie euch hier verlinkt. Denn immer, wenn ich im Internet etwas Gutes finde, erstelle ich für die Seite ein Lesezeichen, damit ich immer darauf zurückgreifen kann. Falls ihr euch noch mehr davon wünscht, lasst es mich wissen!

 

vsco / yourducky  +  Samantha Chen: 100 Nightsinstagram / fireflyfiphie
Troye Sivan: Becoming You  +  Maya Deren: Meshes of the Afternoon
Conan Gray: singing a journal entry  +  iD: Summer Of Love
Lady Gaga: Keynote SXSW 2014 (ab 40:00)  +  Bilderbuch: Baba (official)
Neon.de: Peter Stamm Interview  +  What Boys Look For in Girls

 

Text und Fotos von Imina.
Zitate aus diesem Video.

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